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Läden wieder offen + + Streit um Spargelfelder + + Töpfereien laden ein

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Sie sind wieder dabei beim Newsletter Ihrer Märkischen Allgemeinen am Freitag. Dann lassen Sie uns jetzt gemeinsam locker machen und rufen: Hoch die Hände, Wochenende!
Wie geht es Ihnen? Verstehen Sie noch, was um Sie rum passiert? Ich nicht. Dieses ganze Impfchaos, Testchaos, Öffnungs- und Schließchaos. Mit gesundem Menschenverstand lässt sich das nur schwer durchdringen. Ja, jetzt können wir wieder einkaufen. Also flugs mal in den Media Markt geschaut. Da trage ich mich dann mit Name, Adresse und Telefonnummer ein und erspähe, dass die Gabi (Name geändert) auch gerade gekommen ist und merke mir mal eben ihre Nummer. Man weiß ja nie, wann man die mal braucht. Danach gehe ich mit meiner Maske runter zu Rewe. Da sind jetzt viel mehr Menschen als im Media Markt, dafür muss ich dort aber weder Adresse noch Telefonnummer verraten. Bei C&A warten die Menschen in der Schlange, ob ich mich dort auch registrieren müsste - ich werde es nicht erfahren. Aber mir soll bitte niemals jemand mehr etwas von Datenschutz erzählen. Oder glaubt wirklich jemand, dass die Datensätze nach - ja, nach wie vielen Tagen eigentlich - aus Dutzenden Läden komplett vernichtet werden?
Müssen Spargelfelder im Vogelschutzgebiet und eine große Blaubeerplantage gerodet werden? Darum tobt seit geraumer Zeit ein Streit zwischen dem Pächter des Domstiftsgutes, Heinrich Thiermann, und der Unteren Naturschutzbehörde des Brandenburger Rathauses. Ich verstehe es nicht, dass man lieber Blaubeeren aus Chile einfliegt, statt sie hier vor Ort wachsen zu lassen. Auch wenn der Bauer womöglich nicht jeden gefragt hat, ob er an dieser Stelle seines Landes dies oder das anbauen darf.
Augenscheinlich gibt es diesbezüglich unterschiedliche Rechtsaufassungen. Bevor jetzt die Lage eskalierte, hat Oberbürgermeister Steffen Scheller die Reißleine gezogen und die Rodung zumindest ausgesetzt. Das spricht für den Willen, einen Kompromiss zu finden, bei dem wohl beide Seiten Federn lassen werden. Und es spricht für die Tatsache, dass dieser Streit mit Argusaugen beobachtet wird, weil er zu einem Grundsatzurteil führen könnte. Dem Vernehmen nach war Scheller schon beeindruckt, als er erfuhr, dass der frühere Ministerpräsident Matthias Platzeck als Mediator in dem Streit im Gespräch war. Der hat aber genug zu tun, wenn er sich um seine SPD und Russland kümmert. Doch der frühere Innenminister Karl-Heinz Schröter, der stattdessen wohl zum Einsatz kommt, lässt die Fallhöhe schon deutlich werden. Die Freien Wähler haben Scheller für sein Einlenken gefeiert, die Grünen finden es nicht so gut.
Die hatten aber auch keine so gute Woche, nachdem ihnen jetzt Brandenburgs CDU-Chefin Dietlind Tiemann einen Korb gegeben hat. Soweit, dass sie im Rathaus mitregieren können, seien sie noch nicht, ihre Vorschläge würden nicht ernsthaft genug erscheinen, steht sinngemäß in den Brief, den Tiemann und der CDU-Fraktionschef Jean Schaffer unterschrieben haben. Gleichwohl schreiben beide den grünen Kollegen: “Für Ihre weitere politische Arbeit wünschen wir Ihnen alles Gute.” Das klingt wie ein Songtext von Glasperlenspiel: “Ich wünsch’ dir noch ‘n geiles Leben. Mit knallharten Champagnerfeten. (…) Ab jetzt wird es mir besser gehen.” Für das Wohlbefinden sollen jetzt die Freien Wähler und die SPD sorgen. Man darf gespannt sein.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre und ein bisschen erhöhten Puls. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailfach.
Herzliche Grüße
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Peter Reck (Foto: Böhme)
Peter Reck (Foto: Böhme)
Peter Reck ist in der Verwaltung der Herr der städtischen Straßen und Brücken, insofern ist er häufig bei Außenterminen auf Baustellen anzutreffen. Er hat dabei natürlich auch ein Diensttelefon, allerdings ein vorsintflutliches, nur zum Telefonieren. Ein Smartphone wurde ihm aus Kostengründen verweigert. Nun schleppt er immer zwei Telefone mit sich herum – eines zum Sprechen und eines (privat) zum Bildermachen und Lesen der Mails. Ganz neidisch schaut er zu Kollegin Kathleen Garz von der Wasserbehörde, sie hat bereits ein Dienst-Smartphone.
Olaf Maltzahn (Foto: privat)
Olaf Maltzahn (Foto: privat)
In der Sonne Ägyptens entspannt Olaf Maltzahn. Der als „Mr. Delirious“ bekannte DJ legt aktuell nicht beim Streaming-Dienst Twitch auf, sondern genießt seinen Urlaub. Für seinen Flug brauchte der Brandenburger einen aktuellen negativen PCR-Test. Anschließend füllte er eine Selbstauskunft aus, ob er vorher in Risikogebieten war oder Symptome hat. Nach der Prüfung durfte er einreisen. Weil er sich vorm Rückflug an die Regeln hält, umgeht er eine Quarantäne. „Aktuell genieße ich hier die Sonne bei 29 Grad. Wir gehen schnorcheln, schwimmen mit Delfinen und reiten in der Wüste. Es ist traumhaft, mal abschalten zu können“, sagt der 50-Jährige. Nach seinem Urlaub und der Rückkehr in die Heimat plant Olaf Maltzahn erst mal einen Spaziergang durch die Havelstadt.
Wolfgang Blasig (Foto: Wachs)
Wolfgang Blasig (Foto: Wachs)
Gesundheitsaufseher dürfen in der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmarks auch weiter genau diese Berufsbezeichnung tragen. Das hat Landrat Wolfgang Blasig (SPD) auf eine Anfrage des AfD-Kreistagsabgeordneten Marlon Deeter geantwortet. Dieser hatte auf einen Disput im Brandenburger Landtag im Januar angespielt. Dabei monierte sich Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke über einen Abgeordneten, weil er den Begriff „Aufseherin“ verwendete. Dies sei eine Bezeichnung weiblicher Zivilangestellte der SS in Konzentrations- und Arbeitslagern, so Lietdke. Ob denn Blasig nicht Handlungsbedarf beim Gesundheitsamt sehe, wollte Deeter wissen. Der Landrat ließ sich nicht aus der Fassung bringen. Gesundheitsaufseher sei im Öffentlichen Gesundheitsdienst ein Medizinalfachberuf. „Aufseher“ gebe es dagegen im Landratsamt nicht, so Blasig.
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Wohin am Wochenende?

Töpferin Karina Hilbig (Foto: Gaffron)
Töpferin Karina Hilbig (Foto: Gaffron)
Vorführungen, Begegnung und Austausch über ein uraltes Handwerk: Am Wochenende geben Handwerker deutschlandweit zum Tag der offenen Töpferei Einblicke in ihre Berufung. Im Hohen Fläming sind sieben Ateliers dabei. Der Töpferort Görzke bietet dabei die meisten Stationen zum Staunen. Aber auch in Bad Belzig lässt sich Karina Hilbig in ihrem Keramik-Atelier über die Schulter schauen.
Zum 16. Mal steht die Zunft der Töpfer und Keramikhersteller am 13. und 14. März im Mittelpunkt des bundesweiten Tages der offenen Töpferei. Ein Handwerk, das sich zwischen Tradition und Trend bewegt und die Schönheit von Handarbeit mit Ton in sich spiegelt. Zwischen 10 und 18 Uhr können die offenen Werkstätten und Ateliers unter Einhaltung der gültigen Corona-Vorgaben besucht und sich über die Handwerkskunst informiert werden. Mehr dazu gibt es hier.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Impfzentrum im Stahlpalast läuft erstmals im Vollbetrieb
So viel Geld muss die Stadt für die neue Brücke zahlen
Neues Medizin- und Schulungszentrum entsteht in ehemaliger Berufsschule
Tätowierer legen wieder los
Verschobene Jugendfeiern endgültig abgesagt
Beliebter Caravan-Stellplatz am Dom noch nicht genehmigt
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Das ist diese Woche im Umland wichtig

Todesfälle, Quarantäne, Mutationen: Ein Jahr Corona in Potsdam-Mittelmark
Fotos und Gedichte: Erster Damsdorfer Bildband erhältlich
Kreuzträger für Karfreitagsprozession nach Golzow gesucht
Handball als kontaktfreier Sport? Jugendtrainer sagt, wie es geht
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Bilderrätsel

Kennen Sie dieses Gebäude? (Foto: Hesse)
Kennen Sie dieses Gebäude? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 15. März, um 12 Uhr per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 19. März in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: Das Bild zeigt die Jägerhalle in der Neuendorfer Straße in Brandenburg an der Havel. Aus den Einsendungen haben wir Beate Zepernick  aus Brandenburg als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Mit dieser Drohne vertreibt sich Stephan Boden die Zeit. (Foto: privat)
Mit dieser Drohne vertreibt sich Stephan Boden die Zeit. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Was die Arbeit eines Oberbürgermeisters mit dem Steuern einer Drohne gemein hat. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Kennen Sie schon "mazubi digital"?

Die E-Beilage des neuen MAZ-Ausbildungsmarkts “mazubi digital” ist da! Damit können Schülerinnen und Schüler den passenden Ausbildungsplatz in Brandenburg und Berlin finden. Wir bringen Unternehmen und Auszubildende aus der Region zusammen. Antworten gibt es zu Fragen rund um die Bewerbung – einfach öffnen und die Zukunft planen!
Per Klick auf das Bild geht es zur E-Beilage.
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