Profil anzeigen

Keine weitere Veloschiene ++ Landrat Blasig ade ++ Sound for Peace

Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Partner Im RedaktionsNetzwerk Deutschland
MAZ HavelpostMAZ Havelpost

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und voller Feuer. Nach zwei Jahren Abstinenz soll es an Ostern am Wiesenweg wieder ordentlich brennen. Dieses Osterfeuer gehörte immer zu den beliebtesten weit und breit. Himmel und Menschen strömten und freuten sich an den ziemlich hohen Flammen. Zwei Jahre war dies wegen Corona nicht möglich. Das Virus grassiert zwar in einem Ausmaß, wie wir es uns vor zwei Jahren nicht in unseren schlimmsten Alpträumen hätten vorstellen können. Erinnert sich noch irgendjemand an die furchterregende Inzidenzzahl 35? Die war 2020 der Horror. Polizisten und Stadtbedienstete patroullierten durch die Straßen und scheuchten Gruppen auseinander.
Nun pfeift der Wert gerade wieder ab, so auf über 1300. Die Stadt stellt die Nachverfolgung ein und es dürfen beim Osterfeuer am Wiesenweg Menschen zu Tausenden maskenlos durch die Nacht tanzen.
Ein Flamme der Freude flackerte am Mittwoch in den Augen des Oberbürgermeisters. Wer sie nicht gesehen hat, sollte sie sich zumindest vorstellen, denn am Mittwoch bekam Steffen Scheller seine drei neuen Beigeordneten durch. Zwei Frauen und ein Mann ergänzen die Verwaltungsspitze. Scheller musste einige Überzeugungsarbeit leisten und - ganz wichtig - mit vielen Leuten reden. Im Dezember war sein Beigeordnetenprojekt ziemlich übel durchgefallen, nun stehen die meisten Stadtverordneten hinter dem Oberbürgermeister. Aber ohne zu schubsen.
Brennen vor Begeisterung, aber wirklich nur im übertragenen Sinne, können alle Mädchen und Jungen für das Hexenfest. Auch das kehrt nach zwei Jahren Corona-Pause zurück. Baba Jaga schaut vielleicht noch mal vorbei, aber ihre Zeit als erste Hexe der Stadt ist Geschichte. Eigentlich wollte Silvia Knetsch im vorigen Jahr den Hexenbesen ganz offiziell an ihre Nachfolgerin übergeben. Doch nun muss es auch so gehen. Was Walpurgia alias Victoria Kerber mit ihren Gästen anstellt, werden wir ja am 30. April im Slawendorf sehen. Und erleben.
Was erleben können auf jeden Fall die Mistfliegen, die ins Anglerheim in Kirchmöser Ost eingestiegen sind und immensen Schaden angerichtet haben. Es war nicht das erste Mal. In seiner Verzweiflung lobte der Verein jetzt ein Kopfgeld aus, in der Hoffnung, dass jemand die miesen Typen verpfeift. Denen möchten die Angler nur zu gern die Hölle heiß machen.
In so eine Hölle rollt auch weitere Unterstützung aus Brandenburg an der Havel. Die Stadt gibt ausgediente Rettungswagen und weitere Hilfsfahrzeuge in die Ukraine, wo sie noch manch guten Dienst leisten sollen.
Wem das alles zu heiß und zu hell ist, der kann die Biologin Annette Krop-Benesch nur zu gut verstehen. Auf Initiative der Villa Fohrde führte sie jetzt zahlreiche Frauen und Männer durch die nächtliche Brandenburger Innenstadt, die so gar nicht dunkel ist. Die übelst grelle Beleuchtung am Salzhofufer etwa ist wohl eher eine Mahnung: Vergesst nie den innerdeutschen Todesstreifen! Für den Menschen und die Natur angenehmes Licht leuchtet jedenfalls anders.
Wenn Sie jetzt noch nicht wissen, wofür Sie brennen sollen, scrollen Sie mal runter zu den Veranstaltungstipps. Das wird Sie entflammen. Wenn Sie zu unseren Lesern in Bayern, Thailand und sonstewo gehören, lassen Sie sich herzlich aus der alten Heimat grüßen. Für Sie, liebe Leute in der Ferne, gibt es die zauberhafte Doppelsonne vom Plauer See, am Mittwoch von der Seegartenbrücke aus fotografiert. Heiß, nicht wahr?
So schön geht über Brandenburg die Sonne auf. (Foto: Hesse)
So schön geht über Brandenburg die Sonne auf. (Foto: Hesse)
Genießen die Zeit, überlegen Sie sich, ob Sie ab Montag wirklich ohne Maske einkaufen gehen wollen und vergessen Sie Ihre Spende für die Ukraine-Hilfe bitte nicht.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Oder Sonnenbilder aus Bayern, Thailand und sonstewo? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
***
Leute Leute...

Jürgen Patzlaff (Foto: Bürstenbinder)
Jürgen Patzlaff (Foto: Bürstenbinder)
Der Pritzerber Ortschronist Jürgen Patzlaff sorgt für neuen Lesestoff. In einer 25-seitigen Broschüre beschreibt der ehemalige Kapitän der Binnenschifffahrt die Geschichte des Ziegeleiwesens in und um Pritzerbe. Das A-4-Format bietet ausreichend Platz für Fotos und Lagepläne ehemaliger Produktionsstandorte. Viel zu sehen gibt es von den ehemaligen Ziegeleien heute nicht mehr. „Deshalb ist es mir wichtig, die Erinnerung an diesen Gewerbezweig wachzuhalten“, so Patzlaff, der auch Autor einer Broschüre zur Pritzerber Schifffahrtsgeschichte ist. Zu kaufen gibt es das Ziegelei-Heft unter anderem in der Kreuzdamm-Gaststätte bei Klaus Meyer.
Oliver Windeck (Foto: Großmann)
Oliver Windeck (Foto: Großmann)
Die Firma Metallbau Windeck kann sich über lukrative Aufträge freuen. Die Rietzer sind am Neubau des Tacheles-Gebäudes in Berlin beteiligt, bauen einen neuen Eingangs- und Schaufensterbereich für das KaDeWe, arbeiten für Zalando und Lieferando und an der Hyperschale in Magdeburg. Dennoch sind die Zukunftsaussichten für Firmen-Chef Oliver Windeck nicht ungetrübt. Grund sind Unterbrechungen der Lieferketten. „Wir haben Materialprobleme. Vorprodukte, die wir im September bestellt haben, wurden erst im März geliefert. Deshalb arbeiten wir mit angezogener Handbremse“, so Windeck. Er sieht einen einzigen Trost. Seine Leute können Überstunden abbummeln.
***
Das ist diese Woche wichtig

Einbau der Veloschiene in der Großen Gartenstraße (Foto: Wirsing)
Einbau der Veloschiene in der Großen Gartenstraße (Foto: Wirsing)
Es ist doch zum Heulen: Seit Jahrzehnten sind die Straßenbahnschienen eine ernste Gefahr für alle Radler. Dann begannen die Verkehrsbetriebe mit dem Einbau sogenannter Velo-Schienen, in denen man nicht so leicht stürzt. Und nun dies: Die Dinger kosten nicht nur ziemlich viel, ihre Unterhaltung schlägt dem Fass auch noch den Boden aus. Die Herausforderung bleibt also, eine passende Lösung für dieses Problem zu finden.
Brandenburger Volkshochschule mit neuer Lehrbereichsleitung
Brandenburger Stadt-SPD schlägt Alarm: Energie-Preisexplosion gefährdet Bürger und kommunale Unternehmen
Tipps vom Fahrradexperten: Auf in die neue Fahrradsaison
Brandenburg an der Havel schreibt alle Verkaufsgrundstücke öffentlich aus
Ärzte streiken zeitweise am Klinikum in Brandenburg an der Havel
***
Das ist im Umland los

Dietmar Woidke und Wolfgang Blasig (Foto: Frick)
Dietmar Woidke und Wolfgang Blasig (Foto: Frick)
Nu isser also wech: Während Sie diesen Newsletter beim Morgenkaffee lesen, frühstückt in Kleinmachnow ein gewisser Wolfgang Blasig in der Gewissheit, nicht mehr Landrat von Potsdam-Mittelmark zu sein. Ab heute hat Marko Köhler aus Brück im Landratsamt das Sagen. Mit großem Bahnhof ist Blasig am Mittwochabend in den Ruhestand verabschiedet worden. Na klar nahm auch Ministerpräsident Dietmar Woidke seinen alten Weggefährten Blasig noch einmal vor versammelter Mannschaft in die Arme. Und wie bewertet der nunmehrige Altlandrat seine Amtszeit und denkt sich seine Zukunft? Lesen Sie selbst.
20 Jahre Kloster Lehnin: Gemeinde verzichtet auf zentrale Feier
Havelsee-Bürgermeister mahnt Sparsamkeit bei Strom und Heizung an
Neuer Pächter: Essen und Trinken auf Brielows schönster Terrasse
Sanierungsfall: Planung für Strengbrücke bei Lünow kann anlaufen
***
Wohin am Wochenende?

Sie und andere sind am Samstag zu erleben. (Foto: promo)
Sie und andere sind am Samstag zu erleben. (Foto: promo)
Kultur genießen und Gutes tun: Zahlreiche Brandenburger Künstlerinnen und Künstler treten am Samstag, 2. April, bei “Sound for Peace” auf, der Veranstaltung gegen Putins Krieg in der Ukraine. Damit wollen sie nicht nur ein Zeichen setzen, sondern ihre Besucherinnen und Besucher zum Spenden motivieren. Zum Beispiel stellt die aus der Stadt stammende Malerin Anni Heuchel ein Werk zur Versteigerung bereit. Alle Erlöse gehen für weitere Ukraine-Hilfstransporte an das Städtische Klinikum Brandenburg. Das ganze Programm des Abends finden Sie hier.
Flashmob: Ode an die Freude soll in Brandenburg an der Havel erklingen
Musikverein spielt auf der Burg Ziesar für den guten Zweck
Tangoklänge auf der Niemegker Orgel
***
Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 4. April, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 8. April in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Bücherzelle in der Warschauer Straße. Aus den Einsendungen haben wir Christiane Günther aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
***
Stephan Bodens Woche

Da fehlt doch was. (Foto: Boden)
Da fehlt doch was. (Foto: Boden)
Warum können Androiden nie Menschen werden? Oder Vulkanier? Weil sie logisch denken, weil sie durch und durch von Vernunft geleitet werden. Menschen lassen sich von Emotionen bewegen, machen sich schnell ins Hemd und stellen verrückte Sachen an, die bei Lichte betrachtet keinen rechten Sinn ergeben. Zum Beispiel 70 Liter Sonnenblumenöl zu horten. Der MAZ-Kolumnist Stephan Boden stand in einem Brandenburger Supermarkt vor leeren Regalreihen und fragte sich, warum die nächste Evolutionsstufe für manche homo sapiens der Hamster ist. Aber lesen Sie selbst.
***
Der Blick in die Heimatgeschichte

Museumsleiterin Anja Grothe mit der Petrissamünze. (Foto: Hesse)
Museumsleiterin Anja Grothe mit der Petrissamünze. (Foto: Hesse)
Höchste Zeit, die Damen hervorzuholen. In der Stadtgeschichte stecken viele Namen bedeutender Frauen, die heute kein Aas mehr kennt. Warum? Weil die Geschichtsbücher von Männern geschrieben worden sind, die ihre Sicht auf den Lauf der Dinge und dabei fast nur das Tun von Männern für berichtenswert erachtet hatten. Dabei muss man gar nicht so tief graben, um Leistungen von Frauen zu entdecken. Das haben das Stadtmuseum, der Historische Verein und das Stadtarchiv getan. Ziel: Noch namenlose Wege und Plätze sollen wichtigen Frauen gewidmet werden. Den Anfang macht Petrissa. Von ihrem Platz aus schauen wir alle bald auf ihren Handlungsort.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.