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Die nächste Straßensperrung + + Sozis auf Abwegen + + Lebendige Blumen im Museum

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Hoch die Hände, Wochenende! Noch 36 Stunden schlechtes Wetter. Doch Samstagabend, so verspricht es der Deutsche Wetterdienst, wird alles gut. Eine Woche Sonnenschein mit Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke winken. Das ist wie Sommer. Wir müssen jetzt noch gemeinsam durch den Freitag. Das schaffen wir – ich mit meiner Redaktion, Sie mit unserem Havelpost-Newsletter der MAZ. 
In meinem digitalen Briefkasten fanden sich heute entnervte Mails, die von einer anstrengenden SVV tags zuvor berichteten. Das konnte ich mir denken, nachdem ich den großartigen Live-Ticker meines Kollegen André Wirsing verfolgt hatte, der sichtlich litt. Also unter den teils mäßigen Rednern und endlosen Redundanzen. Der aber auch ein bisschen Spaß hatte. Insbesondere an den Sozis, die ihre neuen Freunde von der CDU und den FW auflaufen ließen. Sowohl, was das Heimatmuseum und das Museums-Depot betraf, als auch bei der Einführung eines Bürgerhaushaltes stimmte die SPD mit der SVV-Mehrheit und gegen CDU und FW. Die Folge: Nun soll das Depot am Industriemuseum gebaut werden und einen Bürgerhaushalt, bei dem die Brandenburger mitbestimmen können, soll und wird es geben. In der Folge brodelte es gestern in der „Koalition der Willigen“. Die Grand Dame der CDU, Dietlind Tiemann - sichtlich genervt von den Sozis, Bein-OP und schmerzender Hüfte -, machte per SMS noch am Mittwoch aus ihrem Herz keine Mördergrube und ließ ihre Leute und ein paar Leute aus der SPD wissen, dass das ja gar nicht ginge. Ganz und gar nicht. Die Ansage sollten die Sozis verstehen. 
Dafür spricht, dass der SPD-Vorsitzende Daniel Keip, der er es ja bei der Wahl nicht in die SVV geschafft hatte und daher keinen Einfluss auf die Fraktion nehmen konnte, das jetzt ganz ähnlich sieht. Wie Tiemann. Die neuen Koalitionäre lud er gleich am Morgen ein, sich doch am kommenden Donnerstag persönlich (oder per Zoom) zu treffen um darüber zu reden, wie man derartige Lagen verhindere. Schließlich sei sowas ja nicht schön. Zur Verdeutlichung: Die SPD-Fraktion war geschlossen anderer Meinung als CDU und FW. Und SPD-Mann Hanswalter Werner, kulturbegeistert und die neue Koalition hassend, strahlte wie ein Honigkuchenpferd. 
 Apropos „kulturbegeistert“: Der bisherige künstlerische Leiter des Theaters, Frank-Martin Widmaier, hatte für die Woche angekündigt, er werde Projekte vorstellen, die jetzt, da Corona flieht, noch vor der Sommerpause das Licht der Welt erblicken. Nun ist er krank. Was das für das Haus bedeutet und den kulturellen Neustart? Keine Ahnung. Telefonische Nachfrage bei der Geschäftsführerin, gestern, Donnerstag, gegen 16.20 Uhr: 
Ich: Hier Rougk, ich würde gern Frau Flieger sprechen.
Er, (Herr S. jüngere Stimme): Augenblick. (etwas später) Was wollen Sie?
Ich: „Wissen, auf welche Projekte wir uns noch freuen dürfen, zu denen Herr Widmaier noch diese Woche Auskunft geben wollte.
Er: Dann rufen sie Herrn Widmaier an!
Ich: Er ist krank. Deswegen rufe ich die Geschäftsführung an.
Er: Ich weiß, dass er krank ist. Dann schicken sie ihm eine Mail. Manche beantwortet er trotzdem.
Ich: Obwohl er krank ist?
Er: Sie können ihn ja auch Montag anrufen. Dann ist er vielleicht wieder da. 
Ein bisschen zog es sich noch hin. Die Geschäftsführung hatte wohl kein Interesse, ihrer Auskunftspflicht nachzukommen. Ich konnte für Sie also nicht in Erfahrung bringen, was das mit fast acht Millionen Euro subventionierte Haus Ihnen vor der Sommerpause außer ein paar schönen sinfonischen Open-Air-Konzerten noch bietet. Im Internet-Gesamt-Spielplan steht auch nichts vor dem 13. August.
Wenn ihr Puls nach dem Newsletter und den vielen tollen Geschichten da ist, wo meiner nach dem Telefonat war, dann sind Sie ordentlich auf Touren gekommen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mail-Postfach. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, sie sollten mal im Newsletter Erwähnung finden, dann schreiben Sie mir einfach unter Benno.Rougk@MAZ-online.de.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel und drumherum leben.
Karsten Dierich (Foto: privat)
Karsten Dierich (Foto: privat)
Wer mal wissen will, wie unbürokratisches Handeln geht, kann sich gern bei Karsten Dierich ​erkundigen. Vor wenigen Tagen erreichte den Plauer Ortsvorsteher Udo Geiseler ​(SPD) der Hinweis einer Bürgerin, dass die Bänke am Wendseeufer zugewuchert seien. Zuständig dafür ist die Stadt. Den Stadtordnungsdienst zu aktivieren hätte größeren Aufwand bedeutet und es hätte erst nach dem Pfingstwochenende geklappt. Ganz unkompliziert sprang dafür SPD-Ortsvereinsmitglied Dierich ein. Er erledigte das Problem und sammelte bei dieser Gelegenheit gleich noch Glasscherben vom Spielplatz. In Abstimmung mit dem Ortsvorsteher wird nun eine Ordnungspatenschaft mit der Stadt für das Wendseeufer geprüft. 
Isett Hoffmann (Foto: privat)
Isett Hoffmann (Foto: privat)
Als Wusterwitzer Bürgermeisterin besucht Isett Hoffmann ​Jubilare, gratuliert ihnen zum Geburtstag und erlebt dabei immer wieder Überraschungen. „Ich wurde jetzt schon mehrfach angesprochen und gefragt, wie lange ich denn Bürgermeisterin sein möchte. Ich dachte mir: Wow, eigentlich bin ich doch für drei Jahre gewählt“, erzählte sie bei der Gemeindevertretersitzung in der Kulturscheune. Die 47-Jährige machte klar, dass sie nicht nach einem halben Jahr aufhören will und dass sie weiß, was sie bei der Aufgabe erwartet. Hilfe holt sie sich beim ehemaligen Amtsinhaber Ronald Melchert.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Nächste Vollsperrung: Bahnübergang Planebrücke ab 31. Mai dicht
Gesprengte Brücke: B 102 bleibt teilweise gesperrt
Frauen fordern Frauen im Rathaus
Mötzow: Segelflieger starten wieder 
Fast 40.000 Injektionen bislang im Stahlpalast
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 31. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 4. Juni in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: Loriots Schuhabdruck am Johanniskirchplatz. Aus den Einsendungen haben wir Heinz Nedeß aus Mönchengladbach als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Warum vor der Zeit von Merkel und Löw längst nicht alles besser war. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Ausstellung über "lebendige Blumen"

Gabriele Preibsch stellt im Stadtmuseum aus. (Foto: Köpsell)
Gabriele Preibsch stellt im Stadtmuseum aus. (Foto: Köpsell)
Seit dem 21. Mai können Besucher des Stadtmuseums die Ikebana-Ausstellung von Gabriele Preibsch bewundern. Online feierte die Schau bereits am 16. Mai Premiere. Nachdem jetzt die Museen wieder öffnen dürfen, können Besucher die außergewöhnlichen Blumenwerke auch real betrachten. Zu sehen ist die spezielle Ausstellung noch bis zum 30. Mai.
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