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Geh deinen Weg ++ Viele Baukräne ++ Bolle ruft

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und wir Sie heute, morgen oder wann auch immer ein wenig durch den Tag begleiten dürfen. Die Havelpost steckt nämlich wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und voller verschiedener Wege. Bekannte erzählten kürzlich begeistert von der Ente, die bei ihnen am Haus zehn Eier ausgebrütet hat - mitten in der Brandenburger Altstadt. Es ist erstaunlich, wo Schnatterinchen Orte für ihr Gelege beschlagnahmt. Im vorigen Jahr zum Beispiel den Hof neben der Werkstatt der Braugruppe im Bürgerhaus Bäckerstraße. Noch erstaunlicher war der Bericht eines Bekannten aus Hohenstücken, der dieses Wunder des Lebens auf seinem Balkon im dritten Stock erleben durfte. Das Obererstaunlichste ist jedoch, dass Mama Ente alle Küken heil aus dem Nest auf den Boden bekommt und zielstrebig zum Wasser watschelt. Am Freitag machte ein Post aus der Wilhelmsdorfer Vorstadt bei Facebook die Runde. Der Weg der Entenschar führte zum Jakobsgraben.
Auf dem Weg zum Jakobsgraben. (Foto:  Facebook)
Auf dem Weg zum Jakobsgraben. (Foto: Facebook)
Ab Juni stehen den Leuten keine neuen Wege offen. Aber das 9-Euro-Ticket räumt bei vielen Menschen mögliche Hürden aus der Spur. Montag begann der Verkauf. Kein Wunder, dass die Menschen auch bei der Verkaufsstelle der Verkehrsbetriebe in der Steinstraße Schlange standen. Nun liegt uns allen Deutschland zu Füßen. Oder der Havelradweg. Denn - tadaa - auch die Neuendorfer Seilfähre gehört zum Verkehrsverbund. Mit dem Supersparticket muss man auf dieser Fähre nichts zahlen. Aber Vorsicht: Wer vor lauter Begeisterung über so viel gespartes Geld auf dem Havelradweg weiter nach Norden knattert und mit der gleichen kostenlosen Selbstverständlichkeit vom Fährmann in Pritzerbe übergesetzt werden möchte, muss mit einem Dämpfer rechnen. Die Fähre gehört der Stadt Havelsee, und die ist nicht im Verbund.
Einen Weg für Radfahrerinnen und Radfahrer hat die Stadt jetzt frei gemacht. Seit Dienstag darf man auch verkehrt herum in die Hevellerstraße auf der Dominsel radeln. Der Bauhof brachte entsprechende Schilder an. Unlängst hob die Verwaltung die Einbahnstraßenregelung für den Radverkehr auch in der Bäckerstraße und in der Hochstraße auf. Wer also mit dem Auto vom Altstädtischen Markt über den Parduin zur Mühlentorstraße fährt, muss nun aufpassen: Die Radlerin und der Radler, die/der aus der Bäckerstraße hinaus kommt, was man nun ja darf, hat Vorfahrt. An der Kreuzung gilt rechts vor links.
Tief unter uns fließt das Wasser seinen Weg. So war es immer, so ist es heute - aber ist es auch morgen so? Gunter Haase, Technikchef der Stadtwerke, nickt mit dem Kopf. Wer allerdings genauer hinsieht, kommt schon ins Grübeln. Grundwasser ist nicht unendlich. Auch nicht die Reservoire in tieferen Schichten der Erde. Es führt für uns alle einfach kein Weg daran vorbei, sorgsamer mit dem kostenbaren Gut Wasser umzugehen.
Seinen ganz besonderen Weg geht, tschuldigung fährt ein junger Mann aus Wollin. Nick Schumacher schlüpft in sein knallgelbes Pikachu-Kostüm und düst mit seiner blauen Honda über die Dörfer und durch die Stadt Brandenburg. Pikachu ist eine der wichtigen Figuren von Pokémon und ein drolliges Kerlchen. Die Leute am Straßenrand und auf den Plätzen freuen sich. Und so soll es auch sein. Der Vollständigkeit halber darf ich aber die Spei-Brüder und Würg-Schwestern nicht unterschlagen, die ihr Unverständnis über diese absolut unschuldige, freundliche Aktion des jungen Wolliners in den sozialen Medien rauskübeln - und zwar bis zum Ausfall der Grammatik.
Fundstück in einem Brandenburger Supermarkt.  (Foto: privat)
Fundstück in einem Brandenburger Supermarkt. (Foto: privat)
Selbstbewusst zog in dieser Woche ein Mann seinen Weg durch die Supermarkt-Reihen. Wen er nicht mag und was er von der Kommunalverwaltung, Landesregierung, Bundesregierung, EU und den Vereinten Nationen hält, verkündet er auf seinem blauen T-Shirt: “Regiert von Dummschwätzer und Selbstdarsteller”. Wer jetzt zwei fehlende N anmerkt, landet bestimmt als Klugscheißer auch auf dem blauen Hemd.
Wohin Sie gehen, an welcher Stelle Sie abbiegen, auf welchem Stuhl Sie Platz nehmen, werden Sie sehen. Das Angebot ist groß.
Ihr/Euer Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Oder Rezepte für Speisen mit Kräutern aus dem Wald (bitte mit Fundort)? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Familie Taftay (Foto: privat)
Familie Taftay (Foto: privat)
Die Familie aus Kiew, die besondere Beziehungen nach Brandenburg an der Havel hat, hat Putins schrecklichen Krieg bisher gut überstanden. Tatiana Taftay und die beide Kinder haben es nach Deutschland geschafft, Familienvater Mischa Taftay (40) schreibt der MAZ, dass er gerade in Kiew und alles okay sei. Er sendet im Namen seiner Familie einen großen Dank nach Deutschland und drückt das so aus: „Ich habe Tränen in den Augen, wenn ich an die riesige Hilfe denke, die Liebe und die Unterstützung, die wir Ukrainer aus Ihrem Land erhalten.“ Die Familie aus der Hauptstadt kennt Brandenburg an der Havel. Vor fünf Jahren wurde die schwerkranke Tochter mehrere Wochen lang in der Reha-Klinik Hohenstücken medizinisch versorgt.
Foto aus dem nicht mehr umkämpften Asov-Stahlwerk in Mariupol.
Foto aus dem nicht mehr umkämpften Asov-Stahlwerk in Mariupol.
Mischa hat außerdem Fotos geschickt aus dem bis vor kurzem hart umkämpften Asov-Stahlwerk in Mariupol. Fotografiert vom Soldaten Kozatsky, der das Stahlwerk als Ort seines Lebens und Todes bezeichnet.
Antonio Kuttke (Foto: Großmann)
Antonio Kuttke (Foto: Großmann)
Die Freiwilligen Feuerwehren im Amt Wusterwitz haben neue Atemschutzmasken. Kamerad Antonio Kuttke testet jedes Detail. „Wir haben überprüft, wie sich die Masken und die veränderte Bedienung des Lungenautomaten anfühlen. Sie sind jetzt deutlich sicherer, weil jetzt keine schadstoffbelastete Luft mehr in die Maske eindringen kann“, sagt der 29-Jährige. Er denkt, dass die Kameraden dadurch jetzt ein besseres Gefühl bei ihren Einsätzen haben.
Tim Blankenhorn (Foto: Großmann)
Tim Blankenhorn (Foto: Großmann)
Moderator Tim Blankenhorn überraschte bei der Jugendfeier im Audimax die Gäste, weil er vor der Begrüßung der Teenager einfach mal spontan auf die Bühne sprang. „Die Atmosphäre war festlich, die Gäste in Feierlaune, da bin ich gesprungen. Es war knapp, weil die Bühne im Audimax schon etwas höher ist“, sagt der 23-Jährige. Bei den nächsten Jugendfeiern am 4. und 11. Juni will er das wiederholen.
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Das ist diese Woche wichtig

Die Mitte von oben (Foto: Schöbel)
Die Mitte von oben (Foto: Schöbel)
Wen ihn jemand frage, wie sich seine Stadt entwickelt, steige er auf den Michel und zähle die Baukräne. Das sagte einmal ein Hamburger Bürgermeister. Das könnte eigentlich auch Steffen Scheller nach einem Rundblick von der Friedenswarte oder der Katharinenkirche. Überall drehen sich die Kräne. Die nächsten Ideen für weitere Wohnbauten gibt es auch schon. Es scheint, als würde Brandenburg an der Havel morgen oder spätestens übermorgen aus den Nähten platzen. Der Schein trügt aber, wie ein Blick in die Statistik zeigt.
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Das ist im Umland los

Es geht wieder los. (Foto: Bürstenbinder)
Es geht wieder los. (Foto: Bürstenbinder)
Was verbinden Sie mit Bollmannsruh? Entweder wenig, weil Sie nur zum Kuchenholen in Päwesin daran vorbeifahren oder eine ganze Menge, weil auch Sie dort schöne Tage und Wochen verbracht haben. Dem Humanistischen Regionalverband gelingt es, den jungen Leuten eine herrliche Zeit zu bieten - mit Spiel, Spaß und lecker Essen in einem komplett umgekrempelten Café. Was keiner sieht: Die Probleme sind unterirdisch. Aber erst einmal hat man den Saisonauftakt gefeiert.
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Wohin am Wochenende?

Improtheater: Jonas Marggraf, Liselore Durousset und Melanie Scharsisch (von links) planen als Mafiosi einen Einbruch. (Foto: privat)
Improtheater: Jonas Marggraf, Liselore Durousset und Melanie Scharsisch (von links) planen als Mafiosi einen Einbruch. (Foto: privat)
Lust auf Theater? Vier Brandenburger gehören zur neuen Improtheatergruppe im Haus der Offiziere und suchen nach Mitspielern. „Beim Improvisationstheater lebe ich für zwei Stunden in einer Fantasiewelt, in der man nicht weiß, was einen erwartet. Das ist inspirierend und fördert die Kreativität“, sagt Hobbyschauspieler Daniel Wunderer. Am Samstag, 28. Mai, startet von 11 bis 17 Uhr ein Schnuppertag im HdO.
Grundschule Radewege feiert 60 Jahre
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Bilderrätsel

Wo ist das denn? (Foto: Hesse)
Wo ist das denn? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 30. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 3. Juni in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir den Neuendorfer Sand, an dem die Raumzelle steht, die einst als “Ferrum” beliebt war. Aus den Einsendungen haben wir Günter Kausmann aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Diese Ansicht der Ferienanlage findet man nicht im Prospekt. (Foto: Boden)
Diese Ansicht der Ferienanlage findet man nicht im Prospekt. (Foto: Boden)
Eigentlich sollte es solche dreisten Versuche, Urlauber zu verarschen, nicht mehr geben. Eine Baustelle ist eine Baustelle ist eine Baustelle - und kein Ferienparadies. MAZ-Kolumnist Stephan Boden wollte mit seiner Familie ein paar Tage an der Ostsee verbringen und die Hölle erlebt. Warum man ihm deshalb heute nicht mehr mit Currywurst mit Pommes kommen darf, lesen Sie hier am besten selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Günter Bauch (Foto: von Werder)
Günter Bauch (Foto: von Werder)
In der Sächsischen Landes- und Staatsbibliothek in Dresden ist Günter Bauch auf eine Perle gestoßen. Eine Annonce von 1895 blinkte ihm entgegen. Was daran so bemerkenswert ist? Offensichtlich sind in Brandenburg Fahrräder aus Bambus hergestellt worden. Die Anfänge des industriellen Fahrradbaus waren anscheinend nachhaltiger als die folgenden Jahrzehnte. Günter Bauch ist der Experte der lokalen Fahrradgeschichte schlechthin. Und hat bereits viele Perlen aus dem Ozean gefischt.
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