Baustellen im Blick ++ Landrats-Wahl ++ Café Contact und die Stasi

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Zuerst die gute Nachricht: Kein Radfahrer muss sich fürchten, in diesem Winter mit seinem Rad auf der Näthewindebrücke abzuschmieren. Das ist mir vor ein paar Jahren passiert und war schmerzhaft. Wenn sich der Raureif auf das Holz legt, wird es gefährlich. Da die Näthewindebrücke aber wegen der umfangreichen Bauarbeiten gesperrt ist, kann mir das in diesem Winter nicht passieren. Womit die gute zur schlechten Nachricht wird, denn die Brücke ist kaputter als befürchtet.
Ausrutschen könnten die Stadt und der Landesstraßenbetrieb dagegen mit der Brücke am Altstädtischen Bahnhof. Weil der Neubau vielschichtiger ist als ein einfacher Ersatzbau, sind womöglich weitere Planungsschritte nötig. Das befürchten die Stadtverordneten der Grünen und Linken. Seit sie dies öffentlich kundgetan haben, laufen sie Spießruten. Was? Diese Strafe hat der alte Fritz abgeschafft? Nur weil es heute Shitstorm heißt, ist es doch das Gleiche. Mal sehen, wer letztlich auf dem Glatteis der Bauleitplanung munter vor sich hin rutscht.
Wirklich munter rutschen kann man zum Glück doch noch auf dem Parkplatz zwischen Molken- und Neustädtischem Markt. Die Landesregierung hat zwar alle Weihnachts- und ähnliche Märkte untersagt. Doch nach einigen Hin- und Herüberlegungen haben sich Gewerbeverein und Stadtverwaltung auf eine Variante verständigt, die den Titel “Brandenburger Eiszauber” trägt. Rund um die Eisbahn gibt es noch ein bisschen was. Eben besser als nüscht.
Eigentlich hätte man das vorher wissen und gleich eine abspeckte und Corona gerechtere Marktvariante planen können. Aber hättehätte liegt im Bette.
Derweil bauen die Veranstalter ihre “Chrismas Cocktail Party” gerade auf sehr dünnem Eis auf. Einer von ihnen lässt zumindest Zweifel durchblicken, ob solch ein Event gerade sinnvoll sei. Schließlich gibt es keine Anzeichen, dass die Inzidenz bis Weihnachten unter 35 fällt. In Großbritannien könnte man jetzt zu den Buchmachern gehen und darauf wetten, ob die Party im Audimax steigt oder ob sie im dünnen Eise einbricht.
Mit Blick auf das vergangene Jahr wäre ich verdammt vorsichtig. Die Krankenhäuser laufen gerade wieder voll. Vielleicht ist es klug, ausnahmsweise mal auf den Bundespräsidenten zu hören und die realen Kontakte auf das allernötigste Maß zu reduzieren.
Kommen Sie gut durch den Advent, achten Sie auf glatte Stellen und machen Sie nie den zweiten vor dem ersten Schritt. Bleiben Sie gesund.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Sandy Gerlach (Foto: Großmann)
Sandy Gerlach (Foto: Großmann)
Wusterwitz ist für Hobbyfotograf Sandy Gerlach nicht nur seine Heimat, sondern ein Hingucker. Der 50-Jährige achtet auf Details und dokumentiert Momente mit seiner Spiegelreflexkamera. Weil ihn immer mehr Bekannte auf sein Hobby ansprechen, hat Gerlach einen neuen Fotokalender gestaltet. „Das ist mein Streifzug durch das Jahr 2021. Er zeigt, wie vielfältig Wusterwitz zu verschiedenen Jahreszeiten aussieht“, sagt er. Sandy Gerlach zeigt die Kirche im Winter, den Sonnenaufgang am Zielturm und verschiedene Bilder aus der Luft. Das Interesse am Kalender ist groß, bislang gingen schon über 70 Anfragen bei ihm ein.
Christin Willnat (Foto: Großmann)
Christin Willnat (Foto: Großmann)
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist Christin Willnat wichtig. Weil sie keine Massentierhaltung unterstützen will, denkt sie um. „Ich setze auf einen veganen und zwei vegetarische Tage. Einmal pro Woche gibt es Fisch und dreimal Fleisch direkt vom Bauernhof, also regional“, sagt sie. Beim Kosten der fleischlosen Speisen stellte sie fest, dass sie veganen Käse nicht mag, aber Gemüsebouletten „ein Schmankerl“ sind. Die 35-Jährige freut sich, dass die Produktvielfalt der veganen und vegetarischen Lebensmittel steigt. Komplett auf Fleisch will sie aber nicht verzichten. „Dann würde mir schon etwas fehlen“, sagt die Brandenburgerin.
Franz-Herbert Schäfer (Foto: Bürstenbinder)
Franz-Herbert Schäfer (Foto: Bürstenbinder)
Der Haushaltsplan 2022 für Groß Kreutz (Havel) löste bei Franz Herbert Schäfer (CDU) Entzücken aus. Der Gemeinderatsvorsteher lobte die Kämmerei launig für die Anschaffung mehrerer Autos für insgesamt nur 1400 Euro. „Ein Kompliment an die Verwaltung, die so billig an Fahrzeuge gekommen ist“, schwärmte Schäfer. Natürlich sorgte Finanzchefin Katrin Steuer umgehend für Aufklärung. Tatsächlich handelt es sich um den Preis für mehrere elektrische Kinderautos, die für die Tagesbetreuung in den Schulen angeschafft werden. 
Dass Schäfer sein Ehrenamt sehr ernst nimmt, bewies er bei der jüngsten Ratssitzung: Er ging durch die Reihen und ließ sich von jedem Gemeindevertreter, dass er geimpft, genesen oder getestet ist.
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Das ist diese Woche wichtig

Baubeginn in der Kleinen Münzenstraße (Foto: Hesse)
Baubeginn in der Kleinen Münzenstraße (Foto: Hesse)
Plötzlich Sackgasse: Seit ein paar Tagen sieht man verzweifelte Autofahrer, die von der Neustädtischen Fischerstraße aus in die Kleine Münzenstraße fahren und wahrscheinlich zum Packhof oder in die Lindenstraße wollen. Das geht nun aber nicht mehr, weil der Ausbau der Kleinen Münzenstraße läuft. Über die Augustastraße kommt man zum Packhof. Man muss es nur wissen. Und dabei hilft - tuschtrommelwirbel - eine interaktive Baustellenkarte. Ein Service der städtischen Bauverwaltung? Ach iwo, Brandenburger haben sich in ihrer Freizeit dieser wichtigen Aufgabe angenommen. Mal sehen, wie das Rathaus auf diese Initiative reagiert. Vielleicht wie gewohnt, nämlich gar nicht.
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Das ist im Umland los

Wolfgang Blasig zieht sich zurück (Foto: Wachs)
Wolfgang Blasig zieht sich zurück (Foto: Wachs)
Sieht man mal von Corona ab, was so ziemlich alle Landkreise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führt, geht es in Potsdam-Mittelmark doch eher gemütlich zu. Einer der reichsten Landkreise Ostdeutschlands schippert so vor sich hin, der Kreistag ist eher leise, die Verwaltung ist es ohnehin. Doch nun kommt Bewegung in den Laden, denn Landrat Wolfgang Blasig geht im kommenden Frühjahr in den Ruhestand. Wer nun denkt, um seine Nachfolge hat ein großes Hauen und Stechen begonnen, kann sich beruhigt wieder schlafen legen. Anfangs sorgte die Kreis-SPD noch für ein bisschen mögliche Überraschung, weil zwei, vielleicht sogar drei Frauen um die Kandidatur für ihre Partei buhlten. Doch dann blieb doch alles beim Alten. Am Donnerstag war nun Meldeschluss für die Landratswahl. Eigentlich gibt es nur eine Neuigkeit.
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Wohin am Wochenende?

Julia Burmeister (Foto: Hesse)
Julia Burmeister (Foto: Hesse)
Eigentlich hätte dieses Wochenende der Wintermarkt im Slawendorf über die Bühne gehen sollen. Uneigentlich ist Corona und hat die Landesregierung alle Märkte dieser Art abgeblasen. Nun ist aber nicht das ganze kulturelle Leben auf Eis gelegt. Julia Burmeister öffnet ihr Atelier in der Luckenberger Straße 12 in Brandenburg an der Havel. Einmal abgesehen davon, dass sich ein Blick in ein Atelier immer lohnt: Die Künstlerin stellt ihren Gemälde-Verleih vor. Wer noch nach einer Geschenk-Idee sucht: Hier wäre eine, bitte sehr.
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Bilderrätsel

Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Immer in der Havelpost steckt das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 6. Dezember, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 10. Dezember in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir den Aufgang zur Brielower Straße. Aus den Einsendungen haben wir Erna Nosch aus Genthin als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Günther findet Wolfs-Geschichten richtig spannend (Foto: Boden)
Günther findet Wolfs-Geschichten richtig spannend (Foto: Boden)
Da fährt man mit der Familie in den Wald, um spazieren zu gehen. Doch vorher säuft das Auto ab, und zwar im Wald. Hilfe per Handy holen ist unmöglich, zu groß ist das Funkloch. Doch gerade als der Entschluss gefasst, einfach loszugehen, um Hilfe zu holen, passiert das Unfassbare. So hat es der Brandenburger Autor Stephan Boden in seiner Kolumne aufgeschrieben. Und die hat in dieser Woche nur ein Ziel.
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Der Blick in die Heimtgeschichte

Die Männer, mit denen das Café Contact begann (Foto: privat)
Die Männer, mit denen das Café Contact begann (Foto: privat)
Am Café Contact in Brandenburg an der Havel fahren viele vorbei, nur manche gehen hinein und lediglich wenige kennen die schwere Gründungsgeschichte. Ralf-Stephan Rabe ist mal wieder tief in die Unterlagen der Staatssicherheit eingetaucht und hat nun hervorgeholt, was dieses evangelische Jugendhaus betrifft. In seinem Beitrag hat er weitere Quellen genutzt.
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