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Alles Theater? ++ Neues Essen ++ Versprechen gehalten

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MAZ HavelpostMAZ Havelpost

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und wir Sie heute, morgen oder wann auch immer ein wenig durch den Tag begleiten dürfen. Die Havelpost steckt nämlich wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und voller Inszenierungen und Choreografien. Das Brandenburger Theater hat seinen Spielplan für die Spielzeit 2022/23 vorgestellt. Alexander Busche, der neue Intendant, hat sich verdammt viel vorgenommen. 192 Vorstellungen soll es in der Spielzeit auf den Bühnen des Hauses geben, so viel wie nie. Respekt!
Was? Nicht genug? Dann schauen wir doch mal in das Programm mit den Geschichten, die das Leben schreibt. Die sollen ja die besten sein.
Mit einem Drama zum Beispiel: Markus Deckert, Dekan an der Medizinischen Hochschule und Chefarzt am Klinikum, begleitete den dritten Hilfstransport aus Brandenburg nach Odessa. Seine Eindrücke hat er in knapp 10.000 Zeichen zu Papier gebracht - verstörend, berührend, erschütternd. Nein, Putins Krieg ist nicht vorbei. Ja, wir müssen immer noch hinschauen und wir müssen helfen, wo wir können.
Ballett macht die Stadt, damit die Promenaden am Salzhof-, Heine- und Packhofufer am Samstag und Sonntag ausgehfein sind. Seit Monaten nervt es die Menschen, dass Blödiane ihren Dreck nicht wegräumen. Sie machen Party, als hätten sie gerade eine tolle Premiere erlebt, und sauen die Wege und Plätze ein. Nun schickt die Stadt ihre Beschäftigungsgesellschaft BAS zum Hinterherräumen in die Spur. Denn Trash-Art steht nicht auf dem Spielplan des Lebens.
Eine wahre Tragödie spielt sich unter unseren Füßen ab. Sie schauen jetzt verwundert nach unten? Ja, auch unter ihren Füßen fließt immer weniger Wasser. Immer tiefer bohren zum Beispiel manche Bauern ihre Brunnen, um ihre Felder zu bewässern. Der Stadtverordnete Ralf Krombholz mahnte jetzt an, sorgsamer mit dem kostbaren Nass umzugehen. Eine Konsequenz aus der fortlaufenden Tragödie sieht man in Kloster Lehnin: Die Stege an den Badestellen bleiben gesperrt. Teuer bezahlt mit unser aller Steuergeld stehen sie wertlos am Kloster- und anderen Seen herum, weil die Wasserstände gesunken sind. Und das muntere Hineinspringen zur Gefahr für Leib und Leben geworden ist.
In welches Genre gehören eigentlich die Spritpreise? Komödie? Kriminette? Noch ein Drama? Sicher ist nur, dass dieses Stück ziemlich schlecht inszeniert worden ist. Da kündigt die Bundesregierung an, die Steuern zum 1. Juni zu senken und - schwuppdiwupp - klettern die Spritpreise munter in die Höhe - um am 1. Juni das Niveau der Vorwoche zu erreichen.
Also: Lasst das Auto stehen, schwingt Euch aufs Rad und gönnt Euch drei Minuten Urlaub auf der Havel: Die Fahrt mit der Neuendorfer Fähre ist ein wunderschönes Heimatspiel, so schön entschleunigt, so herrlich bodenständig, so rischtisch escht von hia. Und im Preis des 9-Euro-Tickets sogar inbegriffen.
Und nach der Aufführung geht es noch in die Kneipe, um sich abzuregen oder noch mal richtig hochzufahren. Oder einfach nur, um etwas Flüssiges zu genießen. Wer sich nicht die Kante geben, aber genießen will, sollte mal einen Mocktail zu sich nehmen. Die Vielfalt, die Brandenburger Gaststätten bei den alkoholfreien, bunten Mischgetränken mit Strohhalm bieten, ist erstaunlich groß.
Was vergessen? Abwarten. Bestimmt taucht irgendwo noch ein ziemlich albernes Kasperletheater auf. Egal, was auf Ihrer Bühne gegeben wird: einfach hinschauen oder einfach wegschauen. Eines von beidem hilft.
Ihr/Euer Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Oder Tipps für eine Inszenierung? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Große MAZ-Umfrage zur Familienfreundlichkeit in Brandenburg

Per Klick aufs Bild geht es direkt zur Umfrage.
Per Klick aufs Bild geht es direkt zur Umfrage.
Der Familienkompass ist eine landesweite Umfrage zur Kinder- und Familienfreundlichkeit in Brandenburg. Er ist ein gemeinsames Projekt der Märkischen Allgemeinen, der Lausitzer Rundschau und der Märkischen Oderzeitung. ​Die Umfrage ist anonym und findet ausschließlich im Internet statt. Den Fragebogen finden Sie unter www.maz-online.de/familien​. Jeder ab 18 Jahren kann sich beteiligen. Die Befragung läuft bis Anfang Juli. Die Ergebnisse werden wir dann im Herbst in der MAZ präsentieren. Und: Natürlich können Sie auch etwas gewinnen. Schauen Sie doch mal rein!
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Leute Leute...

Antonia Bartning (Foto: Jacobi)
Antonia Bartning (Foto: Jacobi)
Die Digitalisierung macht viele Dinge scheinbar ressourcenschonend. Im gleichen Zuge werden sie aber auch sehr energieintensiv, weiß Antonia Bartning, die auf der IEER-Konferenz im Raumquartier ihr papierbasiertes Gesellschaftsspiel Pitch Your Green Idea präsentierte. So können Printmedien Bartning zufolge sogar nachhaltiger sein, als digitale Medien – vorausgesetzt, sie werden von mehreren Personen genutzt. „Die gedruckte Zeitung ist aus Sicht des Energieverbrauchs eigentlich nachhaltiger als das ePaper“, sagt die 32-Jährige. „Erst recht, wenn sie auf recyceltem Papier gedruckt wurde.“
Gabriele Bischoff (Foto: Steiner)
Gabriele Bischoff (Foto: Steiner)
Kommunikation ist eben alles – oder nichts. Stinksauer ist Migrationskoordinatorin Gabriele Bischoff vom Jobcenter, dass der Leiter der Gemeinschaftsunterkunft in der Upstallstraße, Gunar Wildemann, am Dienstag noch behauptet hatte, er wisse nichts von der für Mittwoch angesetzten Scheck-Ausreichung an die ukrainischen Flüchtlinge, damit diese an ihre Sozialleistungen kommen. „Dann hätte er mal seine E-Mail lesen müssen, die ich ihm eine Woche zuvor geschickt habe.“ So ist das mit der elektronischen Kommunikation, sie ersetzt eben nicht das persönliche Gespräch. Das hat Gabriele Bischoff dann mit der Sozialarbeiterin geführt – erfolgreich.
Birgit Schiller (Foto: privat)
Birgit Schiller (Foto: privat)
Fast jeden Morgen fährt Birgit Schiller mit dem Rad. Dabei holt die Leiterin der Gebrüder-Grimm-Grundschule aber nicht nur eben mal Brötchen. Die Schulleiterin startet zu Hause in Gollwitz und fährt bis zu ihrer Arbeit im Brandenburger Stadtteil Hohenstücken. Dabei legt sie pro Tour fast 15 Kilometer zurück – und das bei Wind und Wetter. „Momentan bin ich mit dem Rad wegen der vielen Baustellen sogar noch schneller als mit dem Auto. Das Ganze hat mehrere gute Seiten, vor allem bleibe ich fit", sagt sie. Selbst Sportlehrer Florian Franz staunt über so viel Einsatz, denn Birgit Schiller ist nicht zu stoppen. Sie könnte sogar auf dem Rad sitzen, bis die Temperaturen im Winter unter den Gefrierpunkt fallen.
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Das ist diese Woche wichtig

Mittagessen in der Schule. Foto: Jens Büttner
Mittagessen in der Schule. Foto: Jens Büttner
Die Versorgung mit Schulessen wird zum neuen Schuljahr zentral von der Verwaltung neu ausgeschrieben. Oberbürgermeister Steffen Scheller kündigt dazu eine Berichtsvorlage an die Stadtverordneten an, die gerade von der Sozialbeigeordneten Alexandra Adel und der Schulverwaltungschefin Dorena Otto vorbereitet wird. Das schmeckt nicht jedem.
Kunterbuntes Brunnenfest
im DRK-Kinderdorf
Flüchtlinge bekommen ihr Geld im Supermarkt
Arbeitsmarkt erholt sich von Corona
Die Gerostraße wird genau untersucht
Spielplatz am Packhof bleibt wochenlang gesperrt
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Das ist im Umland los

Kinderfest in Briest. (Foto: Bürstenbinder)
Kinderfest in Briest. (Foto: Bürstenbinder)
Versprochen ist versprochen: Mit dem Kinderfest belebt der Briester Ortsbeirat um Nicoll Reinke, Rainer Puhlmann und Veronika Studt die dörfliche Gemeinschaft. Im vergangenen Jahr war der neue Ortsbeirat mit dem Ziel angetreten, dass die Briester und ihre Gäste nach Corona wieder enger zusammenrücken sollen. 
Brielow: Riad Sonnenberg backt Pizza am Beetzsee
Ackerränder in Zitz treiben es bunt
Grillninjas kommen an die Wusterwitzer Grundschule
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Wohin am Wochenende?

Das Wirtshaus im Spessart öffnet im Paulikloster. (Foto: Schulze)
Das Wirtshaus im Spessart öffnet im Paulikloster. (Foto: Schulze)
Die Geschichte gehört zu den schönsten deutschen Räuberpistolen: “Das Wirtshaus im Spessart”. Im Fernsehen funktioniert das Stück wunderbar. In Brandenburg bringt der Klostersommer das vergnügliche Schauspiel in die Pauli-Kirche. Mal sehen, wer noch alles für “ein Häuschen mit Garten” schwärmt.
Barkas, Bremsen und Benzin: Oldtimer rollen zur Burg Ziesar
Premiere als Open Air: Kulturfestival der Villa Fohrde
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Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 6. Juni, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 10. Juni in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Packhofstraße. Aus den Einsendungen haben wir Andreas Hawelka aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Die ewige Schranke. (Foto: Böhme)
Die ewige Schranke. (Foto: Böhme)
Schranken haben ihre eigenen Gesetze: Fährt man lieber etwas eher los, zum Beispiel von Brandenburg-City nach Deetz, rollt man ruhig durch - und ist prompt viel zu früh da. Brettert man auf den letzten Knopf los, sind beide Schranken zu und alle Ampeln rot. Vor nicht allzu langer Zeit waren auf dieser Strecke sogar drei Schranken. MAZ-Kolumnist Stephan Boden hat nun am eigenen Leibe erfahren, wie ihn die Bahn in und um Brandenburg daran hindert, einigermaßen zeitnah zu seiner Familie nach Hause zu kommen. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Junges Nord, hier in den 60er Jahren. (Foto: privat)
Junges Nord, hier in den 60er Jahren. (Foto: privat)
Vor über 60 Jahren löste Brandenburg an der Havel sein Wohnungsproblem mit dem Bau eines neuen Stadtteils: Nord entstand. Ein Rückblick in Bildern. Die Fohrder Straße und alle neuen Straßen in diesem Wohngebiet bekamen 1962 die Namen von Männern, die staatsoffiziell als Widerstandskämpfer gegen die Nazis anerkannt waren. Nach dem Ende der DDR dachte man anders und ließ einen großen Teil dieser Männer wieder in der Versenkung verschwinden. Warum ausgerechnet Kurt Wabbel geblieben ist, kann heute keiner sagen. Dabei bietet dessen Biografie zwei nicht ganz unwichtige Punkte an, die eine Würdigung in Frage stellen.
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