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Krumme Radwege ++ Tanztee am Molkenmarkt ++ Ilse Promnitz geht

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren Freitags-MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Das Wochenende steht bevor und ich will mit dem Rad los. Angesichts zahlreicher schöner Strecken fällt die Wahl schwer. Um die Seen herum mit dem Plauer Schloss als Wendemarke? Oder um den Beetzsee mit dem feinen Kuchen in Päwesin als Ziel? Auf dem Havelradweg wenigstens bis Werder wäre auch eine Option, zumal man bei Gollwitz gut auf einer Bank pausieren kann, die für einige Aufregung gesorgt hat.
Entscheidend ist nur, dass es hinaus geht aus der Innenstadt, weit weg vom krummen Pflaster und gefährlichen Ecken. Eigentlich ist Brandenburg an der Havel ideal für gemütliche Radfahrerinnen und Radfahrer: Es gibt keine Berge. Na ja, um den Marienberg führen viele Wege herum. Eigentlich hat Brandenburg eine große Fahrradtradition, blickt man mal in die Geschichte, in der einiges über Deutschlands größten Fahrradhersteller erzählt wird: Brennabor.
Tatsächlich aber übertönen die Autofahrerinnen und Autofahrer mit ihren Hupen und Hörnern immer noch jede Klingel - auch politisch. Die Lobby für den Kraftverkehr ist in der Stadtverordnetenversammlung dermaßen stark, dass der dringend nötige Ausbau von Radwegen nur mühsam vorankommt. Kein Wunder also, dass die durchradelnde “Tour de Verkehrswende” der Stadt in dieser Woche miese Noten in Sachen Fahrradpolitik gab.
Dabei hätten nicht nur Radlerinnen und Radler eine Freude am Abbau von Barrieren und krummen Wegen. Wer mit einem Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, ist dankbar für jeden glatten Meter. Ein barrierefreies Brandenburg an der Havel wäre ein tolles Thema für einen Masterplan.
Erst einmal freue ich mich darüber, dass bald ein wichtiges Stück um den Beetzsee geschlossen wird, der Radweg zwischen Klein Kreutz und Saaringen. Wie oft musste ich durch den sandigen Feldweg hinter Klein Kreutz mein Rad schieben.
Dieser schöne Gedanke trägt mich auf dem Rad. Also, rauf aufs Rad und den ausklingenden Sommer genießen. Viel Vergnügen.
Ihr Heiko Hesse
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie auf, weil sie von den Menschen handeln, die in und um Brandenburg an der Havel leben.
Christian Heise vor seinem Geschäft. Foto: Hesse
Christian Heise vor seinem Geschäft. Foto: Hesse
Ein Mega-Event bringt Christian Heise in einer Woche in die Stadt Brandenburg: Bei den “Euro Freestyle Championships 2021” treten rund 60 Skaterinnen und Skater aus ganz Europa im Industriemuseum gegeneinander an. Am Mittwoch postete Heise bei Facebook, wie unglaublich mühselig es sei, Unterstützung über die zuständigen Hotlines bei der Bundes- und der Landesregierung zu bekommen. Schließlich herrschen wegen der Corona-Pandemie bestimmte Einreise-Regelungen.
Zum Glück klappt es wenigstens zu Hause: Ein großes Lob an die Stadtverwaltung, schreibt Heise bei Facebook.
Oliver Notzke vor der Pernitzer Kirche. Foto: von Imhoff
Oliver Notzke vor der Pernitzer Kirche. Foto: von Imhoff
Über ein Saatgutpaket und 250 Euro Startgeld vom Förderkreis Alte Kirchen kann sich Oliver Notzke freuen. Stellvertretend für die Kirchengemeinde Golzow-Planebruch konnte der Pfarrer diesen Preis im Rahmen des Wettbewerbs „Blühende Dorfkirchen“ entgegennehmen. Die Anerkennung war der Lohn für mehr Artenschutz in Pfarrgärten und auf Kirchhöfen seines Verantwortungsbereichs. Allerdings bedeutet der Preis neue Herausforderungen. In zwei Jahren macht die Jury erneut ihre Runden im Land und vergibt noch einmal drei Preise. 
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Das ist diese Woche wichtig

Blick in das Café Oske um 1900. Repro: Sammlung Hesse
Blick in das Café Oske um 1900. Repro: Sammlung Hesse
Lust auf Schwofen? Auf einen Tanztee sogar? Wenn die Pläne von Sven Rohde, Chef der Jedermann-Gruppe aufgehen, ist das in naher Zukunft am Molkenmarkt möglich. Die Gruppe will den Ausbau der letzten Ruinen am Molkenmarkt übernehmen und dort Wohnungen für Senioren und Service-Einrichtungen schaffen. Das Café, einst von der Familie Oske betrieben, später von der HO als Gaststätte “Zum Roland”, soll auferstehen. Dann bittet Sven Rohde zum Tanz.
Ilse Promnitz, Daniel Bandosz, Dirk Promnitz und Tobias König. Foto: Schulze
Ilse Promnitz, Daniel Bandosz, Dirk Promnitz und Tobias König. Foto: Schulze
Die Nachfolger sind längst da, nun hat Ilse Promnitz ihre Geschäfte komplett abgeben: Daniel Bandosz, Dirk Promnitz und Tobias König führen fortan das Therapiezentrum, das munter weiter wächst. Was vor 30 Jahren klein und fein an der Gördenallee begann, ist ein stattliches Unternehmen mit zahlreichen Standorten in und um Brandenburg an der Havel geworden. In den Niederlassungen brummt der Laden - allerdings am Freitag, 3.September, nicht: Dann holen die alten und neuen InhaberInnen alle MitarbeiterInnen für das Betriebsfest zum 30-jährigen Bestehen zusammen. Herzlichen Glückwunsch.
Seerosen in der Näthewinde.  Foto: Hesse
Seerosen in der Näthewinde. Foto: Hesse
Auch wenn die weiße Seerosen nicht mehr blühen und die gelben Teichrosen kaum noch hervorschauen: Die grünen Schwimmblattgesellschaften wachsen und gedeihen. Die Stadt Brandenburg warnt: Wer diese Gesellschaften überfährt oder gar beschädigt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Und das kann happig werden.
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Das ist im Umland los

Die alte Kaserne in Damsdorf. Foto: Bürstenbinder
Die alte Kaserne in Damsdorf. Foto: Bürstenbinder
Arno Zühlke hat große Pläne für einen Teil des Damsdorfer Kasernengeländes. Aus den Unterkünften, die vor einigen Jahren noch von der Bundeswehr bezogen waren, würde der Immobilienentwickler herzlich gern Wohnungen machen. Bei einem Grundstück, das nur wenige Kilometer vom Regionalexpress-Bahnhof Groß Kreutz und einen Katzensprung von der Autobahnabfahrt Lehnin entfernt liegt, könnte sich die Idee rentieren. Doch Zühlke hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Tilo Schade auf dem Gipfel des 4092 Meter hohen Berges Pollux. Foto: privat
Tilo Schade auf dem Gipfel des 4092 Meter hohen Berges Pollux. Foto: privat
Mit dem Hirseberg in Lehnin oder dem Brandenburger Marienberg braucht man Tilo Schade nicht zu kommen. Der Lehniner besteigt über 4000 Meter hohe Berge. Seine Reisen führen ihn von Bolivien bis in die Schweizer Alpen, auch wenn bei seinem Hobby jeder Schritt der letzte sein könnte. Der MAZ hat er von seinen abenteuerlichen Touren erzählt.
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Wohin am Wochenende?

Die Fläming- und die Erntekönigin laden ein. Foto: privat
Die Fläming- und die Erntekönigin laden ein. Foto: privat
Auf zum Flämingmarkt nach Cammer: Am Wochenende ist buntes Treiben im Gutspark Cammer zu erwarten. Mehr als 50 Händler sind dabei. Ein schönes Bühnenprogramm gibt es auch. Königinnen geben sich die Ehre. Der Bus pendelt stündlich zwischen Brück und Golzow.
Die Brandenburger Symphoniker. Foto: promo
Die Brandenburger Symphoniker. Foto: promo
Das Brandenburger Theater eröffnet die neue Spielzeit für die Saison 2021/2022 mit einem vielseitigen Programm. Los geht es mit einem Familienkonzert zur Spielzeiteröffnung am Sonntag, 5. September, um 11 und 14 Uhr.
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Bilderrätsel

In welcher Straße ist dieses Foto aufgenommen worden? (Foto: Hesse)
In welcher Straße ist dieses Foto aufgenommen worden? (Foto: Hesse)
Mit der neuen Havelpost gibt es auch ein neues MAZ-Fotorätsel. Jede Woche erscheint an dieser Stelle das Bild von einem Ort oder einem Gebäude in Brandenburg an der Havel. Sie, liebe/r LeserIn, raten oder wissen, wo genau es ist.
Wer es weiß und die Chance auf einen Preis haben möchte, schreibt die Lösung per Mail an die Lokalredaktion unter brandenburg-stadt@maz-online.de. Einsendeschluss ist am kommenden Montag, 6. September 2021, 12 Uhr. Gewinnen kann man eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg. Wer gewonnen hat, steht in der nächsten Havelpost, die am 10. September erscheint. Viel Erfolg.
In der vorigen Havelpost-Ausgabe suchten wir den Eingang zur Turnhalle am Alfred-Messel-Platz. Unter allen richtigen Einsendungen wurde Peter Schuster aus Berlin gezogen. Herzlichen Glückwunsch.
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Stephan Bodens Woche

Fotomontage Stephan Boden
Fotomontage Stephan Boden
Wenn Deutschland schon auf den Hund kommt, dann bitte mit Niveau. Stephan Boden schickt seinen Terrier-Mischling Günther ins Rennen, und zwar als Direktkandidat. Das Tolle an diesem Kandidaten: Er ist wirklich für jede und für jeden wählbar, denn Günther vertritt alle Interessen - kein Quatsch. Damit das alle erkennen, hat sich Stephan Boden von den Wahlplakaten der großen Parteien inspirieren lassen und Günther in Wort und Bild günstig platziert. Wer hier sein Fett wegkriegt? Na, alle natürlich. Mehr dazu erfährt man in Bodens wöchentlicher MAZ-Kolumne.
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