Profil anzeigen

Echte Knaller ++ Maschendrahtzaun ++ Hanf statt Weizen

MAZ HavelpostMAZ Havelpost
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Wollen wir es krachen lassen? So richtig? Mit Raketen und Böllern aus dieser Woche? Nicht welche aus dem Restpostenmarkt oder Discounter, denn die gibt es ja wegen des Verkaufsverbots nicht. Den Städten und Gemeinden ist es freigestellt, ihre Kommune ganz oder teilweise zu Böllerverbotszonen zu erklären. Brandenburg an der Havel macht das nicht. Aber wen schert das schon? in der Stadt rummst es das ganze Jahr hindurch, besonders gern nachts und am Wochenende. Auch andere Kommunen lassen ihre Knaller gewähren.
Ich meine die echten Heuler. Zum Beispiel den, den uns der Typ beschert hat, der mit seiner unangenehmen Art mal wieder den Verkäuferinnen in dem Discounter in der Jacobstraße auf den Keks gegangen ist. Das war nicht die erste Mal, doch jetzt hat er es krachen lassen: Er nahm sich eine Flasche Süß-sauer-Sauce aus dem Regal - und trank sie aus.
Zum Heulen dagegen ist die Sache mit dem Weihnachtsmarkt, der nach zwei Tagen schließen musste und kurz danach als “Eiszauber” wieder öffnete. Nun könnte man sagen: besser als nüscht. Und man könnte sagen: Dette hättet ihr schon früher wissen können. Aber das verkneifen wir uns hier mal gepflegt und heulen los: Fenster auf und raus mit dem Heuler. Das hilft zwar den gebeutelten Händlern nicht, nimmt aber Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein wenig den Druck von der Brust. Kein Quatsch, ich meine es ernst.
Der Abbau des Eiszaubers am Donnerstag (Foto: Hesse)
Der Abbau des Eiszaubers am Donnerstag (Foto: Hesse)
Eine leuchtende Rakete jagt die Stadtverwaltung in den Himmel über Brandenburg. Sie lässt einen bösen Geist im Jahr (unsichtbarer, unberechenbarer Bürgerservice) und will die Abteilung runderneuert am 3. Januar starten lassen. Mal sehen, wie viele der Mitarbeitenden dem Kunden Bürger nicht nur ein wenig Zeit, sondern auch Aufmerksamkeit und ein Lächeln schenken. Für Plaue und Kirchmöser ist die Bürgerservice-Rakete indes ein Blindgänger: Die Ortsteilverwaltung am Südtor bleibt geschlossen.
Ein zauberhaftes kleines Feuerwerk leuchtet über Golzow und bestimmt darüber hinaus. Kennen Sie diese Raketen, die sich am Himmel nach und nach zu einem Blumenstrauß entfalten? Andreas Koska aus Cammer hat alte Rezepte aus Golzow, dem alten Rochowschen Räubernest, zusammengetragen und in einem Buch verewigt. Und das ist doch allemal eine Rakete wert.
Wenn sie die immer gleiche Aufzeichnung von “Dinner for One” nervt, sie aber irgendwie auch nicht darauf verzichten wollen, weil es seit Menschengedenken und länger noch als Aschenbrödels Haselnüsse dazu gehört, dann nehmen Sie doch “Sähm bressidschr es lahst Jihr – Dinner for One auf Sächsisch”. Abwechselung tut immer gut.
Lust auf ein besonderes Feuerwerk zum Selberbasteln? Wenigstens die Karnevalisten werden es kennen. Ein Vorturner sagt die Stufen an. Stufe 1: Man klatscht mit den Händen auf seine Oberschenkel. Stufe 2: Wir trampeln mit den Füßen auf den Boden. Stufe 3: Mit einem kraftvollen Hui oder Juuh springen wir auf und reißen die Hände in die Höhe. Ist laut, macht Spaß und ist absolut CO-2-neutral. Wer kleine Kinder hat, darf sich auf die Dauerschleife “noch mal” freuen.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
***
Leute Leute...

 Wolfgang Nicklaus
Wolfgang Nicklaus
Der gebürtige Lehniner Wolfgang Nicklaus hat wieder abgeräumt. Für sein Lied „Mein Leben gehört mir“ konnte der heute in Reinbek bei Hamburg lebende Musiklehrer beim 39. Deutschen Rock & Pop Preis gleich drei Preise entgegennehmen. Schon in den Vorjahren war Nicklaus, dessen Vater Werner von 1966 bis 1992 Stiftsvorsteher in Lehnin war, zahlreiche Erfolge bei dem renommierten Festival feiern. Ein Wermutstropfen bleibt: „Corona hat ja leider bis heute verhindert, dass ich meine Songs in Hamburg, Reinbek, Berlin oder Lehnin präsentieren konnte, egal, ob in voller Bandbesetzung oder als Akustik-Version am Flügel. Das wird sich hoffentlich 2022 ändern“, so Nicklaus.
Uwe Brückner
Uwe Brückner
Nicht jeden Tag gibt es Kloster Lehnins Bürgermeister als Weihnachtsmann zu sehen. Doch für den Damsdorfer Uwe Brückner war es eine Ehrensache sich im Kostüm der Weihnachtsparade in seinem Heimatdorf anzuschließen. Ein Bild sei an dieser Stelle nachgereicht. Insgesamt beschenkten die Beteiligten auf ihrem Weg 350 Kinder und 370 Senioren mit bunten Tüten. Zu verdanken ist das erfolgreiche Event dem Kultur- und Heimatverein Damsdorf und seinen Unterstützern von der Feuerwehr, dem Sportverein, Kita und Grundschule so wie vielen Sponsoren und Helfern. Schon verraten werden kann, dass für den 17. Dezember 2022 eine Neuauflage der Weihnachtsparade geplant ist.
***
Das ist diese Woche wichtig

Britta Kornmesser (Foto Steiner)
Britta Kornmesser (Foto Steiner)
Erinnern Sie sich noch an den “Maschendrahtzaun”? Den mit dem Knallerbsenstrauch? So einen Fall gibt es nun auch in Brandenburg an der Havel, und zwar mit wenigstens einer prominenten Besetzung. Die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Kornmesser ist sauer über ihren Nachbarn, der da was auf seinem Grundstück baut, das so hoch werden soll, dass es ihr die Sonne im Garten nimmt. Jetzt ist der Streit vor Gericht.
Einigkeit gegen Scheller von politisch links bis zur AfD
Smileys sollen Raser in Gollwitz und der Altstadt bändigen
Anwohnerinitiative fordert Fahrradparkplätze in der Ferdinand-Lassalle-Straße
Start-Up „Better Guards“ entwickelt innovative Gelenkschützer
Brandstifter legt nach zehn Jahren Ruhe wieder Feuer
***
Das ist im Umland los

Mittelmärkische Landwirte freuen sich auf das neue Jahr (Foto: Bürstenbinder)
Mittelmärkische Landwirte freuen sich auf das neue Jahr (Foto: Bürstenbinder)
Drogen statt Getreide. Deutschland will den Anbau von Hanf legalisieren. „Viele Bäuerinnen und Bauern stehen in den Startlöchern“, meint jedenfalls Bundesagrarminister Cem Özdemir. Was ist dran am Hype um HanfMittelmarks Landwirte schauen interessiert auf das neue Produkt.
Seelensdorf und das Domstift trauern um Robert Hinz
Chocolatier kreiert in Bad Belzig Schokoladen und Pralinen
Hausverbot? Bürgermeister soll Kontrolleurin Zugang untersagt haben
Arbeiten für Grünbrücke über A 2 beginnen
Besserverdiener zahlen Spitzenpreis für Kita-Platz
***
Wohin am Wochenende?

Konzert in der Lehniner Klosterkirche (Foto: Böhme)
Konzert in der Lehniner Klosterkirche (Foto: Böhme)
in der Lehniner Klosterkirche kann man am 31. Dezember einem schönen Silvesterkonzert lauschen. Aber Vorsicht: Es gelten die Regeln der Eindämmungsverordnung und es kann in der Kirche schnell recht frisch werden. Die Zisterzienser waren zähe Burschen und verzichteten weiland auf eine Heizung.
Brandenburg: Konzert an Silvester im Dom
***
Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
Immer in der Havelpost steckt das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 3. Januar, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 7. Januar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir das Adventhaus in der Wollenweberstraße. Aus den Einsendungen haben wir Maik Bähr aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
***
Stephan Bodens Woche

Stephan Boden (Foto: privat)
Stephan Boden (Foto: privat)
Stephan Boden legt eine Schweigegelübde ab. Nein, er bleibt nicht still und ohne Worte. Dafür erzählt der MAZ-Kolumnist viel zu gerne und wird uns mit seinem Blick auf die Dinge auch im neuen Jahr berühren. Aber er schweigt zu einem ganz bestimmten Thema. Aber lesen Sie selbst.
***
Der Blick in die Heimatgeschichte

Hansjoachim Baier (rechts) mit seinem Zwillingsbruder Klaus und Schwester Ingeborg (Foto: priva)
Hansjoachim Baier (rechts) mit seinem Zwillingsbruder Klaus und Schwester Ingeborg (Foto: priva)
Vielen Brandenburgern ist die Gaststätte “Zur Asche” noch ein Begriff. Nicht nur, weil dort einige tolle Konzerte liefen. Aber warum hieß das Lokal in Nord so? Hansjoachim Baier hat als Kind “uffe Asche” gespielt - auf der Müllkippe am Silokanal. In seinem jetzt erschienenen Buch “Kind sein in Brandenburg an der Havel” erzählt der 81-Jährige, wie er die Nachkriegszeit erlebt hat.
***
Ausblick 2022

Immer lang hin (Foto: Hesse)
Immer lang hin (Foto: Hesse)
Wenn Sie noch einen guten Vorsatz für 2022 suchen: Behalten Sie die Sachen im Blick, wechseln Sie ruhig mal die Perspektive, überraschen Sie sich selbst und lassen Sie manche Dinge an sich vorbeirauschen. Denn die hält ja eh keiner auf. Manche sogar nicht einmal die Polizei. Oder doch? Aber das ist eine andere Geschichte.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.