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Der Wahlkampf hat begonnen ++ Klinikum scharf auf Neurologie ++ Als Helene Fischer zum Fischerjakobi kam

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie meine Mail geöffnet haben und wieder dabei sind bei Ihrem und unserem Freitags-MAZ-Newsletter aus dem Herzen der Stadt, der Havelpost
Ein bisschen süß ist das ja. Es sind, Stand heute, noch exakt acht Wochen und zwei Tage, bis wir uns alle wieder zum Wahllokal schleppen und unsere Repräsentanten für den Bundestag wählen dürfen. Und als würde irgendwo geschrieben stehen, dass pünktlich Ende Juli das große Trommeln beginnen müsse, kommen die Kandidaten aus unserem Wahlkreis 60 nun aus den Löchern. Nicht weniger als 13 Kandidaten listet die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung aktuell auf. Wer so alles in das Hohe Haus will.
Mit dabei ist natürlich Amtsinhaberin und Ex-OB Dietlind Tiemann. Sie weilte diese Woche schon in Rathenow (gehört auch zum tatsächlich riesigen Wahlkreis), um milde Gaben an die dortige Tafel zu verteilen. Das meint sie als Vereinsmitglied sicher ernst, aber wirklich was getraut hat sich Tiemann mit ihrem Wahlkampfauftakt jetzt nicht. Muss sie aber wahrscheinlich gar nicht, nach der Devise: den mitgebrachten Vorsprung einfach bis zum 26. September halten. Der Havelstadt macht sie übrigens heute öffentlichkeitswirksam ihre Aufwartung.
Auch die Konkurrentinnen sind nicht untätig: SPD-Kandidatin Sonja Eichwede, die Tiemann das Mandat nur zu gern wegschnappen würde, geht heute und morgen in Kloster Lehnin in die Pflege, verkauft Eis und räumt Regale ein. Unter dem Label “Praktikum” will die 33-jährige Richterin die Ärmel hochkrempeln und so richtig anpacken. Mal ehrlich: Geht’s noch einfallsloser? Der Amtsinhaberin mit solchen Aktionen (oder dem volksnahen Trommeln für sich selbst jüngst auf dem Neustädtischen Markt) das Mandat abzujagen… Nun ja, da braucht es schon einige Fantasie.
Die Linken schicken diesmal Tobias Bank aus Wustermark als Nachfolger der auf Digital-Themen abonnierten Anke Domscheit-Berg ins Rennen. Der 35-Jährige fiel in der Vergangenheit in der havelländischen Lokalpolitik durchaus durch viel Engagement auf. Das brachte ihm einen Platz im Bundesvorstand der Partei ein. Mal gucken, ob er in der Lage sein wird, seine vorhandenen PS auch in Prozente umzuwandeln. Einen ersten Eindruck seiner Ideen vermittelte Bank am Donnerstag in der Havelstadt, wo er seinen Wahlkampf ganz offiziell eröffnete.
Und wie war das 2017? Da holte Tiemann mit 31,8 Prozent der Stimmen das Direktmandat. Der inzwischen verstorbene Erardo Rautenberg kam für die SPD auf 25,1 Prozent, Anke Domscheit-Berg erreichte auf Linken-Ticket 15,1 Prozent. AfD-Mann Klaus-Dieter Riedelsdorf schaffte seinerzeit 16,1 Prozent.
Dass sich ein Blick zurück durchaus lohnen kann, beweist indes meine ganz persönliche Lieblingsgeschichte dieser Woche. Mal ehrlich, erinnern Sie sich noch, dass 2007 eine gewisse Helene Fischer auf dem - ja, wirklich - Fischerjakobi in Plaue trällerte? Was aus heutiger Sicht völlig absurd klingt, ist wirklich passiert! Unsere Reporterin Julia Kazmierczak hat sich mit Udo Geiseler und Guido Deisler unterhalten, wie das damals so war mit der Fischerin.
Ist sie das wirklich? Helene Fischer 2007 auf dem Fischerjakobi. (Foto: privat)
Ist sie das wirklich? Helene Fischer 2007 auf dem Fischerjakobi. (Foto: privat)
Herausgekommen ist eine Plauderei, an der die Plauer Protagonisten von damals sichtlich Freude hatten. Überraschend, wie unprätentiös und volksnah sich der heutige Mega-Star damals im niedlichen Plaue gab - und nach ihrem Auftritt erst mal ein standesgemäßes Fischbrötchen verlangte. Sensationell!
Haben Sie Ideen, wie die Havelpost noch besser werden kann? Sonstige Tipps oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir an philip.rissling@maz-online.de.
Ich wünsche Ihnen und mir ein schönes Wochenende!
Ihr Philip Rißling
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel und drumherum leben.
Professor oder Kandidat? Patrick Meinhardt (l.) tritt für die FDP an.
Professor oder Kandidat? Patrick Meinhardt (l.) tritt für die FDP an.
Nanu, ist das nicht der Darsteller von Professor Boerne im Münsteraner Tatort? Auf den ersten Blick könnte man es meinen, wenn der Blick auf die neuen Wahlplakate der FDP in Brandenburg an der Havel fällt. Doch es ist nicht der Schauspieler Jan Josef Liefers, der unsereinem aus Liebe zur Freiheit entgegenlacht, sondern Patrick Meinhardt, bei der Bundestagswahl 2021 Kandidat der Liberalen im Wahlkreis 60. Altersmäßig passt es auch ganz gut mit der Ähnlichkeit. Liefers ist Jahrgang 1964, Meinhardt Jahrgang 1966. Und zumindest Professor Boerne ist zuzutrauen, dass er FDP wählt.
René Kretzschmar (Foto: Die Linke)
René Kretzschmar (Foto: Die Linke)
Manche Dinge im Leben sind so wichtig, dass man sich auch mal beim politischen Gegner Hilfe holt. Auf dem Höhepunkt der Diskussion um das öffentliche Zeigen der Regebogenfahne für die LGBTQ-Bewegung (steht im Englischen für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer) bat der scheidende Beigeordnete Michael Brandt (CDU) den Linken-Vormann René Kretzschmar um Hilfe, weil er für eine Segelvereinsfahrt zwei Regenbogenflaggen für sein Boot haben wollte. Der machte kein Aufhebens und bestellt kurzerhand unter www.flaggenshop24.de das Gewünschte.
Alina Klose (Foto: Wirsing)
Alina Klose (Foto: Wirsing)
Wünschen darf sich auch Alina Klose eine neue Wohnung. Die Berlinerin wird künftig die Tourist-Information leiten und für die Gäste das erste Gesicht der Stadt sein. Noch pendelt sie täglich, doch im Herbst will sie in die Havelstadt ziehen, derzeit besichtigt sie fleißig potentielle Wohnungen.
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Das ist diese Woche wichtig

Asklepios-Konzern will Neurologie nicht abgeben
Schloss Gollwitz: Neues Gäste- und Seminarhaus ist fertig
Wie die Sankt-Annen-Promenade wieder fein gemacht wird
Mebra baut Sortieranlage für Gewerbeabfälle
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Das ist im Umland los

13 Baby-Wollschweine entdecken in Krielow die Welt – Namen gesucht
Feuer gegen Feuer: Bundeswehr übt auf Truppenübungsplatz Lehnin
Feuerwehr Potsdam-Mittelmark hilft nach Flut: "Wie im Kriegsgebiet"
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Wohin am Wochenende?

Hunderte Besucher werden wieder in Görzke erwartet. (Foto: Archiv/Lummert)
Hunderte Besucher werden wieder in Görzke erwartet. (Foto: Archiv/Lummert)
Nach langer Zeit der Abstinenz von fröhlichem Bummeln und lustigem Tummeln dürfen die Veranstalter des Görzker Töpfermarkts wieder Besucher begrüßen.
Zweimal wurde das Großereignis durch die Corona-Pandemie aus der Bahn geworfen. Und weil die Wartezeit auf das nächste Osterfest für alle Freunde der Töpferkunst einfach zu lang ist, wird jetzt einfach im Sommer zum Bummeln, Schauen, Kaufen eingeladen. Und das an einem neuen Ort.
Von 10 bis 18 Uhr am Samstag und von 10 bis 17 Uhr am Sonntag öffnet der Markt - mit reichlich Abstand und Hygienekonzept.
In diesem Jahr wird der Markt der bunten Tonwaren auf dem Schützenplatz/Sportplatz mit dem Eingang am Nonnenheider Weg zu finden sein – weil das Gelände ausreichend Platz für die 65 anreisenden Töpfereien bietet. Sie haben im trauten Heim noch Platz für hochwertigen Klimbim und Stehrümchen? Dann auf nach Görzke!
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 2. August, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 6. August in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: der Hohenzollernstein an der Magdeburger Heerstraße im Gränert. Aus den Einsendungen haben wir Ulf Meinke aus Brandenburg als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Schwurbelmann Attila Hildmann meldet sich nach seiner Flucht mal wieder zu Wort. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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