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Asklepios-Ärzte schlagen Alarm ++Erste Geschäfte benutzen Luca-App++Vorerst keine Gelbe Tonnen für alle

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Sie sind wieder dabei beim Newsletter Ihrer Märkischen Allgemeinen am Freitag. Großartig! Dann lassen Sie uns jetzt unsere wöchtliche Übung beginnen. Machen wir uns locker: Hoch die Hände, Wochenende!
Wenn man die Chefin des Städtischen Brandenburger Klinikums Gabriele Wolter nach schmerzlichsten Niederlagen fragt, kommt sie schnell zum Punkt. Dass die große Landesklinik vom Land Brandenburg an den privaten Träger Asklepios übertragen wurde, weil man die örtlichen Bewerber nicht für kompetent genug hielt, wurmt sie noch heute. Und es wird wieder in ihr gebrodelt haben, nachdem sie in dieser Woche erfahren durfte, dass und in welchem Umfang für das riesige Asklepios-Klinikum jetzt Kurzarbeit vorgesehen ist und - was deutlich schwerer wiegt - selbst Ärzte dort vor Fehldiagnosen und unzureichender Versorgung der Patienten warnen oder wie der Chefneurologe Stephan Schreiber gleich ganz das Weite suchen. Nun sagt man ja den Privaten nach, sie könnten besser mit Geld umgehen. Dass das häufig zu Lasten der Gesundheit geht, wissen wir nicht erst seit Corona.
Was wir seit Corona wissen ist: Luca ist nicht nur ein Song von Suzanne Vega von 1987, sondern auch eine App mit dem gleichen Namen, die dabei helfen soll, Kontakte nachzuverfolgen und hinter der unter anderem auch die Rapper von den “Fantastischen Vier” stehen. Künftig könnten Gastronomen, Einzelhändler oder Konzertveranstalter ihre Besucher mit einem sogenannten QR-Code in Empfang nehmen, den diese mit der App auf ihrem Handy scannen können. Das Brandenburger Rathaus findet das gut, die ersten Geschäfte nutzen die App, ebenso das Stadtmarketing. Wenn ich mir das ganze Hin & Her bezüglich der Pandemie der Landes- und Bundespolitik anschaue, liegt es gar nicht fern, Rappern mehr zu vertrauen, als vielen Politikern. Zumal man mit Blick auf die am vorigen Wochenende plötzlich aufgehobene Präsenzpflicht für Schüler und das ganze Impf- und Testchaos schon mal wissen möchte: Gibt es eigentlich noch Politiker, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und das auch durch einen Rücktritt beweisen? Also Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sieht jedenfalls keinen Grund zum Rücktritt. Dass das die CDU-Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann anders sieht, stört dabei nicht so sehr.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre und ein bisschen erhöhten Puls. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailfach.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Georg Riethmüller, Stadtverordneter der CDU. Foto: Rüdiger Böhme
Georg Riethmüller, Stadtverordneter der CDU. Foto: Rüdiger Böhme
Homeschooling der besonderen Art will Georg Riethmüller mit Bürgermeister Michael Müller und der übrigen Bauverwaltung veranstalten. Der Technik-Chef des Klinikums ist auch CDU-Stadtverordneter und Chef des Bauausschusses. Als solcher ärgert er sich über eine unvorbereitete Verwaltung, weil diese nicht benennen kann, welche Bedingungen für das Genehmigen eines bestimmten Bauprojektes noch erfüllt werden müssen: „Ich weiß nicht, ob ich das mit euch noch üben muss, aber die Tagesordnung war bekannt und ich erwarte, dass einer einen Zettel dabei hat, auf dem steht, was noch für die Genehmigung fehlt.“ Na dann, fröhliches Nachsitzen! aw
Dirk Barnewitz. Foto: F. Bürstenbinder
Dirk Barnewitz. Foto: F. Bürstenbinder
Stadtverordnetenversammlungen gibt es auch in der Pandemie. In Havelsee hatten die Abgeordneten eine lange Tagesordnung vor sich. Dies sah unter anderem Jan van Lessen aus Tieckow mit Sorge. Wohl war ihm bei der drohenden Marathonsitzung im Saal der Pritzerber Kreuzdamm-Gaststätte nicht. Die Tagesordnung sofort einzukürzen, erwies sich als nicht praktikabel. Der rettende Antrag kam vom Fohrder Dirk Barnewitz: Sitzung nur zwei Stunden bis 21 Uhr, danach Abbruch. Das war Ansporn, um sich kurz zu fassen. Mit kleiner Überziehung ging die gesamte Versammlung schließlich komplett über die Bühne. Auf der Strecke blieb nur der nicht öffentliche Teil. bür
Jennifer Koch. Foto: Privat
Jennifer Koch. Foto: Privat
Ihre Leidenschaft für Haare, Styles und neue Frisuren zeigt Jennifer Koch auf Instagram. Dort betreibt die Brandenburgerin als Hobby die Seite „jaennyk.hair“. „Ich will zeigen, was ich kann. Denn für viele Menschen ist es schwer, die perfekte Frisur zu finden. Da biete ich gern meine Hilfe an und inspiriere sie“, sagt die 24-Jährige. Über 230 Abonnenten folgen der Friseurin schon, sie hat für das Jahr 2021 mehrere Ziele, will einen Meisterkurs besuchen und ihr Projekt im sozialen Netzwerk ausbauen. Brandenburger, die Fragen haben, können sie Jennifer Koch direkt per Instagram stellen. Sie hat sich auf Langhaartrends mit Blond und natürlichen Haarfarben spezialisiert. man
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Das ist diese Woche wichtig

Widmaiers Strategie für das Brandenburger Theater auf dem Prüfstand
Warum es nicht flächendeckend Gelbe Tonnen geben wird
Brandenburg/Havel: Warum manche Impfwillige nach Hause geschickt werden
Brandenburg/Havel: Wie eine Eiche ein Verkehrsschild verschluckte 
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Das ist im Umland los

Lebensgefahr: Kloster Lehnin muss Badestege dicht machen
Mehr als 90 Tiere: So startet der erste Streichelzoo in Wusterwitz
Heizstrahler abbestellt: Zweites Ostern ohne Hotel Markgraf in Lehnin
Weisser Ring: „Die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt ist sehr groß“
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Wohin am Wochenende?

Brandenburg/Havel: Matthias Deumlich stellt in der Kunsthalle Brennabor aus
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 29. März, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 2. April in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: Roland, Altstädtischer Markt. Aus den Einsendungen haben wir Elke Schmidt-Hölzel aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden beim Schreiben seiner MAZ-Kolumne. (Foto: privat)
Stephan Boden beim Schreiben seiner MAZ-Kolumne. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Warum ein Neuanfang manchmal das Beste ist. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Kennste den? Historische Witze aus Brandenburg an der Havel und Umgebung
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