Launiger 11.11. ++ Kinder schauen in die Röhre ++ Endgültiges Aus für die Städtebahn

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Ausgelassen waren die Feierlichkeiten am 11.11. in der Stadt. Ist schon ein spezielles Völkchen, das da gestern bei richtig üblem Wetter durch die Straßen zog und ausgelassen die fünfte Jahreszeit und sich selbst feierte. “Heveller Helau” und “KCH - dicke da” - die Jecken von BKC und KCH ließen sich auch von der aktuellen Corona-Lage nicht entmutigen. Wobei man schon die Frage stellen darf (muss), wieso die Großen hemmungslos und maskenfrei feiern dürfen, den Kindern der Stadt aber zeitgleich ein Laternenumzug verwehrt, weil abgesagt wird. Da ist der Unmut bei nicht wenigen Eltern in Brandenburg mehr als verständlich. Karnevals-Hygienekonzept und 2G hin oder her: Vorsichtig ausgedrückt, wirkt das alles unglücklich. Etwas drastischer? Gern: Ich halte das für eine Frechheit und einen Schlag ins Gesicht der Kinder, auf deren Rücken in den letzten eineinhalb Jahren sowieso schon viel zu viel ausgetragen wurde.
Feiernde Jecken am 11.11. in der Havelstadt. (Fotos: Großmann)
Feiernde Jecken am 11.11. in der Havelstadt. (Fotos: Großmann)
Ganz anderes Thema: Bahnfreunde haben jahrelang gehofft, doch alles war umsonst: Der bereits seit 18 Jahren stillgelegte Teilabschnitt der Brandenburger Städtebahn zwischen Brandenburg an der Havel und Reckahn wird von der Landkarte getilgt. Die Traditionstrasse wurde bereits im Juni als Eisenbahnstrecke entwidmet. Eine entsprechende Information bestätigte das Landesamt für Bauen und Verkehr der MAZ.
Damit steht fest, dass auf diesem Teilabschnitt der legendären Strecke, die einst von Treuenbrietzen über Bad Belzig, Brandenburg an der Havel und Rathenow bis nach Neustadt (Dosse) führte, nie wieder ein Zug fahren wird.
Die im Land voranschreitende Entwidmung stillgelegter Bahntrassen ist gerade mit Blick auf den erst im April von der Kenia-Koalition mit der Volksinitiative „Verkehrswende Brandenburg jetzt“ geschlossenen Kompromiss von einiger Brisanz. Potsdam hatte zugesagt, in einem bis Ende 2022 dauernden Dialogverfahren ein verbindliches Mobilitätsgesetz zu erarbeiten, das ÖPNV, Regional-, Rad- und Fußverkehr stärkt. Im Gegenzug verzichtete die Initiative darauf, ihre Forderungen mit einem Volksbegehren weiter zu verfolgen.
Statt nun aber die dringend nötige Mobilitätswende weg vom Verbrenner auf der Straße voran zu treiben und den Schienenverkehr zu stärken, werden landauf, landab Eisenbahnstrecken begraben - das sind fatale Signale in einer Zeit, in der den Menschen so langsam mal klar werden muss, dass wir alle unseren Lebensstil an die Herausforderungen dieser Zeit anpassen müssen. Und auch wenn es das wohl nie mehr geben wird: So eine Zugfahrt von Brandenburg nach Bad Belzig, die hätte doch was!
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter philip.rissling@maz-online.de.
Ich wünsche Ihnen und mir ein schönes Wochenende, bleiben Sie gesund!
Ihr Philip Rißling
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel und drumherum leben.
Tim Blankenhorn (Foto: Großmann)
Tim Blankenhorn (Foto: Großmann)
Seinen Humor will Tim Blankenhorn auch in der Pandemie nicht verlieren. Beim Umzug am 11.11. spielte der Karnevalist als DJ auf dem Wagen vom BKC Songs mit Texten wie „Wo war ich in der Nacht von Freitag auf Montag? Ich war zuhause, hab gar nichts gemacht, in Quarantäne wegen Corona“ und „Er ist unser Sexsymbol: Karl Lauterbach ist unser Idol“. Sein Mix kam an. Blankenhorn betonte, dass er sich an alle Hygienemaßnahmen hält und mit Vorfreude auf die Booster-Impfung wartet. „Ich möchte auch Spaß haben dürfen, wenn die Lage mal kritisch ist“, findet er.
Ernst von Münchhausen
Ernst von Münchhausen
Es gibt eine goldene Regel für Journalisten: Keine Scherze über Namen. Ausgerechnet in dem ernsthaften Strafprozess gegen den KZ-Wachmann Josef S. (100) brechen wir mit dieser Regel, aber nur ein einziges Mal. Der Rechtsanwalt einer Nebenklägerin stellte sich kurz vor. Als „Baron von Münchhausen“. Lachen unter den Zuschauern. Rechtsanwalt Ernst von Münchhausen (55) ist das offenkundig gewohnt, wie seine souveräne Reaktion im Gerichtssaal verrät. Wir möchten nicht wissen, wie oft er ein Lachen parieren muss. Fest steht, dass Baron von Münchhausen nicht nur ein qualifizierter Jurist ist, sondern auch ein amüsanter Buchautor. „Wenn wir die Wahrheit sagen, haben wir uns versprochen“, heißt sein Buch „Aus der abenteuerlichen Welt der Diplomatie“. Seinem Werk stellt der Nachfahre des berühmten Lügenbarons als Prolog folgenden Satz voran: „Ein Sprichwort sagt: Diplomatie ist, mit dem Schwein freundlich, aber zielorientiert über die Notwendigkeit eines saftigen Sonntagsbratens zu verhandeln.“
Mathias Laube (l.) und Elektromeister Thomas Kreissl. (Foto: Bürstenbinder)
Mathias Laube (l.) und Elektromeister Thomas Kreissl. (Foto: Bürstenbinder)
Die neuen LED-Leuchten in den Glienecker Straßenlampen sind unschlagbar sparsam. Sie verbrauchen nämlich überhaupt keinen Strom. Nächteweise fallen die Laternen in der Ortslage aus. Und das ausgerechnet kurz nach der Investition in modernste Leuchtmittel. Ortsvorsteher Mathias Laube ist über das Dilemma gar nicht glücklich. Doch scheint festzustehen, dass nicht die LED-Leuchten schuld am stockdunklen Glienecke sind. Es gibt ein altes Problem mit der Stromversorgung. Nach jedem längeren Regen kommt es irgendwo in der Erde zu einem Kurzschluss. Mit den finsteren Folgen müssen die Glienecker noch bis Montag leben. Dann soll ein Messwagen der Edis endlich die Fehlerstelle aufspüren.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Vergabeskandal bei der Feuerwehr: Staatsanwalt ermittelt
Nachwuchs-Regisseurin Alexandra Mischker ausgezeichnet
Corona: Scheller gegen Wiedereröffnung des Impfzentrums
Asklepios-Chefs wollen 18 Prozent mehr zahlen
So viel hat Brandenburg beim Sanieren der Innenstadt erreicht
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Das ist im Umland los

Whiskystollen aus Bad Belzig erobern die Welt
Mehr Geld für Kitas und Schulen in Potsdam-Mittelmark
Festtagsbraten: Wo die Gans vom Bauern zu haben ist
Diese Weihnachtsmärkte gibt es in Potsdam-Mittelmark
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Bilderrätsel

Wo in der Stadt ist das? (Foto: Hesse)
Wo in der Stadt ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 15. November, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 19. November in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir einen Garagenkomplex im Deutschen Dorf. Aus den Einsendungen haben wir Mats Linke aus Berlin als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan und Günther Boden (Foto: privat)
Stephan und Günther Boden (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Corona und kein Ende - doch Möglichkeiten zum Testen gibt es in der Stadt fast keine mehrLesen Sie hier die ganze Kolumne.
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