MAZ Havelpost - Ausgabe #41

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie wieder dabei sind, wenn wir gemeinsam - das Wochenende fest im Blick - mit Ihrem MAZ-Newsletter “Havelpost” die Woche Revue passieren lassen. Es war wieder einiges los in unserer Heimatregion.
Es wurde und wird gebaut und gestritten, Corona scheint wie von Zauberhand fast aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Dabei schließen zeitgleich Kitas, Klassen werden vom Unterricht ausgeschlossen und die Inzidenz erreicht wieder Höhen, die noch vor Monaten für Schnappatmung in der Politik gesorgt hätten und Treffen und Feiern unmöglich gemacht hätten.
Statt dessen wird munter daran gearbeitet, den Brandenburger Weihnachtsmarkt, so wie in den letzten zehn Jahren auch, vorzubereiten und am 22. November zu eröffnen. Erste Spatenstiche werden mit großem Tamtam und medienwirksam in Szene gesetzt, um mal wieder eine neues Wohnprojekt für betagte Mitbürger in bester Citylage zu feiern.
Und was macht die Politik? Also die kleine, lokale - die für uns vor Ort doch meist wichtiger ist als das, was da im nahen Berlin passiert? Man weiß es nicht. Oder tut sie vielleicht gar nichts? Fast hat es den Anschein.
Zwar müht sich hinter den Kulissen Oberbürgermeister Steffen Scheller redlich, irgendwie doch eine Stadtregierung im Rathaus zu installieren. Doch schaut man in die Lager von SPD und Grünen, die derzeit als potentielle Partner gelten, um eine halbwegs sichere Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zusammen mit der CDU zu schmieden, stößt man dort auf Fragezeichen in den Gesichtern und Schulterzucken. Denn völlig unklar ist: Was will die CDU, wer hat das Sagen und wohin steuert sie als noch stärkste Kraft in der SVV?
Auch wenn darüber nicht laut in der CDU diskutiert wird: Es geht bergab seit 2014, als die Partei - kurz vor der Bundesgartenschau - bei der Kommunalwahl noch 37,3 Prozent holte und 17 Stadtverordnete stellte.
2019 fuhr man mit 26,7 Prozent über zehn Prozent weniger ein. Die CDU-Vorsitzende war immer Dietlind Tiemann. Und auch wenn es gelang, ihren Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) im direkten Vergleich gegen den eher unbekannten Jan van Lessen (parteilos) als Oberbürgermeister durchzusetzen: Bei den Landtagswahlen verlor die CDU jedes Mal beim Kampf um das Direktmandat deutlich.
Ja, Tiemann holte das 2017 das Bundestagsmandat gegen den schwerkranken und wenig später gestorbenen SPD-Kandidaten Erardo Rautenberg. Doch schon in diesem September war sie das Mandat gegen eine zuvor unbekannte Kandidatin Sonja Eichwede wieder los.
Das magere Abschneiden auf kommunaler Ebene, das Scheitern im Land und aktuell im Bund nur auf den Landes- und Bundestrend zu schieben, wäre billig. Aber auch die örtlichen Christdemokraten können sich nicht erinnern, dass in den zurückliegenden Jahren nach Niederlagen ernsthafte Versuche unternommen worden wären, die Niederlagen zu analysieren und daraus zu lernen. Oder womöglich mit anderen, jüngeren Leuten zu starten.
Es wird Tiemanns Geheimnis bleiben, warum sie nun noch einmal antreten musste und nicht den Weg frei machte. Beispielsweise für das politische Talent Jacob Schrot, der inzwischen im Kanzleramt mit an den Tischen der Macht sitzt.
Es ist sicher kein politisches Erdbeben. Aber in dieser Woche endete nach nur wenigen Monaten überraschend die Tätigkeit des Gewerbevereinschefs Michael Kilian als CDU-Kreisgeschäftsführer. Er sollte - so war es im Frühjahr gedacht - den CDU-Granden Walter Paaschen ersetzen. Konnte er aber nicht. Aus Zeitgründen, sagt Kilian. Weil es geknirscht habe, sagen Parteifreunde.
Wenn die Brandenburger CDU nicht weiter Wahlen verlieren und die Stadt politisch mit führen will, muss sie sich neu aufstellen. Das wird für den einen oder die andere bedeuten, auch loslassen zu müssen. Der SPD-Chef Daniel Keip brachte das jüngst auf den Punkt: Die CDU müsse intern die Machtfrage stellen und beantworten. Da hat er wohl Recht und er meint dabei nicht den Bund.   
Ihr Benno Rougk
Leute Leute . . .

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel und drumherum leben.
Norbert Schulze ist Polier bei der Baufirma Züblin. Foto: André Wirsing
Norbert Schulze ist Polier bei der Baufirma Züblin. Foto: André Wirsing
Norbert Schulze ist Polier der Baufirma Züblin auf der neuen Alexa-Baustelle an der Hausmannstraße. Ihn freut es, dass die Kinder der benachbarten Kita „Perlentaucher“ fasziniert durch den Zaun auf die Bagger und Baumaschinen schauen. Deshalb hat er eine besondere Idee.
„Wir müssen nun einen stabilen blickdichten Zaun aufstellen, zum Schutz der Umgebung. Ich berate aber noch mit dem Sicherheitsverantwortlichen, ob wir ein Guckfenster für die Kinder einbauen.“
Auch wolle er für kleine Gruppen später Baustellenführungen machen. Lediglich ein Vater habe sich Sorgen um den Mittagsschlaf der Kinder ob der benachbarten Baustelle gemacht – Bürgermeister Michael Müller. Doch Schulze ist Profi: „Ich habe mit der Kita-Leiterin gesprochen, sie versicherte mir, dass die Kinder tief und fest schlafen, weil sie am Vormittag genug Zeit zum Toben hatten. aw
Nadin Stasik mit Minischwein Lillyfee. Foto: André Großmann
Nadin Stasik mit Minischwein Lillyfee. Foto: André Großmann
Als Adoptiv-Mama von Minischwein Lillyfee ist Nadin Stasik glücklich. „Das Ferkel hängt total an mir, wenn wir spazieren gehen, watschelt es wie eine kleine Ente hinter mir her. Lillyfee passt sich immer mehr an unseren Tagesablauf an“, sagt die Bensdorferin.
Ihr Babyschwein läuft schon ein Kilometer lange Strecken und ernährt sich langsam auch von Brei. Nadin Stasik gibt ab und zu noch die Flasche und ist beeindruckt von der Entwicklung des Tieres. Das dynamische Wachstum ist für sie ein Wunder des Lebens. „Es lohnt sich, ein kleines Ferkel aufzuziehen. Ich würde es jederzeit wieder tun“, sagt die 40-Jährige. man 
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Bilderrätsel

Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? Foto: Heiko Hesse
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? Foto: Heiko Hesse
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 8. November, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 12. November in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir das Lösungswort Kegelbahn am Grillendamm. Aus den Einsendungen haben wir Renate Schulze aus Brandenburg als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
Stephan Bodens Woche

Stephan Bodens Hund Günther hat seine eigene Meinung zum Fliegen. Foto: S. Boden
Stephan Bodens Hund Günther hat seine eigene Meinung zum Fliegen. Foto: S. Boden
“In der Normalität geht man davon aus, dass, wenn etwas teuer ist, es meistens auch gut sein muss. Außerdem gibt es das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben.“ Beides trifft jedoch auf den Flughafen Berlin-Brandenburg offenbar gar nicht zu”, schreibt Stephan Boden diese Woche in seiner Kolumne Der Brandenburger Schriftsteller macht sich seine Gedanken über den Pannen-Airport und darüber, warum es die Chinesen und Kaukasier offenbar schneller hinbekommen, einen Flughafen zu bauen.
Der Blick in die Heimatgeschichte

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