Gute Noten ++ Tiefe Trauer ++ Ab ins Baumhaus

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Heute sind wir mit unseren Herzen bei allen Mädchen und Jungen, die ihre Halbjahreszeugnisse erhalten. Ein weiteres halbes Jahr ist vorüber, in dem dieses verfluchte Virus den Unterricht beeinträchtigte. Wer nie stundenlang mit Maske im Unterricht sitzen musste, hatte viel Glück. Das Wort Test hat in den Schulen eine neue Qualität bekommen: Den Corona-Test kann man nur bestehen oder eben nicht. Nach den Ferien gilt: Die Schülerinnen und Schüler müssen sich täglich testen. Am Domgymnasium zum Beispiel wird das bereits so gehandhabt. Und das verdient an dieser Stelle schon mal eine 1+.
Ein “Sehr gut” geht auch nach Hohenstücken. Das Café Miteinander im Bürgerhaus besteht seit drei Jahren. Auch in schweren Zeiten wie diesen sind die guten Geister für die Leute da. Dass die Essenteilnehmer (ach, wieder so ein uralter Begriff, der irgendwie typisch deutsch ist) mit der leckeren und gesunden Mahlzeit Kontakte knüpfen und pflegen können, ist und bleibt eine gute Idee. Also auf ins nächste Halbjahr.
Zurück in die Grundschule, dorthin möchten nicht wenige Brandenburger “die da inner Verwaltung” schicken, wen auch immer sie für die Verkehrsplanung verantwortlich machen.
Polizeikontrolle am Donnerstag auf dem Molkenmarkt. (Foto: Hesse)
Polizeikontrolle am Donnerstag auf dem Molkenmarkt. (Foto: Hesse)
Manche meinen, die Stadt sei eine einzige Baustelle. Nirgends gehe es voran. Und wenn man nur mal schnell vorbeihuschen möchte, was eigentlich nicht erlaubt ist, erwischt einen auch noch die Polizei. Andere ärgern sich, dass sie schon wieder den Umleitungsverkehr vor der Nase haben, als sei es vor ihrem Haus nicht schon laut genug. Und nun macht die Stadt die nächste Straße dicht. Die Neustädtische Fischerstraße (Abschnitt zwischen Mühlentorturm und Deutschem Dorf) betrifft zwar relativ wenige Kraftfahrer. Aber was zählt, ist der Frust über die nächste vorübergehend geschlossene Straße. Denen da oben würden die da unten höchstens eine 5 verpassen.
Und wenn man dann mal auf Probetour geht, wirklich von früh bis über den Mittag hinaus durch die ganze Stadt orgelt, alle neuralgischen Stellen abklappert und sich darüber wundert, nur an der Planebrücke im Stau zu stehen, dann kann da etwas nicht stimmen. Aber was soll man machen? Die Probetour mit dem Roskower Dienstleister Thomas Schulz entsprach so gar nicht der aktuellen Gefühlslage etlicher Brandenburger. Mit ihm rollte es sich gut (naja, vielleicht 2-) durch die Stadt.
Wenigstens eine 2+ hat das Packhofgelände verdient. Monatelang standen fette Maschinen auf dem Gelände, mitten auf der schöner Promenade, und haben den Boden und das Grundwasser gereinigt. Nun liegt das Ergebnis vor. Boden und Wasser sind nun dermaßen sauber, dass das Packhofareal auf dem Altlastenkataster gestrichen werden konnte. Warum das keine 1 verdient? Weil es nur ein Halbjahreszeugnis ist und sich das Gelände noch steigern kann.
Aus Sicht der Archäologen haben zumindest die Reinigungsarbeiten eine 1+ verdient. Den nebenbei sind 13 Holzpfähle aufgetaucht, die etwa 800 Jahre alt sein sollen. Der Historische Hafen bekommt nun eine ganz andere Bedeutung. Die Steganlage, zu der die Pfähle gehörten, reicht in die Slawenzeit zurück. Mal sehen, wann die Archäologen die Funde ausgewertet haben.
Wer Wert auf gute Noten legt und einen Hund besitzt, ist entweder bereits ein gutes Frauchen/Herrchen oder möchte sich schulen lassen. Hundetrainerinnen und Hundetrainer gibt es einige. Maria Steszewski allerdings unterrichtet die Wesen an beiden Enden der Leine. Denn Hunde sind ja per se keine schlechteren Menschen, sie werden nur falsch oder gar nicht erzogen.
Sollten Sie in diesem Beitrag Rechtsschreibfähler finden, behalten Sie sie einfach. Kommen Ihre Kinder, Enkel, Nichten, Neffen heute mit guten Noten nach Hause, freuen Sie sich mit ihnen. Sind die Noten voller Potenzial, nehmen Sie sie in den Arm, denken Sie an den schulschwachen Einstein und genießen Sie mit ihnen gemeinsam etwas Schönes. Eis zum Beispiel, Kuchen, was Sie so mögen - Hauptsache lecker.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Nicole Näther (Foto: Böhme)
Nicole Näther (Foto: Böhme)
Norbert Langerwisch (Freie Wähler) fiel ausnahmsweise keine Antwort auf die Frage nach einem Jahrestag ein. Seine frühere Fraktionskollegin Nicole Näther (SPD) wollte von dem erfahrenen Kommunalpolitiker am 26. Januar wissen, ob er sich erinnere, was vor genau 17 Jahren geschehen ist. Langerwisch musste passen. „An dem Tag bist du als Bürgermeister von Brandenburg an der Havel abgewählt worden“, erinnerte ihn die einstige Mitstreiterin. Dass sie sich an diesen Tag immer erinnern wird, hat allerdings einen schöneren Grund. Nicole Näther lag im Krankenhaus und brachte ihre Tochter zur Welt.
Sebastian Baumann (Foto: Großmann)
Sebastian Baumann (Foto: Großmann)
Künstler Sebastian Baumann arbeitet schon jetzt an einem neuen Kalender für das Jahr 2023. „Es ist mein Ziel, dass jeder Monat in den Jahreszeiten spürbar ist. Fünf Motive sind bereits fertig und jeden Monat entsteht ein weiteres“, sagt der 40-Jährige. Er setzt auf Geduld und verzichtet auf Zeitdruck. „Nur so entsteht das Ergebnis, dass ich erzielen möchte“, sagt der Brandenburger. Gerade bereitet er sich auf seine nächste Ausstellung im Sorat-Hotel vor. Hier zeigt er ab Mitte März um die 40 Kunstwerke. Dazu zählen Aquarelle, Streetart, Brandenburger Ansichten und Landschaften.
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Das ist diese Woche wichtig

Mario Schink paddelt davon (Foto: Hesse)
Mario Schink paddelt davon (Foto: Hesse)
Das war wieder so einer dieser Momente, an dem alle Welt nur den Kopf schüttelt und es nicht begreift. Plötzlich und vollkommen unerwartet ist der überregional bekannte Strafverteidiger und passionierte Paddler Mario Schink aus dem Leben gerissen worden. Freunde, Verwandte und Weggefährten nahmen diese furchtbare Nachricht fassungslos auf. Die Reaktionen nahmen fast kein Ende.
Das Foto, das Schink auf der Havel zeigt, ist im März 2021 entstanden. Wer da im Boot saß, wusste der Fotograf nicht. Es war einfach eine schöne Szene mit einem Paddler, der Straßenbahn und dem Ausflugsdampfer, aufgenommen von der Luckenberger Brücke aus. Eine gute Freundin des Verstorbenen erzählte, Mario Schink habe dieses Bild sehr gemocht.
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Das ist im Umland los

Alexander Koch in Trechwitz-Siedlung (Foto: Bürstenbinder)
Alexander Koch in Trechwitz-Siedlung (Foto: Bürstenbinder)
Es klingt so romantisch. Oder abenteuerlich? Oder beides? Jedenfalls haftet dem Gedanken etwas Schönes an, ein paar Tage in einer Baumhaussiedlung am Netzener See (am jenem Ende des Sees, wo man die Autobahn kaum noch hört) zu verbringen. Dieses Idyll soll dort entstehen. Alexander Koch sieht das anders. Er verbringt nebenan bereits eine schöne Zeit und möchte, dass es so bleibt. Deshalb ärgert ihn und manchen anderen Nachbarn dieses Ferienprojekt.
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Wohin am Wochenende?

Frank Wasser und Madleen Fox (Foto: Bürstenbinder)
Frank Wasser und Madleen Fox (Foto: Bürstenbinder)
Mit Klassik wollen die Betreiber des „Stalls“ ihre Gäste auf andere Gedanken bringen. Bei Familie Wasser in Päwesin zeigt die Kultur auch in schwieriger Zeit Flagge. An diesem Sonnabend geht es los. Es gibt noch ein paar Karten.
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Bilderrätsel

Wo in Brandenburg ist das? (Foto: Hesse)
Wo in Brandenburg ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 31. Januar, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 4. Februar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir den Altstädtischen Kietz. Aus den Einsendungen haben wir Ricarda Schopf aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden malt sich seine Zukunft mit dem E-Auto aus. (Grafik: Boden)
Stephan Boden malt sich seine Zukunft mit dem E-Auto aus. (Grafik: Boden)
Dass MAZ-Kolumnist Stephan Boden seinen rumänischen Verbrenner, der ja eigentlich ein Franzose ist, gegen ein E-Auto tauschen möchte, hatte er in der vorigen Woche bereits gestanden. Es scheint ihm wirklich ernst damit zu sein, denn nun macht er sich über die passende Infrastruktur Gedanken. Die aber lässt sich in der Wilhelmsdorfer Straße nicht so einfach herbeizaubern. Lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Altbürgermeister Scherf (links) 1948 in Pritzerbe (Foto: privat)
Altbürgermeister Scherf (links) 1948 in Pritzerbe (Foto: privat)
Als Otto Scherf Bürgermeister von Pritzerbe wurde, hatten die Hohenzollern mit ihrem Willi noch was zu sagen. Das war 1912. Nach dem Krieg kam die erste deutsche Demokratie, Scherf blieb erster Mann im Städtchen. Das blieb auch in der Nazis so. Erst mit dem Einmarsch der Roten Armee löste man ihn ab. Ein Blick zurück.
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