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Ruhe und Geduld ++ Angst vor dem Nicht-Bau ++ Rogäsen lebt

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und kleiner Tipps, wie man entspannter durch das Leben und die Stadt kommt. Sollten Sie zu den Menschen gehören, die wegen der Zentralbaustelle am Molkenmarkt auf dem Weg zur Arbeit vermutlich noch länger geduldig um die Innenstadt herumkurven und auf Weltreise gehen müssen, kann ich Sie nur um noch mehr Verständnis für die missliche Gesamtsituation bitten. Das Verspätungsbarometer steht gerade auf “Vier Wochen”. Wer jetzt verlässlich sagen kann, ob es dabei bleibt, kennt auch die Lottozahlen der nächsten Jahre.
Die Männer mit dem Licht sind da. (Foto: Hesse)
Die Männer mit dem Licht sind da. (Foto: Hesse)
Na ja, wenigstens die Straßenlaternen sind schon mal da. Das erinnert irgendwie an die Schöpfungsgeschichte. Bevor der liebe Gott Ordnung ins Chaos brachte, wurde es erst einmal Licht. Das bringt Sie auch nicht schneller durch die Stadt, aber vielleicht trägt es Sie ein wenig durch den Tag, weil wir gegen Lieferengpässe, hohe Krankenstände und explodierende Kosten machtlos sind. Und wer vor Wut ins Lenkrad beißt, tut damit bestenfalls seinem Zahnarzt eine Gefallen.
Was wir aber leisten können: Wir könnten einfach mal öfter daran denken, dass wir nicht allein auf der Welt sind. Ein kleines Beispiel: Heinz-Jürgen Fenske möchte die Arztbesuche im Gesundheitszentrum mit einer Ladung für sein E-Autos verbinden. Gegenüber am Hauptbahnhof gibt es ja drei Ladesäulen. Dumm nur, dass davor E-Autos stehen, die nur parken. Das ist nicht verboten, aber irgendwie nicht umsichtig. Aber es ist den betreffenden Fahrern egal, was andere Leute denken und wünschen. Für sie zählt, was sie wollen.
Das kann manchmal verdammt schmerzhaft sein, etwa am Kreisel in der Brielower Landstraße. In den vergangenen Tagen hat es dort mehrfach gescheppert. Entweder haben Autos Radfahrern die Vorfahrt genommen oder wollten Autofahrer den Radlern die Vorfahrt gewähren und rummste der nachfolgende Wagen drauf. Als gäbe es die Radfahrer nicht, wollen diese Kraftfahrer durch den Kreisel pfeifen. Der Radfahrerin, die es am Dienstag dort erwischte, wünschen wir auf diesem Wege alles Gute und baldige Genesung. Nun hat die Stadt gehandelt und ein riesiges Vorsichts-Schild auf den Asphalt malen lassen. Hoffentlich hilft es.
Wie gefährlich das Radfahren in Brandenburg an der Havel ist, soll auch bei der Demo “Kidical Mass” deutlich werden. Die Verkehrsclubs VCD und ADFC rücken hierbei die Schwächsten in den Mittelpunkt, die radelnden Kinder. Samstag um 13 Uhr geht’s los.
Alle, die jetzt über die bescheuerten und lebensmüden Radler lospolterten wollen, mögen bitte wieder ausatmen. Ja, es gibt sie. Ja, sie gefährden Fußgänger. Ja, sie fahren aus der falschen Seite. Und nein, es sind nicht alle, sondern nur ein Minderheit, die auffällt. Achten Sie einfach mal auf die Radlerinnen und Radler, die alles richtig machen und deshalb nicht auffallen. Jede Wette, dass es Sie überrascht.
Nicht genug achten kann man auf die Sorgen und Nöte all der anderen Menschen in der Welt. Nun muss man nicht gleich verzweifeln, weil das Elend einfach zu groß ist. Man kann an einer Stelle beginnen. Julia und Manfred Schäfer haben es getan. Sie sammeln Geld, Sachspenden und Förderer für ein Waisenhaus in der Ukraine. 120 Mädchen und Jungen, die Putins Krieg zu Waisen gemacht hat, sollen ein schöne Zuhause bekommen. Wenn Sie nicht schon ein anderes Herzensprojekt haben und auf der Suche nach einer guten Idee sind, die jeden Euro brauchen kann, klicken Sie auf diesen Link. Die Kontonummer der Waisenhaus-Initiative steht im Info-Kasten.
Genießen Sie die nächsten Tage, lassen Sie uns gemeinsam auf weitere Regengüsse wie am Mittwoch hoffen und erfreuen Sie sich auch mal an die unzähligen kleinen Dingen, die Sie umgeben. Wenn zum Beispiel morgens Kaffeeduft von der Küche durch die Wohnung weht.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Oder schöne Fotos von leckeren Speisen? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Christian Neumann (Foto: Großmann)
Christian Neumann (Foto: Großmann)
Der dänische Skoda in der Max-Herm-Straße hat Spuren hinterlassen und Christian Neumann beseitigt sie. Weil auf dem verwaisten Parkplatz des herrenlosen Wagens so viel Sand liegt, braucht der Mitarbeiter der Märkischen Entsorgungsgesellschaft Brandenburg (Mebra) aber Geduld. „Das ist schon eine ordentliche Menge, ich schätze mal so um die 300 Kilogramm“, sagt Neumann und ist froh, dass er eine Kehrmaschine hat. Erst nach sechs Anläufen hat er den Sand beseitigt und Anwohner wie Lutz Dieckmann glücklich gemacht. Der Rentner lobt Neumanns Arbeit direkt. „Es ist schön, wenn man ein Danke erhält“, sagt Neumann und hofft, dass in der Max-Herm-Straße Ruhe einkehrt.
Sven Richter (Foto: Großmann)
Sven Richter (Foto: Großmann)
Hunderte Wusterwitzer schauen Sven Richter zu, während er eingeklemmt in einem Auto sitzt. Der Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr spielt zum ersten Mal in seinem Leben einen Verunfallten und lässt alles über sich ergehen. Während der Sirenenalarm heult, mehr als 20 Kameraden anrücken und Glassplitter auf seinem Beifahrersitz liegen, bleibt er cool. Richter zuckt nicht mal, als die Ehrenamtler den zerstörten Mazda aufschneiden und ihn bei sommerlicher Hitze auf die Rettungstrage legen. „Man muss cool bleiben und diese Übung ist wichtig, jeder soll sehen, wie wir Leben retten, da muss die Vorführung so realistisch wie möglich sein“, sagt er. Nach 35 Minuten ist Sven Richter gerettet und er würde sich wieder als Unfallmodel anbieten.
Torsten Richter (Foto: Büstenbinder)
Torsten Richter (Foto: Büstenbinder)
Mit 14 aktiven Kameraden ist die Einsatzabteilung der Brielower Feuerwehr relativ überschaubar. Nachwuchs wird dringend gesucht. Beetzsee-Gemeindewehrführer Torsten Richter hatte auf der jüngsten Jahreshauptversammlung auch eine gute Nachricht: „Zum Glück haben wir in unserer Fahrzeughalle noch den Amtsdirektor hängen.“ Was besser nicht wörtlich zu nehmen ist. Tatsächlich hat sich Verwaltungschef Guido Müller, der auch ein hochqualifizierter Feuerwehrmann ist, wegen der Nähe zum Amtssitz bei den Brielowern einen Garderobenschrank für Notfälle eingerichtet.
Karolina Gumos (Foto: Böhme)
Karolina Gumos (Foto: Böhme)
Der Havelstädterin Karolina Gumos ist dieser Tage eine ganz besondere Ehre zuteil geworden. Ihr wurde vom Berliner Senat der Titel Kammersängerin verliehen. Der Titel ist ein beruflicher Ehrentitel für Sänger der Klassik, mit dem ihre bisherige und herausragende künstlerische Arbeit, unabhängig vom Alter oder künstlerischem Lebenswerk, ausgezeichnet wird. Die Verleihung erfolgt an klassisch ausgebildete und tätige Opernsänger. Auch wenn der Titel ohne finanzielle Dotierung in der Bundesrepublik Deutschland auf Vorschlag der Intendanz oder des Kulturbürgermeisters verliehen wird, so ist er doch sehr selten und gilt auch unter Sängern als Ritterschlag. Karolina Gumos singt seit vielen Jahren fest an der Komischen Oper in Berlin und startete ihre Karriere an der Kammeroper Schloss Rheinsberg, wo sie auch ihren Lebensgefährten, den Solohornisten der Brandenburger Symphoniker, Thomas Hoffmann kennenlernte. Beide leben in der Stadt Brandenburg und machen sich neben der Kultur auch für den Umweltschutz stark.
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Am 13. Mai öffnen Unternehmen ihre Türen

Am 13. Mai 2022 öffnen Hennigsdorfer und Veltener Unternehmen von 16 bis 21 Uhr ihre Türen zur Langen Nacht der Wirtschaft und gewähren Einblicke hinter die Kulissen.
Die Lange Nacht der Wirtschaft, gewährt Einblicke hinter die Kulissen.
Die Lange Nacht der Wirtschaft, gewährt Einblicke hinter die Kulissen.
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Das ist diese Woche wichtig

Hier soll man eine Brücke hin. (Foto: Schulze)
Hier soll man eine Brücke hin. (Foto: Schulze)
Frage bei Facebook: Es kursiere das Gerücht, dass die Brücke am Altstädtischen Bahnhof nienimmernicht gebaut werde. Wenn man die Idee von 1995 zur Bebauung des Neustädtischen Marktes als Grundlage für eine Antwort nimmt, fiele sie düster aus. Oder haben alle vergessen, dass das Füllen des Lochs und Nutzen des Areals als Parkplatz nur ein Provisorium ist? Anlass der bangen Frage bei Facebook ist das Planverfahren, das sich länger in die Länge zieht, als anfangs gedacht und gesagt. Denn bei genauer Betrachtung kann man die Brücke nicht als schlichten Ersatzbau, sondern als Neubau betrachten - und dafür gelten gewisse Regeln. Die Mahnerinnen aus der Stadtverordnetenversammlung rudern nun jedoch zurück. Vielleicht kann man die Sache mit der Brücke doch einfacher betrachten. Und wieder geht Zeit ins Land.
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Das ist im Umland los

Herrenhaus Rogäsen (Foto: Bürstenbinder)
Herrenhaus Rogäsen (Foto: Bürstenbinder)
Der Alte Fritz soll hier eingekehrt sein, soll sogar den Herrn von Wartensleben auf Rogäsen ermutigt haben, just an dieser Stelle des Fiener Bruchs ein edlen Wohnsitz errichten zu lassen. Kommt man von Viesen nach Rogäsen, liegt das Herrenhaus (die Märker nennen diese hübschen Bauwerke gern Schloss) auf der linken Seite. Nach der Vertreibung der Wartenslebens richtete Rogäsen dort eine Schule ein, später wurde es eine Kindertagesstätte. Das Gemäuer war ein Funktionsgebäude. Heute gehört es einem Ehepaar, das den Wert des Hauses zu schätzen weiß. Und wer die heruntergekommene Hütte noch vor Augen hat, sollte unbedingt einmal nach Rogäsen fahren.
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MAZ-Quiz zu Freitag, dem 13. - wie gut kennen Sie sich aus?

Per Klick aufs Bild geht es direkt zum Quiz.
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Wenn ein Freitag auf den 13. Tag eines Monats fällt, bedeutet das für manche Menschen einen Ausnahmezustand. Wer abergläubisch ist, bleibt an diesem vermeintlichen Unglückstag am liebsten im Bett. Was hat es mit diesem Tag auf sich? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz und gewinnen Sie mit etwas Glück einen
Eurojackpot-Spielschein.
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Wohin am Wochenende?

Gut was los im Industriemuseum, hier 2019 (Foto: Hesse)
Gut was los im Industriemuseum, hier 2019 (Foto: Hesse)
Lust auf schöne alte Sachen? Auf neue Ansichten vertrauter Dinge? Dann ab in die Museen. In Brandenburg an der Havel und Ziesar kann man am Sonntag, dem Internationalen Museumstag, eine Menge bestaunen. Hier eine Übersicht des Programms.
Brandenburg an der Havel: Sinfoniekonzert mit Werken von Rachmaninow und Suk
Bilderrätsel

Wo ist da? (Foto: Hesse)
Wo ist da? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 16. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 20. Mai in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Kietzstraße in Plaue. Aus den Einsendungen haben wir Otto Sülke aus Premnitz als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Mario Kirstein (Foto: Schulze)
Mario Kirstein (Foto: Schulze)
Ruft uns die Polizei ahnt, denken wir tausend schlimme Dinge, MAZ-Kolumnist Stephan Boden auch. Doch er erlebte eine Überraschung. Und alles, weil er in der Vorwoche über Haltestellen im Nirvana geschrieben hatte. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Bügeleisen aus Brandenburg an der Havel (Foto: von Werder)
Bügeleisen aus Brandenburg an der Havel (Foto: von Werder)
In manchen Haushalten findet man sie bestimmt noch: Haushaltsgeräte aus Brandenburg an der Havel. Hans-Georg Krüger brachte die Fertigung nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Weg. Was die Brandenburger so sehr schätzen lernten, dass sie den Betrieb bis zu seinem bitteren Ende kurz nach der Wende liebevoll “Plättenkrüger” nannten. Marius Krohn hatte zum Zeitzeugen-Café ins Industriemuseum eingeladen und viel Raum für Erinnerungen an dieses Kapitel Brandenburger Industriegeschichte gegeben.
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