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Hexenfest ++ Boote suchen Kennzeichen ++ Kita in alter Scheune

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und voller Hexen. Am Samstag ist Walpurgisnacht, dann schwirren die kleinen und großen Hexen auf Besen zum Blocksberg, tanzen mit dem Teufel und treiben Schweinskram. Dass wir bei Blocksberg an den Brocken denken, hat uns Goethe eingebrockt. In seinem “Faust” hat er den Hexentanz auf dem höchsten Harzgipfel verortet und ihm damit zu nationaler Ehre verholfen. Dabei gibt es Dutzende von Blocksbergen in Deutschland, bei Görzke und Treuenbrietzen zum Beispiel.
Mythologisch aufgeladene Erhebungen gab es allerorten. Von Brandenburg an der Havel aus betrachtet, könnten die nächsten Hexentanzplätze der Marienberg sein, der Hasselberg bei Butzow oder vielleicht der Galgenberg am südlichen Stadtrand?
Der Galgenberg bei Paterdamm - Ausschnitt aus dem Messtischblatt von 1936.
Der Galgenberg bei Paterdamm - Ausschnitt aus dem Messtischblatt von 1936.
Wessen Richtstätte die etwa 70 Meter über dem Meeresspiegel liegende Anhöhe war, ist noch nicht erforscht. Fakt ist, dass dort gegen Kriegsende ein britischer Bomber abstürzte und dass das Areal supergut an das Straßennetz angeschlossen ist. So gut, dass es die Stadt als Industriegebiet erschließen will. Die berechtigte Hoffnung besteht, dass sich dort der nächste internationale Konzern ansiedelt, der scharf auf den Großraum Berlin ist. Oberbürgermeister Steffen Scheller hat jedenfalls aus Potsdam die frohe Botschaft vernommen: Es müsse schon mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Fläche nicht vermarkten lasse.
Der Teufel wütet derzeit am nördlichen Stadtrand. In Hohenstücken brennt es immer wieder. Mal ist es die Heide nördlich der Gertraudenstraße, dann der alte Club am Turm. Zum Glück konnte die Feuerwehr immer Schlimmeres verhindern. Aber wer weiß schon, wo der Feuerteufel als nächstes zuschlägt.
Nur Spaß treiben die kleinen Hexen, Teufel und Zauberer am Samstag bei den Festen. In Plaue geht es hoch her, im Slawendorf wahrscheinlich noch höher. In den vergangenen beiden Jahren galten die Abstandsregeln und durften solche Feste nicht sein. Zwar liegt die Inzidenz aktuell bei über 440, aber die Zahlen sinken. Mögen sich die Kinder ungebremst freuen dürfen.
Und auch darüber: Ab Montag müssen sie sich in der Schule nicht mehr auf eine Corona-Infektion testen. Rundherum glücklich sind die Schulleiterinnen und Schulleiter allerdings nicht. Nachdem in fast allen Schulen die Masken bereits gefallen sind, wird die Test-Pflicht Geschichte. Aber weiß, wie lange das geht. Weghexen kann man das Virus ja leider nicht.
Bleiben Sie also vorsichtig und lassen Sie sich nicht mit Nudeln behängen, weil Sie beim Bäcker oder im Supermarkt weiterhin eine Maske tragen. Sie sind auch kein Alien, auch wenn man sich als alleiniger Maskenträger im Drogeriemarkt manchmal so vorkommt. Wünschen Sie die Unvorsichtigen doch einfach mal zum Teufel. Vielleicht holt er sie sich ja auch. Und vergessen Sie bitte die Spende für die Ukraine-Hilfe nicht.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Oder schöne Fotos aus Egalwoher? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Sprachlehrerin Katrin Weituschat. (Foto: Großmann)
Sprachlehrerin Katrin Weituschat. (Foto: Großmann)
13 Kinder aus der Ukraine lernen ab sofort in der Wusterwitzer Grundschule und für Sprachlehrerin Katrin Weituschat bedeuten die neuen Gäste eine Herausforderung. Sie hat seit 15 Jahren kein Russisch gesprochen und ist jetzt fast spontan eine Übersetzerin und Vermittlerin für die neuen Schüler. Sie hilft, wenn Kinder wie Vladislav, Polina und Opstap Fragen zum Leben in Wusterwitz haben oder nicht wissen, in welchen Unterrichtsraum sie müssen. „Das wird eine spannende Herausforderung. Die Kinder können aber schon sehr gut Englisch, deshalb werden wir uns irgendwie verstehen“, sagt die Pädagogin.
Carmen Pinkos (Foto: Großmann)
Carmen Pinkos (Foto: Großmann)
Schiffe faszinieren Carmen Pinkos seit ihrer Kindheit. Die Brandenburgerin engagiert sich jetzt beim Verein Historischer Hafen Brandenburg und erklärt Gästen als neue Bootsfrau die Route. Auf jeder Fahrt hat sie das Plüschtier und Maskottchen Krabbi dabei. Ihr Lieblingsschiff ist der 121 Jahre alte Fischtransporter Lina Marie, auf dem sie jedes Mal Details entdeckt. „Ich erkunde gern alles, was einen Motor hat. Die Technik von damals ist einfach etwas Besonderes und wie eine Reise durch die Zeit. Es hat gefunkt und die Leidenschaft ist geblieben“, sagt Pinkos. In den nächsten Jahren würde sie gern selbst mal eines der Historischen Schiffe steuern.
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Das ist diese Woche wichtig

Motorboote am Packhofufer (Foto: Hesse)
Motorboote am Packhofufer (Foto: Hesse)
Es ist zum Heulen: Da leistet man sich ein hübsches Boot, macht es schick, lässt die Technik überholen (falls es gebraucht ist) und will dann Kurs auf die Havel, die Seen und die angeschlossenen Weltmeere nehmen - und dann darf man es nicht. Denn jedes Boot braucht ein Kennzeichen, und das stellt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt aus, theoretisch jedenfalls. Praktisch herrscht dort aber Personalnot und die Skipper warten viele Woche, manche viele Monate. Zum Glück gibt es Alternativen.
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Das ist im Umland los

Nadine Lienert (Foto: Bürstenbinder)
Nadine Lienert (Foto: Bürstenbinder)
Wie sich die Zeiten ändern: Das giebelständige Ding an der Von-Knobelsdorff-Straße in Trechwitz ist ursprünglich als Stall und Wirtschaftsgebäude gebaut worden, wie sich das für ein märkisches Bauerndorf gehört. Als es mit der Landwirtschaft so nicht mehr lief, haben die neuen Eigentümer der Immobile das Gebäude in eine Pension umgebaut. Anfangs kamen auch mal ein par Fahrradtouristen vorbei. Nun aber gibt es eine Idee, die noch besser sein soll und der man bessere Chancen zubilligt: Das Haus wird eine Kita.
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Wohin am Wochenende?

 Big Band der Musikschule Vicco von Bülow (Foto: Steiner)
Big Band der Musikschule Vicco von Bülow (Foto: Steiner)
Im frisch renovierten Haus der Begegnung in Pritzerbe beginnt die Veranstaltungssaison. An diesem Sonnabend wird die Big Band der Musikschule Vicco von Bülow erwartet.
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Raben: Kulturwochenende auf der Burg Rabenstein
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Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 2. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 6. Mai in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die frühere Commerzbank in der Hauptstraße. Aus den Einsendungen haben wir Franz-Uwe Müller aus Groß Kreutz als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden (Foto: privat)
Stephan Boden (Foto: privat)
Wie war das doch gleich mit der Verkehrswende? Weg vom Individual- und hin zum Öffentlichen Personennahverkehr? Unser Kolumnist Stephan Boden hat es wirklich versucht und ist an Stellen gescheitert, die uns allen irgendwie verdammt bekannt vorkommen. Der rätselhafte Fahrkartenautomat ist dabei nur eine dieser Hürden gewesen. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Ein ziemlich seltener Blick auf die Neustadt. (Foto: privat)
Ein ziemlich seltener Blick auf die Neustadt. (Foto: privat)
Nichts geht über historische Bilder, die man nicht gleich auf den ersten Blick erkennt. Da hinten schaut der Steintorturm aus dem Häusermeer heraus, dahinter die Gründerzeit-Bebauung zwischen dem Stadtkanal und der Großen Gartenstraße. Um 1900 dürfte das Bild entstanden sein, aufgenommen vom Turm der Katharinenkirche. Solche Schätze entdeckt man nur in alten Fotoalben.
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