Profil anzeigen

Impfung für Stadtverordnete + + Die letzten Tage einer Brücke + + Landesmuseum wieder offen

MAZ HavelpostMAZ Havelpost
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Hoch die Hände, Wochenende! Und zwar nach einer kurzen Woche, auch wenn wir uns alle doch wohl den Vatertag irgendwie anders vorgestellt haben. So mit Sonnenschein, Freunden, gaaanz vielen Freunden…
Und was haben wir stattdessen: Corona. Aber dafür haben Sie jetzt immer freitags den Newsletter der MAZ. Und da müsste es doch schon mit dem Teufel zugehen, wenn uns da nichts einfiele, was Ihren Puls ein bisschen pusht. 
Ich weiß nicht, ob sie es verfolgt haben: Die Havelstädter CDU hat sich getroffen. Die sind auch nicht mehr viele, also unter 200. Einige davon haben sich dann aber doch digital getroffen und sich von der großen Vorsitzenden Dietlind Tiemann auf den Bundestagswahlkampf einschwören lassen. Ganz einfach ist es jetzt nicht, immer zu wissen, auf welches Pferd Tiemann - die selbstredend wieder für den Bundestag kandidiert - gerade setzt. Mit Merz lag sie zweimal daneben, mit Söder einmal. Nun werden alte Laschet-Bildchen gepostet. Es ist jetzt nicht ganz klar, für welchen Kurs die frühere Oberbürgermeisterin der Stadt bundespolitisch steht.
Aber vielleicht ist es ja auch ein Aufmerksamkeit garantierendes Erfolgsrezept, wenn man überproportional häufig gegen die eigene Fraktion stimmt oder – ganz ohne, dass man etwas davon hat – sich für Firmen von außerhalb des Wahlkreises einsetzt, die irgendwas mit Masken zu tun haben. Aber geschenkt: Hier geht es um das Lokale und die Frage, warum die CDU-Kreisvorsitzende vor Monaten sagte, mit ihr werde es keinen zusätzlichen vierten Beigeordneten in der Stadtverwaltung geben - um sich dann um 180 Grad zu drehen und mit ihrer Fraktion einstimmig das Gegenteil des Gesagten zu beschließen. Solche Fragen gibt aber nicht unter CDU-Freunden. Zumindest gibt es niemanden in der CDU, der seinen Unmut darüber öffentlich werden lässt. Wo kämen wir da auch hin! Groß diskutiert wird da nicht. Ein bisschen leid können einem die Sozis tun. Die haben auch gesagt, sie wollen keine weiteren Beigeordneten - und damit gelogen. Doch ihr Umfaller sorgt für übellaunige Grüne und Linke und Palaver in der Zeitung. Nichts dergleichen hat die CDU zu beklagen, da scheint man nichts anderes zu erwarten. 
Worauf man sich auch immer verlassen kann, sind Reflexe. Man nehme einen Erlass des Landes, wonach Personen an „besonders relevanter Position“ bevorzugt geimpft werden dürfen. Oberbürgermeister, SVV- und Hauptausschusschef - Scheller, Paaschen und Holzschuher (CDU, CDU, SPD) - entschließen sich klug, beispielsweise Stadtverordneten, Ortsvorstehern und Ortsbeiräten ein Impfangebot zu machen. Und was passiert? Es wird gehetzt, hinter den Kulissen gemutmaßt, von Vorteilsnahme ist die Rede, über fehlende Kontrolle durch die Öffentlichkeit wird schwadroniert. Heilige Einfalt! Da ist doch nichts Verbotenes dran. Die Leute, die da aufgezählt sind, arbeiten freiwillig für andere. Im Ehrenamt. Manche besser, manche schlechter. Aber sie arbeiten. Also, wenn sie einmal etwas davon haben können – so wie beispielsweise Wahlhelfer auch prioritär geimpft werden – dann ist das richtig so!    
Müssen Sie nicht so sehen, aber dann passen Sie auf ihren Puls auf! Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailpostfach. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, sie sollten mal im Newsletter Erwähnung finden, dann schreiben Sie mir einfach unter Benno.Rougk@MAZ-online.de.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
***
Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Jens Beiler (Foto: Großmann)
Jens Beiler (Foto: Großmann)
Ein Herz für Kinder hat Jens Beiler​. Sieben Tage lang hat er Bilder gemalt und anschließend online versteigert. Auf diese Weise hat er 1200 Euro gesammelt, die Summe spendet Beilder dem Freibad Golzow. „Wir helfen uns gegenseitig, damit alle Kinder aus dem Hort besser schwimmen lernen. Das Geld soll auch Schwimmlehrer unterstützen, die sich engagieren“, sagt der Golzower. Die Spenden übergibt er den Betreibern des Freibads, sobald das Wetter wieder sommerlich ist. Jens Beiler hofft, dass die Saison im Freibad so unfallfrei wie möglich verläuft. 
Nadine Syring (Foto: THB)
Nadine Syring (Foto: THB)
Ein spezielles, nicht immer überall sichtbares Herz für Kinder hat Nadine Syring​, akademische Mitarbeiterin der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) und Koordinatorin eines Netzwerks, zu dem 253 Brandenburger Kitas, Horte und Grundschulen gehören. Schon seit 13 Jahren spricht Syring Geist und Sinne von Mädchen und Jungen in Kindergärten und Grundschulen der Region an und macht sie hungrig auf ein Leben als Denker und Entdecker. Die Kinder erfahren, wie spannend es sein kann, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen, den sogenannten MINT-Fächern. Zu den Pionieren der THB-Initiative gehört das Kinderhaus ‚Ein Stein‘ in Kleinmachnow, wo kleine Forscher Alltags-Phänomene beobachten und ergründen, und zwar so gründlich, dass ,Ein Stein“ die siebente Zertifizierungsstufe als „Haus der kleinen Forscher“ erreicht hat, im Land Brandenburg einmalig.
***
Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Dreiste Diebe stehlen einen Waldmops
Schrottbrücke: Das ist der Sperrkreis zur Sprengung
Vater möchte mit Spenden den letzten Wunsch seiner Tochter erfüllen
Drei Berliner Kaufleute ersteigern Einfamilienhaus-Bauland in Klein Kreutz
Badestelle am Grillendamm soll privatisiert werden
***
Bilderrätsel

Wo - und was - ist das?
Wo - und was - ist das?
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 17. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 21. Mai in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: der Neustädtische Friedhof in der Kirchhofstraße. Aus den Einsendungen haben wir Christine Landmann aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
***
Stephan Bodens Woche

Stephan Boden in seinem Büro. (Foto: privat)
Stephan Boden in seinem Büro. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Tiere sind soziale Wesen - von Menschen kann man das leider nicht immer behaupten. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
***
Mal wieder ins Museum

Eine Metallarbeit aus dem KZ-Außenlager Rathenow. (Foto: Böhme)
Eine Metallarbeit aus dem KZ-Außenlager Rathenow. (Foto: Böhme)
Seit dem vergangenen Wochenende zeigt das Archäologische Landesmuseum mehr als 300 Objekte in einer Sonderausstellung. Sie geben einen besonderen Einblick in das System der NS-Zwangslager. Es ist eine beeindruckende und bedrückende Schau, deren Besuch sich lohnt. Und da trifft es sich doch gut: Ab diesem Freitag öffnet das Landesmuseum im Paulikloster wieder seine Tore für Besucher.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.