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Schneeflöckchen ++ Viele neue Brücken ++ Danke, Merkel

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Es gibt Momente, da möchte eigentlich niemand beobachtet werden. Weil man ein unvorteilhaftes Gesicht zieht. Gestern war mir das egal. Mund auf, Zunge weit raus - so ging ich am Donnerstag an der Havel entlang zur Arbeit. Ich kann mir denken, was die entgegenkommende Radlerin dachte. Aber was scheren mich fremder Frauen Gedanken? Gestern genoss ich den Schnee, auf der Stirn, auf der Nase und eben auf der Zunge.
Der Winter hauchte seinen frostigen Gruß über Stadt. Land. Fluss. Im Hohen Fläming und in anderen Ecken des Landes bauen die Leute längst Schneemänner, in Brandenburg an der Havel war die weiße Pracht bisher nicht zu sehen. Und da wird man wohl kosten dürfen, oder?
Weiße Pracht am Donnerstag am Domstreng (Foto: Hesse)
Weiße Pracht am Donnerstag am Domstreng (Foto: Hesse)
Kosten werde ich auch den Kaffee, den Charlotte Muijs und Holger Hiestermann voraussichtlich ab dem kommenden April in der Altstadt kochen. Wo man heute im Café Melange in der Ritterstraße nur Kaffee und Kuchen genießen, gibt es mit den neuen Betreiberinnen und Betreibern auch was für die Ohren. Das Café “Die Öffentlichkeit” hat politische Themen im Programm, will Gemeinschaft stiften und die Leute hinterm Ofen vorlocken. Charlotte Muijs hatte schon im August an der Zieglerstraße gezeigt, was sie mit Mitstreitern bewegen kann. Da bleibe ich in dem neuen Café bestimmt länger sitzen und bin auf die Kaltgetränke-Auswahl bespannt.
So gar nicht nach ihrem Geschmack ist es, was den Brandenburger Symphonikern gerade serviert wird. Sehr gern hätten sie Olivier Tardy als ihren Leiter gehabt, sehr gern hätte er auch den ersten Taktstock des Hauses geschwungen. Doch das Gebräu aus des Theaters Küche wollte er sich nicht einverleiben, warf die Serviette auf den Tisch und verließ das Haus. Nun mehren sich die Stimmen der Kritik. Aber das hatten wir vorige Woche schon. Vielleicht rühren hier doch zu viele Köche im Brei herum.
Ob Juliane diese Hochzeit schmeckt, weiß man noch nicht, man ahnt es höchstens. Belustigt, berührt, mitfiebernd oder voller Hohn verfolgt die Privat-TV-Nation eine ziemlich schräge Eheschließung. Juliane, Krankenschwester am Brandenburger Klinikum, hat tatsächlich einen Mann geheiratet, den sie das erste Mal im Trauzimmer sah. Während Sie diese Zeilen lesen, kann der Käs’ aber auch schon wieder gegessen sein und die Geschichte eine andere Richtung genommen haben. Wir bleiben dran, und wenn Sie wollen, nehmen wir Sie mit.
Aber ganz ehrlich: Mir sind die Schneeflöckchen im Gesicht lieber, irgendwie realer und so gar nicht inszeniert. Sie sind genauso unschuldig wie die Sonnenstrahlen, die den Gästen am Netzener See auf der Nase tanzen, wenn sie in luftiger Höhe schöne Tage verbringen. In Trechwitz-Siedlung soll eine Feriensiedlung mit etwa 20 Baumhäusern entstehen. Wer jetzt an den Autobahnlärm denkt, der die Idylle in Trechwitz-Siedlung mehr oder weniger stört, dem sei gesagt: Die Baumhäuser sind sehr weit weg von dem Loch in der Autobahn-Lärmschutzwand. Die Wahrscheinlichkeit, seinen Morgenkaffee in aller Ruhe zu genießen, ist sehr groß.
Größer jedenfalls als die Chance, jetzt noch eine freilaufende Gans für den Festtagsbraten zu bekommen. Bei Geflügelwirt Andreas Schubert in Rogäsen jedenfalls sind die Gänse inzwischen verkauft. Enten soll es noch geben.
Lassen Sie sich nicht den Appetit verderben, schmecken Sie den Winter - und wenn Ihnen einer in die Suppe spucken will, ziehen Sie einfach das Suppenschälchen weg und lassen ihn den Tisch sauberwischen.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Carsten-Uwe Groth (Foto: privat)
Carsten-Uwe Groth (Foto: privat)
Ortswehrführer Carsten Uwe Groth gilt in Jeserig als TV-Star. Seit 2001 ist der Brandschutzbeauftragte der gute Geist der Freiwilligen Feuerwehr. Jetzt ist der 60-Jährige jeden Tag in Videoclips der Sat.1-Kampagne „Ehrenamt - Ihr seid ein Geschenk“ zu sehen. „Carsten ist einer von 30 Millionen, die sich ehrenamtlich oder eigeninitiativ für andere Menschen engagieren, unentgeltlich, jeden Tag“, sagt ein Sprecher. Weil Groth weiß, dass freiwillige Hilfe „Werbung verdient“, hat er sofort zugesagt. „Ich muss es tun, weil ich von meinem Tun überzeugt bin und weiß, dass Hilfe gebraucht werden wird“, sagt er und hofft, dass noch viele Ehrenamtler zur Feuerwehr kommen.
Glückliche Gewinner in Kloster Lehnin (Foto: privat)
Glückliche Gewinner in Kloster Lehnin (Foto: privat)
Mit einem Glücksfall geht für Marion und Kurt Dreblow aus Kloster Lehnin das alte Jahr zu Ende. Das Ehepaar hat bei einer Sonderauslosung der PS-Lotterie eine Solaranlage im Wert von 15.000 Euro gewonnen. Den Scheck erhielten die glücklichen Gewinner in der Lehniner MBS-Filiale von Geschäftsstellenleiterin Daien Wunglück. Sie dankte gleichzeitig allen Loskäufern, die so ihren Beitrag zur Unterstützung vieler regionaler Projekte leisten. Im vergangenen Jahr konnte die MBS mit 334.000 Euro insgesamt 50 Vereine und Institutionen in ihrem Geschäftsgebiet unterstützen, darunter in der Stadt Brandenburg und Umland
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Das ist diese Woche wichtig

Die Brücke über den Stadtkanal. (Foto: Hesse)
Die Brücke über den Stadtkanal. (Foto: Hesse)
Liebe Leute von heute, macht Euch bewusst, dass Ihr Brandenburger in einer historisch wertvollen Zeit seid. Innerhalb weniger Jahre erlebt Ihr so viele Brückenneubauten wie wohl keine Generation vor Euch. Sieht man einmal von den relativ neuen Brücken am Paulikloster, über den Jakobsgraben (zwei Stück) und zur Bundesgartenschau (zwei Stück) mal ab, fällt in Eure Zeit der Neubau der Brücke am Altstädtischen Bahnhof, über den Silokanal am Quenzsee, über die Bahn an der Potsdamer Landstraße und auch über den Stadtkanal. Diese kleine Schwester der Luckenberger Brücke will die Stadt 2023 für 3,5 Millionen Euro neu bauen. Habe ich Brücken in dieser Aufzählung vergessen? Sagt bitte Bescheid.
Katrin Ryl ist Vorsitzende des Richterbundes im Land
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Brandenburger Quarantänehilfe gewinnt Inklusionspreis
Keine Fördermittel für Waffelfabrik am Jakobsgraben
MAZ-Sterntaler-Familie meistert ein Jahr voller Krankheiten
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Das ist im Umland los

Feuerwehr, Sanitäter und Polizei am Fundort der Unfallopfer.
Feuerwehr, Sanitäter und Polizei am Fundort der Unfallopfer.
Ein grausiger Fund am Dienstagmorgen bei Krielow: In einem Wassergraben liegt ein Auto - auf dem Dach. Drinnen findet man zwei Leichen. Sie waren Jäger und suchten eine Stelle, um Wildschweine aufs Korn zu nehmen. Doch mit den widrigen Witterungsverhältnissen, einem dermaßen schlammigen Feldweg und einem verdammt tückischen Graben hatten sie nicht gerechnet. Warum die Männer die keine Chance hatten, lässt sich erklären.
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Ziesars "Bischofsmütze" wird zur Bleikammer
Kinder und Ehrenamt für ein Baugrundstück in Groß Kreutz
Einbruch in Damsdorf: Kloster Lehnin für Sicherheitspartnerschaft mit Polizei
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Wohin an Heiligabend?

Heiligabend erklingt die Orgel in St. Katharinen (Foto: Böhme)
Heiligabend erklingt die Orgel in St. Katharinen (Foto: Böhme)
Der Gang in den Gottesdienst gehört für viele Familien an Heiligabend einfach dazu - weil sie Christen sind, weil es schön ist oder weil irgendwie schon immer dazu gehört hat. Wie schon 2020 ist dies auch in diesem Jahr nicht ohne weiteres möglich. Man muss sich Tickets besorgen. Wenigstens einer der Innenstadt-Gottesdienste ist bereits ausgebucht.
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Bilderrätsel

Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Immer in der Havelpost steckt das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 13. Dezember, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 17. Dezember in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Ecke Linienstraße/Am Jacobsgraben. Aus den Einsendungen haben wir A. Demir aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Günther möchte, dass ihm Herrchen aus der Merkel-Biografie vorliest. (Foto: Stephan Boden)
Günther möchte, dass ihm Herrchen aus der Merkel-Biografie vorliest. (Foto: Stephan Boden)
Es gibt fast erwachsene Menschen, die kennen keine andere Kanzlerin als Angela Merkel. Menschen, die es nie erlebt haben, dass auf diesem Deutschlandleitungsstuhl auch Männer sitzen können. Unser Kolumnist Stephan Boden gehört nicht dazu, weil er etwas älter ist. Er kann vergleichen und weiß, was er als Bundesbürger mit der Verrentung von Dr. Angela Dorothea Merkel verliert. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Ein kleiner Begleiter zieht vorüber, Roland schau zu. (Foto: Sammlung Hesse)
Ein kleiner Begleiter zieht vorüber, Roland schau zu. (Foto: Sammlung Hesse)
Alles Gute zum 547. Geburtstag, lieber Roland. Der steinerne Gesell ist im Jahre 1474 in Brandenburg an der Havel errichtet worden. Zuerst stand er auf dem Neustädtischen Markt, ungefähr dort, wo heute Autos vor der Commerzbank parken. 1716 störte die Statue die Soldaten beim Exerzieren und wurde ratzfatz vor das Rathaus der Neustadt gesetzt. 1941 zerlegten ihn umsichtige Brandenburger in einige Teile und lagerten ihn in Kisten in Wendgräben ein. Der Krieg war vorbei, das Rathaus zerstört. Weil Brandenburg noch ein Rathaus hatte (das in Kirchmöser kam erst 1952 dazu), stellte man den Roland 1946 vor das Altstädtische Rathaus - noch ein Jubiläum.
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