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Nur mit Maske ++ Erster Kamm ++ Wählen gehen

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren Freitags-MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Zwei Läden in Brandenburg an der Havel, zwei Begegnungen, ein Thema: die Maske. In einem Supermarkt kramt ein junger Mann in den Selbstbedienungs-Brötchen herum. Er trägt die Kapuze weit über den Kopf gezogen und eine grimmige Grimasse zur Schau, die sagt: Wehe du sprichst mich auf meine nicht vorhandene Maske an. Ich halte die Klappe und denke an den jungen Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein, den ein Corona-Leugner mit einem gezielten Schuss förmlich hingerichtet hat.
Wenig später in einem Buchladen: Ein älterer Herr schlurft hinein, schaut sich um. Auch er trägt keine Maske. Eine Mitarbeiterin springt heran und bittet ihn, eine Maske aufzusetzen. Er klopft verlegen seine Jackentasche ab und gesteht, dass sie noch draußen im Auto liegt. Eben will er sich zum Gehen wenden, da hört er: “Warten Sie, ich bringe Ihnen eine.” Rasch holt die Buchhändlerin eine dieser OP-Masken und das Problem ist keines mehr.
Seit bald zwei Jahren gehören Masken so selbstverständlich wie das Portemonnaie in die Jacke oder Handtasche, wenn man einkaufen geht. Komisch, dass es aber immer noch Leute gibt, die nicht daran denken, so ein Schutz-Dingens einzustecken. Der Gremlin vom Brötchenregal wollte natürlich keine aufsetzen, sein Nichtragen ist ein politisches Statement, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ihm das so auch bewusst ist.
Trotz schleppend fortschreitender Immunisierung wird uns Corona noch lange begleiten und werden uns die Verhaltensmaßregeln noch eine ganze Weile auf den Keks gehen. Doch wer sich mit Brandenburgerinnen und Brandenburgern einmal unterhalten hat, die Angehörige verloren haben oder die das Virus viele Monate entschärft hat, reißt sich einfach mal zusammen.
In der Technischen Hochschule ist jetzt das neue Semester angelaufen. Nach einer langen Phase der Online-Kurse will die Hochschule wieder mehr Präsenzveranstaltungen anbieten. Erscheinen wird wieder Pflicht. Wer lehren oder lernen will, hat in der THB auf 3G zu achten. Sie oder er ist geimpft, genesen oder getestet. Wobei das Testen längst nicht mehr an fast jeder Ecke möglich ist.
Bei öffentlichen Partys kann man sich diese Tests gleich ganz in die Haare schmieren. Bei “Venga Venga” geht im Industriemuseum demnächst die Post ab - allerdings nur für Leute, die genesen oder geimpft sind. Eigentlich sollte diese Party im “Philipp Müller” in der Steinstraße steigen. Doch der Hausbesitzer, Makler Thomas Fiedler, hat so seine Probleme mit den Corona-Regeln. Er lehnt sie rundweg ab. Na ja, dann steigt die Party eben ohne ihn.
Es hat sich schon immer bewährt, mit einem klaren Kopf und einem weiten Herzen durch die Welt zu gehen. Und sich nicht von Leerdenkern die Stimmung vermiesen zu lassen.
Herzliche Grüße
Ihr Heiko Hesse
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Leute Leute...

Lydia Hüskens (Foto: promo)
Lydia Hüskens (Foto: promo)
Die Letzten werden die ersten sein, mögen Patrick Meinhardt und Lydia Hüskens denken. Gerade einmal eine Woche im Amt als stellvertretende Ministerpräsidentin des Nachbarlandes Sachsen-Anhalt sprintet die Liberale auf den letzten Drücker zum Wahlkampftermin ihres FDP-Parteifreundes nach Brandenburg an der Havel. Wer die Ministerin für Landesentwicklung, Verkehr und Digitales und Vertreterin von Landesvater Reiner Haseloff (CDU) nicht verpassen will, findet sie am Freitag um 20 Uhr im Sorat-Hotel. FDP-Kreisgeschäftsführer Roman Zhdanov bittet um Anmeldungen unter 0176/47 89 68 49.
Olibver Windeck fährt auf Strom ab (Foto: Großmann)
Olibver Windeck fährt auf Strom ab (Foto: Großmann)
Oliver Windeck fährt immer häufiger mit dem E-Scooter durch Brandenburg an der Havel und kam so auch zum MAZ-Sommerempfang in die Krakauer Straße. „Ich stelle meinen Wagen oft dort ab, wo man kostenfrei parken kann und fahre anschließend die restlichen zwei Kilometer mit dem E-Roller. Das entschleunigt und entspannt“, sagt Windeck. Auf seinem Ninebot-Segway ist er mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde unterwegs, insgesamt kann er bis zu 45 Kilometer lange Strecken zurücklegen. „Einarmig fahren ist noch schwierig. Es ruckelt zwar an einigen Stellen, die Pflasterstraßen machen aber auch den Charme dieser Stadt aus und gehören einfach dazu“, sagt er.
Lisa Pfeiffer (Foto: Großmann)
Lisa Pfeiffer (Foto: Großmann)
Stadtwerke-Produktmanagerin Lisa Pfeiffer freut sich über den Start der neuen Plattform „Havelcrowd“, bei der Bürger gemeinsam Geld für neue Projekte sammeln. Sie ist vor einem Jahr von Jena nach Brandenburg an der Havel gezogen und überlegt bei der Premiere, welches Vorhaben sie unterstützen würde. „Ich habe ganz viel mit Kindern vermisst. In Jena gab es viele Initiativen, die überall in der Stadt präsent waren. Der Austausch mit den jungen Menschen ist wichtig, weil sie gute Ideen für die Zukunft der Stadt haben“ sagt Pfeiffer, der bereits mehrere Anfragen für neue Projekte vorliegen.
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Das ist diese Woche wichtig

Der älteste Kamm Brandenburgs. (Foto: Wirsing)
Der älteste Kamm Brandenburgs. (Foto: Wirsing)
Leute, kooft Kämme, es kommen lausige Zeiten: Die Weisheit ist uralt, wenigstens 600 Jahre, vielleicht auch älter. Die Archäologen haben in der Neustädtischen Fischerstraße einen mittelalterlichen Drei-Lagen-Kamm ans Tageslicht geholt, na ja, oder was von ihm noch übrig ist. Dabei blieb es aber nicht.
Prozess gegen KZ-Wachmann: Die Weltpresse schaut auf Brandenburg an der Havel
Immer mehr Bildungsangebote im Schloss Gollwitz
Nanu Nana geht in  in der Sankt-Annen-Galerie an den Start
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Das ist im Umland los

Versteigert: die alte Gaststätte in Butzow. (Foto: Bürstenbinder)
Versteigert: die alte Gaststätte in Butzow. (Foto: Bürstenbinder)
Mancher hätte für die olle Schabracke am Straßenrand keinen roten Heller gegeben. Die frühere Gaststätte in Butzow, nur einen Steinwurf vom Beetzsee entfernt, steht seit Ewigkeiten leer und hat nur “Schandfleck mit Soße” auf der Speisekarte. 22.000 Euro sollte die Zwangsversteigerung erbringen. Doch es kam anders.
Der Vater des Reckahner Schulmuseums ist tot
Rettungswagenprozess Ziesar: Angeklagter Bernd Gobel beschimpft Richterin: "Sie erzählen Scheiße!"
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Wohin am Wochenende?

Ralf der Rabe (Mitte) lädt ein. (Foto:promo)
Ralf der Rabe (Mitte) lädt ein. (Foto:promo)
Burg Rabenstein ist immer eine Reise wert. Ist dort nichts los, belohnt der Blick über den Hohen Fläming jeden Kilometer Anfahrt. An diesem Wochenende ist auf der Feste oberhalb von Raben bei Niemegk jede Menge. Ralf der Rabe und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter laden zum “Rabensteiner Herbst” ein. Wenn man zwischen der ganzen Mittelalterei mal verschnaufen will, gibt es den Ausblick ja immer noch.
 Weites Feld vor Premiere: „Große Freude, wieder vor Publikum spielen zu können“
Bundestagswahl in Brandenburg: Alle Informationen zum Wahlkreis 60
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Bilderrätsel

Wo oder was ist das? (Foto: Hesse)
Wo oder was ist das? (Foto: Hesse)
Mit der neuen Havelpost gibt es auch ein neues MAZ-Fotorätsel. Jede Woche erscheint an dieser Stelle das Bild von einem Ort oder einem Gebäude in Brandenburg an der Havel. Sie, liebe Leserinnen und Leser, raten oder wissen, wo genau es ist.
Wer es weiß und die Chance auf einen Preis haben möchte, schreibt die Lösung per Mail an die Lokalredaktion unter brandenburg-stadt@maz-online.de. Einsendeschluss ist am kommenden Montag, 27. September 2021, 12 Uhr. Gewinnen kann man eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg. Wer gewonnen hat, steht in der nächsten Havelpost, die am 1. Oktober erscheint. Viel Erfolg.
In der vorigen Havelpost-Ausgabe suchten wir die Altstädtische Fischerstraße. Unter allen richtigen Einsendungen wurde Marina Kottschak aus Brandenburg gezogen. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Vor der Wahl ist nach der Wahl und umgekehrt - garniert mit Zitaten von Schriftstellern. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Hohenstücken mit den ursprünglichen Straßennamen.
Hohenstücken mit den ursprünglichen Straßennamen.
Was waren die Brandenburgerinnen und Brandenburger froh, wenn sie in Hohenstücken eine Wohnung bekommen konnten? Wer in gammeligen Häusern in der Innenstadt lebte, freute sich über trockene und helle Vierwände. Da war Platte noch schick und WBS 70 was Besonderes. 1981 ging ein Wohnblock in die Vermietung, zehn Parteien zogen nach und nach ein. Längst leben sie woanders und ist der gute Ruf von Hohenstücken dahin. Doch sieben der zehn aus der Nummer 35 treffen sich immer noch. Einer von dieser Mieter erinnert sich.
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