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Kein Impfstoff++Postenschlacht im Rathaus++Valentinsgrüße im Lockdown

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie wieder dabei sind und wir Sie als Ihre Märkische Allgemeine mit diesem Newsletter ins Wochenende begleiten dürfen. Ich bin mir sicher: Auch Sie haben keinen Augenblick geglaubt, dass der Gipfel der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten zur Folge haben würde, dass sich die Corona-Krise entspannt. Aber, nun mal ehrlich: Ein klitzekleines bisschen durften wir schon hoffen, dass man uns zumindest im Ansatz erklärt, warum man sich in Moskau ohne Wartezeit im Einkaufszentrum gegen Covid-19 impfen lassen kann und hier in Brandenburg an der Havel ein Impfzentrum schließt, weil man keinen Impfstoff heranschaffen kann, obwohl ein solcher in Deutschland erfunden wurde.
Nicht gänzlich unbemerkt dürfte Ihnen geblieben sein, dass es Winter geworden ist. So richtig mit Schnee und Minusgraden. Wovon ich nichts bemerkt habe: dem Weltuntergang und dem “Flock-Down”, den uns manch Wetterfrosch und übersensibler Medien-Kollege voraussagte.
Zu etwas ganz anderem: Ein Ja muss kein Ja und ein Nein muss kein Nein sein. Hier ist nicht die Rede von einvernehmlichem Sex, sondern der Brandenburger Lokal- und Rathauspolitik. Die verspricht ihren Bürgerinnen und Bürgern immer, dass es ihnen um nichts mehr gehe als das Wohl der Brandenburger. Geht es mal um etwas, ist das eigene Fortkommen aber mindestens ebenso wichtig. So wie die CDU vor Jahren durchsetzen konnte, dass sie ihren Vize-Kreischef Jan Penkawa als Morgengabe mit ins Rathaus schickte, weil die Linken mit Wolfgang Erlebach einen Beigeordneten bekamen, verlangt die Partei jetzt einen zusätzlichen Beigeordneten dafür, dass ihr SPD und Freie Wähler eine Mehrheit in der SVV jenseits der AfD sichern dürfen. Kein Quatsch: Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Sozis für dieses Danaergeschenk auch noch bedanken.
Wenn Sie in diesen Tagen Zeit haben - und die Chancen dafür stehen im Lockdown ja nicht schlecht - sagen Sie einfach mal denen Danke, die immer für uns da sind. Den Zeitungszustellern und Briefträgern, den Müllmännern oder den Polizisten, die sich um Säuglinge kümmern, die von ihrer Mutter selbst entbunden und nicht gewollt sind.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und ein bisschen erhöhten Puls. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mail-Postfach.
Herzliche Grüße
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Ingo Lorenz (Foto: privat)
Ingo Lorenz (Foto: privat)
Ingo Lorenz ist eben ein harter Hund. Nicht nur als Karate- und Scottish-Highlands-Kämpfer, sondern auch bei seinem vor-frühlingshaften Freizeitvergnügen. Er setzte sich nur mit Shorts bekleidet bei den ersten Sonnenstrahlen auf seinen Liegestuhl in den Schnee zum Sonnenbaden. Natürlich postete er das auch gleich auf Facebook. Auf die Frage, welchen Lichtschutzfaktor bei der Sonnencreme er bevorzuge, antwortet Lorenz lakonisch: „Na vorsichtshalber 50, ist sehr intensiv diese Strahlung.“
Jürgen Führer (Foto: privat)
Jürgen Führer (Foto: privat)
Es waren harte Jahre für Jürgen Führer (71) aus Kirchmöser. Seit gefühlten Ewigkeiten gab es nichts Gefrorenes in seiner Heimat. Doch jetzt ist das Eis gebrochen. Der weit und breit engagierteste Fotograf von Eisformationen kann endlich wieder auftauen und zur Kamera greifen. Väterchen Frost hält den gelernten Triebfahrzeugelektriker nicht auf. Der Mann, der aus der Kälte kam, hat eiskalt Beute gemacht. Wir zeigen hier ein besonders schönes Exemplar:
Gefrorene Havelgewässer (Foto: Jürgen Führer)
Gefrorene Havelgewässer (Foto: Jürgen Führer)
Franz Herbert Schäfer (Foto: Bürstenbinder)
Franz Herbert Schäfer (Foto: Bürstenbinder)
Darf man sich Mitte Februar noch mit einem gesunden neuen Jahr begrüßen? Für Franz Herbert Schäfer ist das kein Problem. Der Gemeindevertretervorsteher von Groß Kreutz (Havel) wünschte den Abgeordneten zur ersten Sitzung alles Gute in 2021. „Coronabedingt haben wir uns noch nicht alle gesehen. Deshalb sind Neujahrsgrüße auch im Februar gestattet“, so Schäfer. Schon viel weiter dagegen war Bürgermeister Reth Kalsow mit einer Vorlage, die statt mit dem 9. Februar auf den 2. September datiert war. „Da kann man mal sehen, wie schnell ein Jahr vergeht“, witzelte der Bürgermeister nach einem entsprechenden Hinweis.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Restart: Brandenburger Friseure fiebern 1. März entgegen
Kein Impfstoff da: Stahlpalast bleibt ab Samstag vier Tage dicht
Traumjob Lokführer: Die Odeg sucht in Brandenburg an der Havel Personal
Neue Studie: Bekommt Kirchmöser einen Autobahnanschluss?
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Das ist diese Woche im Umland wichtig

Baugenehmigung für Radeweger Kirchturm ist da: Jetzt zählt jeder Euro
Golzow: Eltern und Kinder kritisieren Mittagessen in Kita und Grundschule
Dank Fördermitteln: Teehaus im Wiesenburger Park wird saniert
Wie Familie Schmeißel aus Potsdam-Mittelmark den Corona-Alltag wuppt
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Winter 1978/79: Wie war das damals?

Das derzeitige Wetter ruft bei vielen Menschen lebhafte Erinnerungen hervor: Im Jahrhundertwinter 1978/79 legten Schneestürme und wochenlange, bittere Kälte auch in der Havelstadt das öffentliche Leben lahm. Der Strom fiel aus, der Verkehr kam zum Erliegen. Was haben Sie damals erlebt? An welche kuriosen Begebenheiten erinnern Sie sich, liebe MAZ-Leser? Schreiben Sie uns Ihre Geschichte und Gedanken an diese Monate im Ausnahmezustand per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Die Redaktion freut sich auf Ihre Post!
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Valentinstag: Hier gibt es im Lockdown Blumen

Rote Rosen gibt es trotz Schließung der Geschäfte zu kaufen. (Foto: Preißler)
Rote Rosen gibt es trotz Schließung der Geschäfte zu kaufen. (Foto: Preißler)
Click and Collect, Auslieferung, Klopfzeichen oder Glocke läuten: Die Floristen in Brandenburg an der Havel haben ihre ganz eigenen Ideen, um Kunden am Valentinstag (ja, der ist schon wieder ran!) mit frischen Blumen zu versorgen. So muss nicht beim großen Online-Dienst geordert, sondern kann in Pandemiezeiten auch der Blumenladen um die Ecke unterstützt werden. Die langstielige rote Rose bleibt dabei der Klassiker, aber bunter Frühlingsstrauß und Pflanzkörbe machen genauso viel Freude - und sind auch noch günstiger.
MAZ-Reporterin Natalie Preißler hat sich bei den Blumenhändlern in der Stadt und dem Umland umgehört und aufgeschrieben, wie die Brandenburger dieses Jahr an florale Grüße für den Liebsten oder die Liebste kommen.
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das?
Wo - und was - ist das?
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 15. Februar, um 12 Uhr per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 18. Februar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: Das Bild zeigt die Reichstein-Villa am Jungfernsteig in Brandenburg an der Havel. Aus den Einsendungen haben wir Melanie Sams aus Berlin als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden beim Schreiben seiner Kolumne. (Foto: privat)
Stephan Boden beim Schreiben seiner Kolumne. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuelles Thema: Was die Bekämpfung der Corona-Pandemie mit einem Marathon gemein hat. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Hildegard Knef und Hans Kossatz brachten das Buch "Heimweh-Blues" heraus.
Hildegard Knef und Hans Kossatz brachten das Buch "Heimweh-Blues" heraus.
Im Februar vor 120 Jahren wurde Hans Kossatz in der Brandenburger Altstadt geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte der später kreative Schreiber und Illustrator in der Havelstadt, wo er auch eine Tochter von Fritze Bollmann traf. Später zog er aus und arbeitete für renommierte Magazine und Zeitungen in Berlin. Dort gab Kossatz mit seinen Bildern und Karikaturen der Westberliner Seele ein Gesicht und verkehrte in den entsprechenden Kulturkreisen. 1976 veröffentlichte der gebürtige Brandenburger mit der großen Hildegard Knef gar ein gemeinsames Buch. Heiko Hesse hat Kossatz’ beeindruckenden Lebensweg für die MAZ-Leser recherchiert und hier nachgezeichnet.
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