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Pläne schmieden ++ Strom wird teurer ++ Altes Gasthaus weicht

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und voller Pläne. Zum Beispiel für die Altstadt, damit das unerträgliche Auto-Laster-Gerumpel mitten durch eine der guten Stuben der Stadt erträglicher wird. Wie das gehen soll, fragen Sie sich? Mit - tadaaaa - der nächsten Straßenbaustelle. In der Plauer Straße will die Stadt mit der Straßensanierung beginnen. Beruhigende Wirkung erhofft man sich auch von der Idee, dass nach den Arbeiten dort nur noch mit 20 Stundenkilometern entlanggefahren wird. Was, werfen Sie ein, genauso wenig funktioniert, wie in der Steinstraße. Natürlich kann man dort immer wieder auch mal Mondraketen beim Start in die nächste Galaxie beobachten. Zum Glück jedoch sind die allerwenigsten Brandenburger solche Typen, die mit Vollgas sich, ihrer Süßen oder Teufels Großmutter beweisen müssen, dass sie ganze Kerle sind.
Der nächste Bauabschnitt auf dem Molkenmarkt (Foto: Hesse)
Der nächste Bauabschnitt auf dem Molkenmarkt (Foto: Hesse)
Nach Plan laufen die Arbeiten beim Straßenausbau zwischen der Fischerstraße und dem Neustädtischen Markt. Auch jetzt, wo viele Brandenburger einen großen Bogen um den Dom fahren müssen, halten sich die Stauzeiten in gewissen Grenzen. Natürlich fließt der Verkehr gerade in den Stoßzeiten zäher, aber er fließt und es ist nicht das befürchtete Chaos geworden.
Weil dieses Thema die Menschen besonders bewegt, hat die MAZ-Lokalredaktion auf Facebook ein Diskussionsforum geschaffen, na ja, ein bestehendes Forum ein wenig verändert. Die Facebook-Gruppe zum Thema “Brücke am Altstädtischen Bahnhof” heißt seit Dienstag “Verkehr, Staus und Baustellen in Brandenburg an der Havel”. Schließlich gibt es sehr viel mehr neuralgische Stellen. Kaum geändert ging in der Gruppe auch gleich die Post ab. Diskutieren Sie ruhig mit. Auch Fotos von Staus oder miesen Stellen für Radfahrer sind dort herzlich willkommen.
Einen Plan soll es jetzt auch für das Stadtmuseum geben. Ziel ist es, das Frey-Haus in der Ritterstraße zu ertüchtigen und außerhalb der City ein nigelnagelneues Depot zu bauen. Ein paar Millionen Euro wird das schon kosten, was aber überhaupt kein Vergleich zu den Fantastillionen ist, die jede andere Lösung kosten würde. Wer jetzt unkt, die Hütte in der Ritterstraße sei zu klein, bedenke zweierlei: Das neue Depot nimmt alle Objekte auf, auch die, die noch in den Nebengebäuden des Frey-Hauses liegen. Außerdem beweisen Anja Grothe und ihre Mitarbeiterinnen immer wieder, dass sich Schauen und Projekte auch an anderen Orten in der Stadt prima realisieren lassen. Bis 2028 soll das alte Haus saniert, modernisiert, eingerichtet und rundherum hübsch. Ein kühner Plan - wohlan.
Ziemlich kühn ist auch der Plan der Gemeindeverwaltung von Kloster Lehnin - allerdings nicht unbedingt positiv. Die Kommune will die Küche in der Lehniner Kita stilllegen und die lieben Kleinen essenstechnisch fremdversorgen lassen. Eltern und Abgeordneten schmeckt das überhaupt nicht. Man denke nur an die Kommunen, die heute den Tag betrauern, an dem sie ihre lokalen Küchen abgewickelt haben.
Und was bleibt? Ein guter Plan zum Beispiel. Den haben die Brandenburger Stadtverordneten in Sachen Ehrenbürgerschaft. Marga Goren-Gothelf, letztes Mitglied der alten jüdischen Gemeinde in Brandenburg an der Havel, soll diese Ehre zuteil werden. Über diesen Plan sind sich die Stadtverordneten und die künftige Ehrenbürgerin einig. Auch hat sie versichert, dafür mal wieder in die Stadt zurückzukehren, aus der sie einst vertrieben worden ist.
Schmieden Sie schon Pläne fürs Wochenende? Mein Vorschlag: Am Samstag hat die Fouqué-Bibliothek geöffnet (an anderen Tagen natürlich auch). Schauen Sie sich mal die kleine, feine Ausstellung an, die wir Ihnen als Tipps in diesem Newsletter weiter unten empfehlen. Wetten, dass Sie danach den großen Roland und den kleinen Dichter Fouqué mit ganz anderen Augen sehen? Schreiben Sie mir Ihre Eindrücke. Viel Vergnügen und gute Erbauung.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Carla Kniestedt (Foto: privat)
Carla Kniestedt (Foto: privat)
Die Politik kann Menschen schon verändern, wie sich an Carla Kniestedt (61) zeigt. Die frühere Fernsehjournalistin im MDR, ORB und RBB ist inzwischen Grünen-Landtagsabgeordnete und unter anderem Vorsitzende des Petitionsausschusses. Dorthin hat sich der Brandenburger Professor im Ruhestand Karl-Otto Edel hilfesuchend gewandt. Seinem Anliegen hat der Ausschuss nicht entsprochen. Interessant ist, wie es die einstige Journalistin und heutige Presseball-Besucherin es mit ihrem früheren Beruf hält. Was sie dazu sagt, wenn Fragen von einem Journalisten, die Otto Edel für berechtigt hält, nicht beantwortet werden. Die Grünen-Politikerin: „In Bezug auf dieses Schreiben möchte der Ausschuss nur anmerken, dass die Hochschule nicht verpflichtet ist, auf jedwede von Journalisten formulierte Frage zu antworten.“ Das mag schon richtig sein, aber wie toll hätte Kniestedt eine solche Aussage wohl vor dem Absprung aus ihrem früheren Leben gefunden?
Dieter Sehm (Foto: Bürstenbinder)
Dieter Sehm (Foto: Bürstenbinder)
Ziesars Bürgermeister Dieter Sehm (SPD) grämt sich über den kreisweit letzten Platz seiner Stadt bei der Landratswahl. Nur 10,5 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Eine Schmach, die sich bei der Stichwahl an diesem Sonntag nicht wiederholen soll, wenn Parteifreund Marko Köhler gegen Christian Große von der CDU antritt. Sein Stellvertreter Rene Mertens (CDU) schließt sich der Aufforderung zur Wahl auf der Internetseite der Stadt Ziesar in seltener Einigkeit an. Auch für seinen Favoriten zählt jede Stimme. „Lassen Sie uns bei der anstehenden Stichwahl gemeinsam dafür sorgen, dass Ziesar mit dieser traurigen Platzierung nicht noch einmal genannt wird“, heißt es in dem Aufruf aller Fraktionen der SVV Ziesar. Wir sind alle gespannt.
Ralf Holzschuher (Foto: Böhme)
Ralf Holzschuher (Foto: Böhme)
Ralf Holzschuher (SPD) war einst ein guter Innenminister, ist dabei aber nicht durch besondere Härte oder Zackigkeit aufgefallen. Das holt er nun als Vorsitzender des Brandenburger Hauptausschusses nach: Als am Montagabend dieser Woche die Diskussion um ein Endlos-Thema mal wieder auszuufern drohte, rief er energisch zur Disziplin: „Wenn wir in diesem Tempo so weitermachen, sitzen wir zur Stadtverordnetenversammlung immer noch hier!“ Die Stadtverordneten tagen am nächsten Mittwoch.
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Das ist diese Woche wichtig

Die Strompreise stehen gerade unter Hochspannung. (Foto: dpa)
Die Strompreise stehen gerade unter Hochspannung. (Foto: dpa)
Als gäbe es nicht schon genug Plagen: Die Brandenburger Stadtwerke kündigen eine Erhöhung der Strompreise an, nicht irgendeine Erhöhung, sondern eine saftige. Oder wie würden Sie einen Zuwachs von 25 Prozent nennen? Fünfundzwanzig! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Es ist noch gar nicht solange her, dass die Stadtwerke höhere Gaspreise angesagt haben. Wer hoffte, durchgeimpft wieder mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegen zu können, sollte nicht zu laut jubeln. Es gibt eben noch andere Bremsen als Corona.
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Das ist im Umland los

Da geht das alte Gasthaus hin. (Foto: Bürstenbinder)
Da geht das alte Gasthaus hin. (Foto: Bürstenbinder)
Kochen konnten sie dort. Die Gänsebraten in der Weihnachtszeit waren ein Gedicht. Und mit der Kegelbahn neben dem Gastraum gab es gleich noch die günstige Gelegenheit, ein wenig vom eben verzehrten Fett zu verbrennen. Mit Kurths Landgasthaus neben der Radeweger Kirche verbinden nicht wenige Menschen angenehme Erinnerungen. Doch erging es dieser Gaststätte wie so vielen auf dem Lande. Nun steht sie einer anderen Idee im Wege.
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Wohin am Wochenende?

Das Haus der Offiziere in der Magdeburger Straße (Foto: privat)
Das Haus der Offiziere in der Magdeburger Straße (Foto: privat)
Janus der Poet legt sich ins Zeug und will es wissen: Der Berliner Reimer tritt am Freitag im Haus der Offiziere zur Dichterschlacht an - beim Poetry Slam. Wer auf der Bühne kreativ sein möchte, kann sich jetzt anmelden. Über den Sieg entscheidet das Publikum mit Applaus.
Fouqué erfand den Ritterroman: Ausstellung in der Bibliothek
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Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 21. Februar, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 25. Februar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir den Neustädtischen Markt. Aus den Einsendungen haben wir Tamara Schreyer aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

MAZ-Kolumnist Stephan Boden (Foto: Boden)
MAZ-Kolumnist Stephan Boden (Foto: Boden)
Laden und laden ist zweierlei. Wer seinen Stromer zum Beispiel am Messelplatz oder am Nicolaiplatz auftankt, hat danach viel Zeit, sehr viel Zeit, eine halbe Ewigkeit. Wem das zu lange dauert, muss sein E-Auto an eine Schnellladesäule hängen. Dumm nur, dass es in Brandenburg an der Havel nur eine gibt. In Wollin auf dem Autohof ist die nächste. MAZ-Kolumnist Stephan Boden, der auf ein E-Auto umsteigen will, kommt da gewaltig ins Grübeln. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Na, erkannt? Die 37-jährige Agnes Kraus auf der Bühne des Brandenburger Stadttheaters. (Foto: Archiv BT)
Na, erkannt? Die 37-jährige Agnes Kraus auf der Bühne des Brandenburger Stadttheaters. (Foto: Archiv BT)
Agnes Kraus ist unvergessen. Dass sie einige Jahre zum Ensemble des Brandenburger Stadttheaters gehörte und dass sie mit ihrer Schwester Rohtraut Schlicht ein Puppentheater in der Stadt führte, das weiß so gut wie kein Mensch mehr. Ein Brandenburger, der dem Puppentheater geholfen hat, erinnert sich. Und auf den Tiefen eines Archivs tauchen zwei unbekannte Fotos auf.
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