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Drei Haselnüsse ++ Geplatzte Wahl ++ Schöne Ostsee

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Sind Sie auch schon gespannt wie ein Flitzebogen (wieder so ein altes Wort von der roten Liste bedrohter Begriffe), linsen durch das Schlüsselloch (hat Ihre Tür überhaupt noch eins?) in die gute Stube (jetzt wird’s richtig altmodisch)? Oder kommt der Weihnachtsmann erst noch? Vielleicht stammen Sie ja aus einer Gegend, in der das Christkind die Geschenke bringt. Sei’s wie es ist, aber heute ist Heiligabend.
Wenn immer mehr Kinder immer weniger daran glauben, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt, liegt es wahrscheinlich daran, dass sich immer weniger Kinder auf den Arm nehmen lassen. Am Dienstag zum Beispiel saß ein Weihnachtsmann in einer großen Kugel vor dem Eingang zum Sankt-Annen-Center.
Kein Hohoho, sondern Pantomime. (Foto: Hesse)
Kein Hohoho, sondern Pantomime. (Foto: Hesse)
In der Blase saß ein Pierrot, gestikulierte nett mit den kleinen und großen Leuten, war einfach da, sah hübsch aus und notierte sich keine Wünsche. Aber er war da, als Weihnachtsmann. In Deetz war schon am dritten Advent das Dorf voller Weihnachtsmänner. Damsdorf folgte mit einer Weihnachtsparade eine Woche später. Hier gab es Santas in blau-weiß, den Farben des Sportvereins. Das ist bestimmt gut für das Vereinsmarketing, sägt aber weiter am traditionellen Bild.
Also: Sollte Ihr Kind/Enkelkind mit den Augen rollen, wenn Sie ihm was vom “Gleich kommt der Weihnachtsmann” erzählen, grämen Sie sich nicht. Den Rotrock mit dem Rauschebart, wie wir ihn heute kennen, hat die Werbung vor über 100 Jahren erfunden, nun macht ihn die Werbung eben wieder kaputt.
Fehlt Ihnen so kurz vor Ladenschluss um 14 Uhr immer noch eine Idee, was auf den Tisch kommt oder was Sie mit den Lieben anstellen können, finden Sie vielleicht hier Inspiration. Die MAZ hat Brandenburger gefragt, was sie an der guten Tafel speisen und womit sie die Zeit verbringen.
Verbringen bitte, fürs Zeit totschlagen ist das Fernsehprogramm da. Selbst wenn man sich die “Drei Haselnüsse” nicht oft genug sehen kann.
Sie könnten ja auch mal die heilige Familie in ihrer Krippe umplatzieren. Warum müssen sich die Könige aus dem Morgenland eigentlich immer aus Richtung Küche dem Stall von Bethlehem nähern? Von der anderen Seite führt auch ein Weg dorthin. Wäre doch langweilig, wenn die Krippe jedes Jahr gleich aussieht. Oder ist es der Zauber der Weihnacht, dass mal gar nichts ändert? Für Siegfried Thomas Wisch, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, ist es jedes Jahr etwas Besonderes, die Krippe in seiner Wohnung in Lehnin auszubauen. Richtig gelesen: nicht aufzubauen, sondern auszubauen. Schauen Sie sich diesen Sechs-Meter-Oschi mal an.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein schönes Fest, was Gutes auf dem Tisch - ob Kartoffelsalat, Gans oder vegan, ist mir völlig Wurst. Erzählen Sie sich schöne Geschichten, schauen sich hübsche Bilder an oder denken sich neue Witze aus. Sie machen das schon.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
Zwei habe ich noch, um etwaigen Querelen vorzubeugen: Am ersten und zweiten Feiertag müssen Sie nicht um frische Brötchen bangen. Es gibt welche, zumindest in Brandenburg an der Havel, und zwar bei diesen Bäckern.
Nummer 2: Bevor Sie sich am Samstag oder Sonntag auf den Keks gehen, gehen Sie lieber aufs Eis. Am Donnerstag kam die erlösende Nachricht, dass der Eiszauber zwischen Neustädtischem und Molkenmarkt in die Verlängerung geht.
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Leute Leute...

Markus Pagez Suarez (Foto: Bürstenbinder)
Markus Pagez Suarez (Foto: Bürstenbinder)
Es war der größte Sterntaler-Wunsch von Markus Pagez Suarez aus Ziesar: Ein Wärmepumpentrockner. Pünktlich zum Fest wurde die Maschine von einem Media-Markt-Team ausgeliefert. Die Freude über die Arbeitserleichterung ist grenzenlos. Kein Wunder: Der arbeitslose Altenpflegehelfer zieht allein vier Kinder groß. Da kommen jede Woche in dem kleinen Neubaubad einige Wäscheberge zusammen. Die Mädchen und Jungen wurden reichlich beschenkt. Dank vieler Spender kam auch der Vater und Onkel nicht zu kurz. Kommentar von Suarez: „Ein Wäschetrockner ist ein Goldstück für jede mehrköpfige Familie.“
Dorothea Schultheiß (Foto: privat)
Dorothea Schultheiß (Foto: privat)
Ein ganz besonderes Hobby hat Dorothea Schultheiß. Schon seit vielen Jahren wohnt sie im Betreuten Wohnen des Deutschen Roten Kreuzes in der Magdeburger Straße 18. Mit viel Liebe und Engagement bastelt, strickt und gestaltet die 90-Jährige in ihrer Freizeit für den guten Zweck. Sie erstellt wunderschöne 3D- Weihnachtskarten, kleine Geschenkboxen, strickt Dreiecktücher und kleine Mützen für Neugeborene. Sie selbst sagt, es ist ihr großes Hobby und auch in ihrem Alter sind die Fingerfertigkeiten dafür noch vorhanden. Den gesamten Erlös aus dem Verkauf möchte die rüstige Rentnerin an die Paten-Kita „Wasserhüpfer“ im DRK-Kinderdorf spenden. Jüngst kamen die „Wasserhüpfer“-Kinder in die Magdeburger Straße, um den Bewohnern mit Weihnachtsliedern und selbst gebastelten Geschenken eine Freude zu bereiten.
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Das ist diese Woche wichtig

Susanne Fischer und Thomas Barz sind baff (Foto: Lauterbach)
Susanne Fischer und Thomas Barz sind baff (Foto: Lauterbach)
Na, toll. Eigentlich wollte Brandenburgs Oberbürgermeister Steffen Scheller das Thema “zwei neue Beigeordnete” in diesem Jahr klären und nicht ins neue Jahr mitschleppen. Doch am Mittwoch platzte der Versuch, Thomas Barz (CDU) wählen zu lassen. Daraufhin blies Scheller die Aktion ab und vertagte. Susanne Fischer (SPD) ging also erst gar nicht ins Rennen. Wer Scheller jetzt rät, er könnte Silvester mit Böllern und Raketen versuchen, die Geister des alten Jahres beim Übertritt ins neue zu hindern, macht sich strafbar. Böllern ist Silvester nämlich verboten.
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Das ist im Umland los

So klingt die Ostsee (Foto: privat).
So klingt die Ostsee (Foto: privat).
Ostsee ist immer schön. Man mietet sich irgendwo ein, lässt den lieben Gott einen guten Mann sein und sich vom gemütlichen Wellengang herrlich einlullen. Bei den Jugendlichen, Frauen und Männern des Musikvereins Ziesar ist der Ostsee-Genuss mit viel Schweiß verbunden. Seit vielen Jahren unterhalten sie die Ferienhäuser der Stadt Ziesar in Sellin auf Rügen. Dafür hat ihnen die Stadt jetzt nicht nur mit einem netten Handschlag (tschuldigung, coronabedingt Fistbump natürlich) gedankt.
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Bilderrätsel

Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Immer in der Havelpost steckt das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 27. Dezember, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 31. Dezember in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Sieberstraße. Aus den Einsendungen haben wir Udo Schmidt aus Magdeburg als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Augen links: Günther hat was entdeckt. (Foto: Boden)
Augen links: Günther hat was entdeckt. (Foto: Boden)
Facebooker kennen das: Ständig ploppen Erinnerungen auf, eigene Bilder und Beiträge aus jüngerer Vergangenheit. Unseren Kolumnisten Stephan Boden ereilte dies in dieser Woche in Gestalt seiner ersten Brandenburg-an-der-Havel-Fotos. Vor drei Jahren verknallten sich Anja aus Berlin und Stephan aus Hamburg in die etwas kleinere Stadt. Aber lassen Sie sich das von Stephan Boden selbst erzählen. Sein besonderes Schweigegelübde bricht er nicht.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Im hohen Bogen über den Pumpergraben. (Foto: Hesse)
Im hohen Bogen über den Pumpergraben. (Foto: Hesse)
Die gute alte Bauchschmerzenbrücke wird am 8. Januar 2022 stolze 100 Jahre alt. Eigentlich hätte die Stadt sie in diesem Jahr herausputzen wollen. Aber die Sperrbarken auf der Mühlentorstraße und am Pfaffekai stehen ja auch noch, ohne dass die Schäden behoben worden wären. Die MAZ will das Brückenjubiläum nicht grußlos verstreichen lassen und bittet Euch alle da draußen an den Endgeräten, besondere Fotos von dieser Brücke zu schicken und Erinnerungen aufzuschreiben. Als Dankeschön verlost die Redaktion unter allen Mitmachenden drei Bücher zur Stadtgeschichte, die in diesem Herbst erschienen sind.
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