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Möpse und Waldmöpse ++ Geld für Schwalben ++ Auf ins Slawendorf

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren Freitags-MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Zum Beispiel mit einer beschämenden Nachricht: Die Schulen sind digital unterversorgt. Der Blick in die Klassenzimmer zeigt das Desaster. Während die meisten Menschen über ihre Smartphones alles Mögliche regeln und klären, quietscht im Unterricht immer noch die Kreide über die Tafel.
Die ganze Welt ist digital, nur durch die Schulen weht noch die gute alte Zeit. Die Fahrt zum Schulmuseum nach Reckahn könnte man sich sparen und einfach mal bei der nächstliegenden Schule anklopfen, um in Erinnerungen schwelgen zu können - wer es denn mag.
Wobei: Eigentlich ist die mangelhafte Investition in die Ausstattung aus der Sicht des Systems Schule nur konsequent, denn es hat ja noch nie diesen ganzen modernen Quatsch mitgemacht (Ironie off). Hier passt ein hübscher Kalenderspruch: “Wir sind die Schüler von heute, die in den Schulen von gestern mit Lehrern von vorgestern und Methoden aus dem Mittelalter auf die Probleme von morgen vorbereitet werden.”
Die Kinder und Jugendlichen sind und waren es auch, denen die Corona-Verhaltensregeln und Lockdowns besonders zusetzen. Sie wurden und werden immer wieder gern als Inzidenz-Hochtreiber in die Ecke gestellt - mit der Eselsmütze auf dem Kopf. Nun knallen die Infektionszahlen durch die Ecke und gebührt Brandenburg an der Havel der zweifelhafte Ruhm, beim Inzidenzwert der Kinder bundesweit an dritthöchster Stelle zu stehen.
Und was folgt daraus? Wahrscheinlich nichts. Man sitzt auch das aus und meckert an “Fridays for Future” und den angeblich neunmalklugen Jugendlichen herum. Vielleicht wehren sich so unglaublich viele ältere Menschen deshalb so vehement gegen ein Wahlrecht ab 16.
Wer noch nicht per Briefwahl abgestimmt hat, kann nun noch ein paar Tage überlegen, wie sie/er mit ihrem/seinem Votum unserer Zukunft eine Stimme geben kann.
Nachdenkliche Grüße
Ihr Heiko Hesse
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Leute Leute...

Ernst Wegerer (Foto: Steiner)
Ernst Wegerer (Foto: Steiner)
Ernst Wegerer weiß sehr viel über Schmerzke und deshalb natürlich auch, wo Schmerzke aufhört und der Nachbarort Rietz anfängt. Weil die MAZ den zusätzlichen Standort der RFT-Gruppe in der Rietzer Straße in der Berichterstattung von Schmerzke vorübergehend nach Rietz verlegt hatte, musste der Ortsvorsteher freundlich, aber bestimmt protestieren. „Nur weil sie Rietzer Straße heißt, liegt sie noch lange nicht in Rietz“, versichert der Kommunalpolitiker und rückt die Ortsgrenze kurzerhand wieder an die richtige Stelle. Natürlich hat der Schmerzker Ortschef recht: Schmerzke ist nicht Rietz und die RFT-Dependance gehört nun mal zum Ortsteil im Süden der Stadt Brandenburg.
Marion Manteufel (l.) und Britta Kornmesser (Foto: Hesse)
Marion Manteufel (l.) und Britta Kornmesser (Foto: Hesse)
Britta Kornmesser mag es bunt und farbenfroh. Die Brandenburger SPD-Politikerin hat sich bei den „creative days“ am vergangenen Wochenende im Industriemuseum selbst eine hübsche Wandgestaltung geschaffen. Bei der Malaktion von Marion Manteufel „Aktion Painting à la Jackson Pollock“ machte Kornmesser mit – und ist begeistert. Das Gemälde soll künftig ihr Arbeitszimmer zieren. Bei Facebook bekam sie unter anderem Applaus von Armin Schubert, dem früheren Sonnensegel-Leiter: „Was für ein Design für ein neues Festkleid. Das wäre etwas zum Wahlsieg von Olaf Scholz. Toll.“ Sollte also Scholz am 26. September nicht Kanzler werden – am Design von Britta Kornmessers Bild hat dann garantiert nicht gelegen.
Linda Vierecke (Foto: privat)
Linda Vierecke (Foto: privat)
Zwei Worte genügen, deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zur Wahlurne zu bewegen: “Geh wählen!” Linda Vierecke reicht das aber nicht. Die gebürtige Brandenburgerin, Brecht-Abiturientin und MAZ-Mitarbeiterin will am 26. September für die SPD ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt werden. Vierecke tritt im Bezirk Pankow an, wo viele Wahlberechtigte leben, die eine andere Muttersprache haben. Deshalb glänzt sie mit einem Wahlplakat, das die Menschen neunsprachig aufruft, wählen zu gehen.
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Das ist diese Woche wichtig

Möpse zu Besuch bei Waldmöpsen. (Foto: privat)
Möpse zu Besuch bei Waldmöpsen. (Foto: privat)
Brandenburg an der Havel ist schon lange auf den Hund gekommen, vor sechs Jahren, um es genau zu nehmen. Seitdem lieben Eingeborene, Zugezogene und Besucher die Waldmöpse, die in der Innenstadt ausgewildert worden sind. Zehn Möpse mit Frauchen und Herrchen aus ganz Deutschland am anderen Ende der Leine schauten sich ihre beschaufelten Artgenossen an.
Neue Schau im Industriemuseum Brandenburg an der Havel: „VEB Zukunft GmbH“
Wilhelmsdorfer Straße: Baustelle am ersten Tag wieder abgeräumt
Leichte Entspannung beim Bürgerservice des Rathauses
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Das ist im Umland los

Auf dem Pritzerber See geht es der Flussseeschwalbe wieder gut. (Foto: Koch)
Auf dem Pritzerber See geht es der Flussseeschwalbe wieder gut. (Foto: Koch)
Schon komisch: Ohne Geldstrafen ginge es der Flussseeschwalbe auf dem Pritzerber See nicht so gut wie heute. Weil Gerichte aber Geldstrafen verhängen, die der Öffentlichkeit zugute kommen, haben auch bedrohte Tiere etwas davon. Das zeigt das Beispiel in Pritzerbe.
Drei neue Radrouten bei Görzke ausgeschildert
Wusterwitzer Oktoberfeuer: 300 Gäste dürfen dabei sein
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Wohin am Wochenende?

Schmiedekunst von Robert Funkenschläger. (Foto: Hesse)
Schmiedekunst von Robert Funkenschläger. (Foto: Hesse)
Besser klein und fein als nüscht: Die BAS öffnet am 18. und 19. September das Slawendorf und lädt kleine und große Leute ein, sich zwischen den Hütten umzuschauen, hineinzuschauen und sich dies und das erklären zu lassen. Und: Es gibt erzählte Geschichten auf berufenen Mündern, einige davon zum Mitspielen.
Kleinkunst: Kulturfestival „Kirchmöser Ufermomente“
Kultur startet wieder: In den Päwesiner Stall dürfen auch Getestete
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Bilderrätsel

In welcher Straße in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? (Foto: Hesse)
In welcher Straße in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? (Foto: Hesse)
Mit der neuen Havelpost gibt es auch ein neues MAZ-Fotorätsel. Jede Woche erscheint an dieser Stelle das Bild von einem Ort oder einem Gebäude in Brandenburg an der Havel. Sie, liebe Leserinnen und Leser, raten oder wissen, wo genau es ist.
Wer es weiß und die Chance auf einen Preis haben möchte, schreibt die Lösung per Mail an die Lokalredaktion unter brandenburg-stadt@maz-online.de. Einsendeschluss ist am kommenden Montag, 20. September 2021, 12 Uhr. Gewinnen kann man eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg. Wer gewonnen hat, steht in der nächsten Havelpost, die am 24. September erscheint. Viel Erfolg.
In der vorigen Havelpost-Ausgabe suchten wir eine Toreinfahrt auf dem Neustädtischen Markt. Unter allen richtigen Einsendungen wurde Rolf Mehlhorn aus Rathenow gezogen. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Das Triell der Kanzlerkandidaten. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Dieses Foto von 1971 steckte voller Rätsel. (Foto: Helmut Mende)
Dieses Foto von 1971 steckte voller Rätsel. (Foto: Helmut Mende)
Ein Mann, nur mit einer Badehose bekleidet, steht am Silokanal und malt. Helmut Mende hatte das Bild 1971 geschossen. Bei Facebook fragte er, ob jemand diesen Mann erkenne? Bei der MAZ hat er sich gemeldet, der Maler vom Silokanal, und seine faszinierende Geschichte erzählt.
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