Profil anzeigen

Die große Umleitung ++ Runde Sache ++ Schnitzel ist tot

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
MAZ HavelpostMAZ Havelpost

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Ein Lied? Zur Einstimmung? Vom Verkehr und von den Staus können wir Brandenburger ein Lied singen:
Montag, Kinder, wird’s was geben. Montag wird sich keiner freu'n. Welch’ ein Trubel, welch’ ein Flehen, wird in unsren Straßen sein. Drei Mal werden wir noch wach. Heißa, dann ist Chaostag.
Noch gelten die Sackgassenschilder nicht, aber ab Montag. (Foto: Hesse)
Noch gelten die Sackgassenschilder nicht, aber ab Montag. (Foto: Hesse)
Montag beginnt der Straßenausbau zwischen dem Neustädtischen Markt und der Neustädtischen Fischerstraße. Wer von oben auf den Stadtplan schaut, lacht sich schlapp über das kurze Stückchen Straße und den Bohei, den die Brandenburger seit Monaten darum machen. Erklärt man dem Schlapplacher, dass der Stadt eine Ostumfahrung fehlt und der Zentrumsring seit mindestens einer Generation auf seine Schließung wartet, geht ihm ein Licht auf. Es wird furchtbar, um es freundlich auszudrücken.
Die große Hoffnung: Die Baufirma, die den Job bekommen hat, ist die gleiche, die gerade an der August-Bebel- und der Fontane-Straße werkelt. Also an jener Stelle, die ab Montag für die nächsten Monate auch den Umleitungsverkehr vom Dom aufnehmen muss. Eines verspreche ich Ihnen auf jeden Fall: Langweilig wird es ganz bestimmt nicht.
Das gilt auch für Steffen Scheller. Nachdem ihm die Stadtverordneten seine Vorlage zur Wahl von zwei weiteren Beigeordneten um die Ohren gehauen haben, holt der Bürgermeister tief Luft und wagt es erneut. Ob der Umweg über eine gescheiterte Stadtverordneten-Sitzung nun zum Ziel führt oder Scheller im nächsten Stau stecken bleibt, wird man sehen müssen. Jedenfalls ist Scheller jetzt zuversichtlich, aber das sind wir ja auch, wenn wir am kommenden Montag von Klein Kreutz aus schnell mal zum Hauptbahnhof fahren wollen.
Aber dabei nicht die Nerven verlieren und bittebittebitte auf die Schilder schauen. Auf einem Stückchen Zentrumsring zwischen der Wilhelmsdorfer Kreuzung und der Bauhofstraße gilt Tempo 30 (in Worten und Großbuchstaben DREISSIG). Das gilt so lange, bis die Schäden beseitig sind. Weil wir alle aber diese Baustelle nicht auch noch aufmachen wollen, halten wir die Gusche, treten auf die Bremse und schleichen vorbei. Wer uns jetzt auslacht und munter Gas gibt, hilft bei der Konsolidierung des klammen Landeshaushalts. Die Polizei blitzt.
Für manche ist die Staulage der richtige Zeitpunkt, über Alternativen nachzudenken. Über diesen Punkt ist Markus Milke längst hinaus. Er will kein eigenes Auto: „Im Stadtbereich kann man vieles fußläufig oder mit dem Fahrrad erledigen, das ist gar kein Problem.“ Ab und an braucht man aber doch mal eine Karre. Also sucht Milke Leute, die mit ihm ein Fahrzeug teilen. Mal sehen, ob diese Carsharing-Initiative starten kann.
Damit die gequälte Autofahrerseele auch etwas bekommt und sich mal nicht über die gefühlte Bevorteilung aller anderen Verkehrsteilnehmer grämen muss: In der Steinstraße gibt es wieder ein paar Parkplätze mehr. Die Feuerwehr und die Verkehrsbetriebe haben nämlich ein Problem gelöst.
Was auch immer Sie am Wochenende machen, tun Sie es mit Freude. Und vergessen Sie auf keinen Fall, den Wecker am Montag eine halbe Stunde eher zu stellen, falls Sie eigentlich mit dem Auto über den Dom fahren müssten. Und die Bewohner des Doms passen bitte auf, dass sie ab Montag nicht mehr vom Berufsverkehr geweckt werden.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
***
Leute Leute...

Thomas Wisch (Foto: Böhme)
Thomas Wisch (Foto: Böhme)
Superintendent Thomas Wisch hat seine zu Ende gehende Amtszeit mit einer Kanutour verglichen. In blumigen Worten beschrieb er auf der jüngsten Kreissynode die Herausforderungen der letzten zehn Jahre, in denen er so mancher Klippe ausgewichen sei. Dabei hielt er ein Paddel in die Kamera und setzte sich seinen Allwetterhut auf, der bei keiner Wasserwanderung fehlen darf. „Wir sind gut gefahren“, meinte Wisch rückblickend auf der digitalen Konferenz. Mit der Aufnahme der Kirchengemeinde Werder und seinen 3000 Mitgliedern habe der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg wieder genügend Wasser unter dem Kiel gehabt. Schon bei seiner Antrittsrede vor neuneinhalb Jahren nahm er die Zuhörer mit auf eine Kanufahrt in die Zukunft. Wisch bewirbt sich um eine neue Amtszeit, in der jedoch so mancher finanzieller Strudel lauern dürfte.
Opa Steffen Scheller (Foto: Rougk)
Opa Steffen Scheller (Foto: Rougk)
Schön, wenn man nette Kollegen hat: Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller ist jetzt Großvater. Am Wochenende hat seine Tochter aus erster Ehe einem strammen Burschen das Leben geschenkt. Charlie heißt der junge Mann, der seinen Opa jetzt zwar stolz macht, den er aber wegen der Corona-Pandemie im Krankenhaus noch gar nicht besuchen durfte. Das sprach sich natürlich fix rum unter seinen Mitarbeitern. Und so ließ sich seine Chefsekretärin Eliane Schmich einiges dafür einfallen, dass der Opa nicht vergisst, dass er jetzt Opa ist. In Schellers Büro waren mehrere Glückwunschkarten verteilt worden und sein Büroschrank wurde mit Opa-Buchstaben geschmückt. Die MAZ gratuliert allen Beteiligten herzlich. Auf die Gesundheit!
***
Das ist diese Woche wichtig

Lisa Huhn (Fotos: Lummert/privat)
Lisa Huhn (Fotos: Lummert/privat)
Es gibt Frauen, die ärgern sich - zu recht - maßlos über das bescheuerte Schönheitsideal. Alle Figuren, die nicht nach Magersucht aussehen, gelten als dick und damit als abstoßend. Es gibt Frauen, die sagen “rund? na und!” Und es gibt Lisa Huhn. Die Brandenburgerin steht zu ihrer fülligen Figur und postet unter dem Namen “die fette Sekretärin” Fotos mit tiefen Einblicken. Auf Instagram hat sie mehr Follower als die Stadt Brandenburg.
Stadt Brandenburg führt Impfstatistik des Landes an
Oberschule: Mehrheit für Neubau in der Caasmannstraße zeichnet sich ab
Bereitschaftsdienst rund um Brandenburg mit den Johannitern
Jüdische Gemeinde erhält Landesmittel für Schutzmaßnahmen
Lions unterstützen Frauenhaus
Traumjob: Arndt Jeschke leitet die Städtische Musikschule
***
Das ist im Umland los

Hängebauchschwein Schnitzel (Foto: Großmann)
Hängebauchschwein Schnitzel (Foto: Großmann)
Erst Boulette und nun Schnitzel: Mit dem Hängebauchschwein namens Schnitzel hat der Wusterwitzer Streichelzoo einen weiteren Liebling seines Publikums verloren. Vollkommen überraschend war der Tod des Tieres allerdings nicht. Schnitzel war aus einer ziemlich miserablen Haltung in den Zoo abgegeben worden. Manchmal können auch die besten Händen am Ende nicht mehr helfen. Die Zoobetreiber Doren und Stephan Thiel müssen den Verlust erst einmal verwinden.
Scheller zum B 102-Streit: Tempo 70 wäre eine Lösung
In Schmergow soll es wieder einen Zeltplatz geben
Corona-Impfungen: Nachfrage sinkt drastisch 
Leichenfund in Brielow: Kein Hinweis auf Verbrechen
Neue Serie auf Disney+: Dreharbeiten für „Sam – ein Sachse“
***
Wohin am Wochenende?

Peter Gülke (Foto: Böhme)
Peter Gülke (Foto: Böhme)
Noch mal dem Meister zuschauen? Werke von Beethoven und Mozart sind am 21. und 22. Januar im Großen Haus des Brandenburger Theaters zu erleben. Die Brandenburger Symphoniker spielen unter der Leitung von Peter Gülke. Für Samstag gibt es noch Karten.
Bridge Markland spielt im Fontane-Klub
Winterwanderung mit der Kräuter-Expertin durch das Planetal
***
Bilderrätsel

Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 24. Januar, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 28. Januar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Upstallstraße. Aus den Einsendungen haben wir Rolf Kuban aus Rathenow als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
***
Stephan Bodens Woche

Günther und Törtchen (Foto: Boden)
Günther und Törtchen (Foto: Boden)
Stephan Bodens Boot heißt Torte, also kann das Boot von Sohn Ivan nur Törtchen heißen. Es ist ein Schaukelboot, das Anja und Stephan Boden für ihren Jungen geschenkt bekamen. Da Spielzeuge nicht wachsen, Kinder aber schon, passt Ivan nicht mehr hinein. Was tun? Zwischen “Das Ding kommt auf den Müll” und “Das heben wir für unsere Enkel auf” gibt es eine Alternative. Und die beschreibt Stephan Boden - mit Pipi in den Augen - sehr schön. Viel Freude beim Lesen.
***
Der Blick in die Heimatgeschichte

Die Steinstraße um 1910 (Foto: Hesse)
Die Steinstraße um 1910 (Foto: Hesse)
Die Steinstraße ist schon immer so breit wie heute, und diese Straße gibt es schon seit über 800 Jahren. Die Archäologen haben noch viel mehr ausgegraben. Stadtarchäologe Joachim Müller fasste viele Erkenntnisse zusammen und beschreibt sehr anschaulich, wie die beiden Städte Brandenburg entstanden sind. Darin steckt manche Überraschung.
Wie das Domstift zu DDR-Zeiten gewirtschaftet hat
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.