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Rathaus: Posten-Geschacher scheitert + + Super-Orgel in St. Katharinen + + Wohnungen am Packhof

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
28 Grad und es wird noch heißer! Wenn Sommer so schön sein kann wie im Moment, dann vergeht auch die schlechte Laune, die uns Corona über ein ganzes Jahr hinweg gemacht hat. Ist Ihnen mal aufgefallen: Die Leute lächeln wieder auf der Straße. Manche geben sich sogar die Hand, selbst Umarmungen sollen gesehen worden sein. Wir nähern uns der Normalität. Und nun hoffe ich mal, dass unser freitäglicher MAZ-Newsletter mit dem schönen Titel „Havelpost“ nun auch bei Ihnen zur Normalität gehört und Sie damit das Wochenende einläuten. 
Wie die Zeit rennt und was alles passieren kann! Vor einer Woche habe ich Ihnen geschrieben, dass Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) und sein Vize Michael Müller (parteilos) künftig die Geschicke der Stadt zusammen mit den Beigeordneten Thomas Barz (CDU), Daniel Keip (SPD) und Uwe Freimuth (parteilos, aber auf FW-Ticket) nach der Beigeordnetenwahl in der SVV Ende Juni lenken sollen. Und nun ist die Kooperation implodiert. Am Montagabend stieg die SPD aus der Verbindung aus. Zuvor hatte sie, wie der frühere Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) sagt, die Befähigung des CDU-Kandidaten geprüft und war zu dem Schluss gekommen: nicht ausreichend mit Blick auf die Brandenburger Kommunalverfassung.
Was nicht bedeutet, dass Thomas Barz, der beste Referenzen aus Genthin und dem Landratsamt Jerichower Land mitbrächte, nicht für den Job geeignet wäre. Nur hat offensichtlich in der CDU niemand das Kleingedruckte gelesen. „So etwas Dilettantisches hätte ich von Dietlind Tiemann nicht erwartet“, sagt Holzschuher. Böse Absicht will er ihr aber nicht unterstellen. Gleichwohl seien nun alle drei Kandidaten beschädigt und der Grund, einen vierten Beigeordneten überhaupt noch zu berufen, sei mit Blick auf die geplatzte Verbindung entfallen, sagt er. CDU und FW sollten „nicht davon ausgehen, dass wir die anderen Vorschläge jetzt noch mitwählen.“ Sollte Scheller den Versuch unternehmen, werde er nur mit der AfD eine Mehrheit bekommen. Vermutlich würde die SPD dann gar nicht zur Abstimmung gehen. Damit man auch sieht, woher die „geheimen“ Stimmen kamen. Holzschuher: „Herr Scheller sollte das Verfahren beenden und neu denken.“ In Sachfragen werde sich die SPD guten Ideen nicht verweigern – und mit den Freien Wählern werde man auch weiter arbeiten. „An denen lag es nicht“, sagen alle SPD-Großkopferten unisono. Sie sehen, liebe Leser, das wird noch spannend.  
Für mich ebenso spannend war ein Interview mit dem scheidenden Beigeordneten Michael Brandt. Der verriet meinem Kollegen André Wirsing neben anderen spannenden Geschichten, dass es im Vorfeld der Buga ernsthafte Überlegungen in der Rathausspitze gab, die Johanniskirche platt zu machen. Welches Glück, dass das nicht geklappt hat. 
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mail-Postfach. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, sie sollten mal im Newsletter Erwähnung finden, dann schreiben Sie mir einfach unter Benno.Rougk@MAZ-online.de.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel und drumherum leben.
Pfarrer Jonas Börsel (Foto: privat)
Pfarrer Jonas Börsel (Foto: privat)
Sankt-Katharinen-Pfarrer Jonas Börsel ​steht nun vor ungewohnten Problemen angesichts der gewaltigen neuen Orgelanlage „Tokatha“ in seiner Kirche. „Das ist ziemlich herausfordernd, da etwas entgegen zu halten. Wir werden uns für die Gottesdienste einiges einfallen lassen“, bezieht er seinen Kollegen Jens Meiburg ​in die Selbstverpflichtung mit ein. Beide sind sich aber auch sicher, dass die Orgel ein gutes Marketing-Instrument ist, um viele Menschen zu den Gottesdiensten und musikalischen Andachten zu locken.
Jerry und Waldmops (v.l.) (Foto: privat)
Jerry und Waldmops (v.l.) (Foto: privat)
Waldmops-Haltung annehmen, das ist für Jerry ​kein Problem, wie das Bild beweist. Jerrys Hüter ist zwar kein großer Komiker wie Loriot, dafür aber wie jener ein waschechter Brandenburger. „Mit meinem Hund kann man alles machen“, verrät Jörg Didzuhn​. In einem Punkt müssen wir dem Rentner allerdings widersprechen: Mit Jerry kann man eines gewiss nicht machen - ihn auswildern. Denn das vertragen nur Waldmöpse.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Am Packhof sollen bis zu 190 Wohnungen entstehen
Alle öffnen, nur der Bürgerservice nicht
Apotheken fehlen Infos zum digitalen Impfnachweis
Die größte Orgel Ostdeutschlands verändert eine ganze Kirche
Bürger will Kunst-Installation abreißen lassen – Stadt leitet das auch noch in die Wege
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 14. Juni, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 18. Juni in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: Rosenhag. Aus den Einsendungen haben wir Stephan Mischker aus Brandenburg als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Warum viele gute Laune haben und einige für schlechte Stimmung sorgen. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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