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Die Brücke ist gefallen + + Hochdotierte Verwaltungsposten + + Gastro macht wieder auf

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Hoch die Hände, Pfingst-Wochenende! Aber bevor es so weit ist, müssen wir noch einen Tag im Büro, in der Werkstatt oder der Schule über die Bühne bringen. Aber dafür haben Sie ja jetzt immer freitags den Newsletter der MAZ in Ihrem digitalen Briefkasten. Und mit dem versuchen wir jede Woche neu, Ihren Puls zu pushen. Das darf ja auch mal aus freudigen Gründen sein. 
Es war schon ein echtes Spektakel, die Sprengung der Brücke des „20. Jahrestages der DDR“ am Mittwoch. Hunderte waren am Wochenende bereits zu der Brücke gepilgert und hatten sich ein letztes Bild von ihr und den Vorbereitungen der Sprengung gemacht. Als dann das letzte Stündchen der Brücke schlug, verfolgten einige Tausend Menschen den Live-Ticker der MAZ, um dabei zu sein, wenn dieses Stück Stadtgeschichte fällt. Man durfte etwas wehmütig sein, den Koloss stürzen zu sehen. Und doch auch mit einiger Ehrfurcht staunen, wie professionell das alles von Hunderten klugen Köpfen vorbereitet und organisiert worden war. Es hatte schon fast etwas Mystisches, als nach der Sprengung – mit Wasserkanonen wurde Nieselregen erzeugt, um den Staub zu binden – ein Regenbogen über den Trümmern stand. 
Gar nicht gestrahlt haben in dieser Woche Andreas Kutsche und Klaus Hoffmann. Die Fraktionschefs von Linken und Grünen waren ein wenig missgestimmt, dass ihnen nicht verraten wurde, dass die Stadt seit Freitag drei (!) Beigeordnetenstellen in aller Stille ausgeschrieben hat. Auf der Internetseite der Stadt sind tatsächliche zwischen „Klavierlehrer für Musikschule“ und „Sachbearbeiter für Einbürgerung“ drei Beigeordnetenstellen ausgeschrieben. Die Wunschkandidaten der SPD und der Freien Wähler sind in dem Stellenprofil gut erkennbar, wenngleich das Anforderungsprofil für den neuen Kulturbeigeordneten „zum Bereich Kultur haben sie einen wahrnehmbaren Bezug“ schon etwas weit hergeholt klingt. Der von der CDU beanspruchte Sitz für einen Finanzbeigeordneten muss laut Ausschreibung jemand sein, der in der Tat Ahnung von Haushalt und Kämmerei hat. Wobei unklar ist, was die Verwaltung sucht, wenn sie schreibt: Der Kandidat verfügt über Führungserfahrung im Bereich der Finanzverwaltung „auf kommunaler oder stattlicher Ebene“. Da das alles B2-Stellen sind mit einem Grundgehalt von gut 8000 Euro monatlich, kann man das wohl als „stattlich“ bezeichnen. 
Die Entscheidung haben die Koalitionäre jetzt getroffen und müssen miteinander leben. Nun hoffen wir mal, dass es im Brandenburger Rathaus überall ähnlich rasant vorangeht wie im Bereich Stadtentwicklung und Bauen, wo ja schon im Mai die zauberhafte Brücke über den Jakobsgraben mit Tamtam und Scherenschnitt frei gegeben wurde
Sie denken, das geht alles zu langsam? Und Brandenburg ist nur noch eine Wanderbaustelle? Da sind sie vielleicht gar nicht so allein. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailpostfach. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, sie sollten mal im Newsletter Erwähnung finden, dann schreiben Sie mir einfach unter Benno.Rougk@MAZ-online.de.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Harry Grunert (Foto: privat)
Harry Grunert (Foto: privat)
Mit dem neuen über Grebs und Prützke führenden Biberwanderweg haben die beiden Kloster Lehniner Ortsteile ganz schön was angerichtet. Das Interesse der Medien war nämlich riesengroß. Ortsvorsteher Harry Grunert ​wurde im Radio befragt. Selbst das Fernsehen verirrte sich in die Feldmark rund um den Görnsee, wo der Kommunalpolitiker die Führung übernahm. Immer wieder gern räumte er dabei mit einem Sprachfehler auf, der jeden Gesprächspartner sofort als Fremden entlarvt. „Unser Dorf heißt nicht Greeebs, sondern Grebs mit kurzem Vokal“, stellt Grunert klar. Zwar gibt es bei Ziesar ein zweites Grebs im Altkreis Brandenburg, doch auch dort gilt unter Einheimischen die kurze als echte Variante.
Silke Bößenroth (Foto: Großmann)
Silke Bößenroth (Foto: Großmann)
Eine große Feier hat Silke Bößenroth ​zum 38. Geburtstag nicht geplant, doch die Kinder an der Grundschule Golzow machen sie glücklich. Mehrere Fünftklässler flitzen über den Schulhof, begrüßen sie in Corona-Zeiten mit dem Ellenbogen und singen für sie das Lied „Happy Birthday“. Die Schulleiterin ist gerührt. „Das habe ich so noch nicht erlebt. Das ist toll“, sagt sie der MAZ. Privat hat sie ihr Lieblingsgeschenk schon erhalten, einen Fliederstrauß. Für das aktuelle Schuljahr hat sie nur noch einen Wunsch. „Ich hoffe auf die Rückkehr zum Präsenzunterricht und das am besten so schnell wie möglich“, sagt sie.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Die Bilderbuchsprengung: Brücke „20. Jahrestag der DDR“ ist Geschichte
Spektakuläre Bilder: Die Sprengung der Brücke 20. Jahrestag in sechs Videos
300 000 Euro Förderung für das Bauhaus-Stadtbad
So bereiten sich Brandenburger Pfarrer auf Pfingsten vor
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 24. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 28. Mai in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: das Glockenspiel in der Hauptstraße. Aus den Einsendungen haben wir Christine Steffen aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

"Herrje" - Stephan Boden schüttelt derzeit oft den Kopf. (Foto: privat)
"Herrje" - Stephan Boden schüttelt derzeit oft den Kopf. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Regionale Unterschiede in der Sprache, Kryptowährungen - und natürlich der Fall der Brücke. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Endlich wieder Bier vom Fass!

Die Theaterklause bereitet sich auf ihre Gäste vor. (Foto: Köpsell)
Die Theaterklause bereitet sich auf ihre Gäste vor. (Foto: Köpsell)
Am Freitag ist es soweit. Brandenburger können endlich wieder ein frisch gezapftes Bier oder ein Steak im Freien genießen. Denn: Die Außengastronomie darf wieder öffnen. Die MAZ hat sich umgehört, wie sich die Gastronomen nach der langen Pause auf das Pfingstwochenende vorbereiten.
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