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Süße Hilfe ++ drei Neue für das Rathaus ++ Pritzerbes Konsum bleibt

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Der Krieg in Europa beherrscht weiter unsere Gedanken, viele Gespräche und die Nachrichten. Und davon wird heute in der Havelpost die Rede sein. Natürlich steckt der Newsletter wieder voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Der Wunsch, die Menschen zum Spenden für die Flüchtenden zu bewegen, hat nun auch eine Bäckerei erreicht. Das Rathenower Unternehmen Thonke, in der Stadt und der Region mit einigen Filialen vertreten, kreierte den “Ukrainer” - eine aktuelle Interpretation des Pfannkuchens, den andere gern auch Berliner oder Krapfen nennen.  
Gesehen am Donnerstag in der Thonke-Filiale in der Hauptstraße. (Foto: Hesse)
Gesehen am Donnerstag in der Thonke-Filiale in der Hauptstraße. (Foto: Hesse)
Für 2 Euro bekommt man so ein Gebäckstück in den ukrainischen Farben, gefüllt mit Aprikosenmarmelade. Davon gehen 80 Cent an die Aktion “Deutschland hilft”. Ob man das mag oder nicht, ist in diesem Falle wirklich mal Geschmackssache.
Wer nun meint, dass selbst 1,20 Euro für einen Pfannkuchen ziemlich fett sind, sollte sich erst einmal fragen, mit welchen Preisen er kalkuliert. Denn so ziemlich alles, was dieses Gebäck ausmacht, ist in den vergangenen Tagen teurer geworden, ganz zu schweigen von dem Sprit, der die Transporter von Rathenow nach Brandenburg fahren lässt. In der Heimvolkshochschule am Seddiner See haben die Bauern aus der Region jetzt der Landesregierung vorgerechnet, welche Auswirkungen die steigenden Preise für die Landwirtschaft haben.
Die Konsequenzen von Putins Krieg gegen die Ukraine spürt jede und jeder, die/der einkaufen geht. Erst fehlte das preiswerte Sonnenblumenöl, dann ging auch das teurere zur Neige. Leere Regale erschrecken die Leute. Mal fehlen die Eier, mal das Mehl oder es herrscht Mangel an anderen Erzeugnissen. Die ersten Supermärkte geben bestimmte Produkte nur noch kontingentiert ab.
Uneingeschränkt ist dafür die Bereitschaft der Menschen, sich für die Flüchtenden konkret und den Frieden allgemein einzusetzen. Die Brandenburger Johanniter etwa helfen bei der Versorgung der Geflüchteten. Andere Johanniter holen kranke Fluchtkinder aus Polen ab und bringen sie in deutsche Krankenhäuser. Musikerinnen und Musiker gestalten mit “Sound for Peace” am 2. April ein Konzert in der Johanniskirche, damit die Flamme der Hilfsbereitschaft weiter lodert. Wie gut das geht, haben die Künstlerinnen und Künstler des Ensembles “6 Richtige bereits bewiesen.
Bei allem Verständnis für Sanktionen gegen Russland: Die Städtepartnerschaft Brandenburgs mit der sibirischen Industriestadt Magnitogorsk soll nicht darunter leiden. So jedenfalls sehen es die Partnerschaftsverantwortlichen im Rathaus. Aus gutem Grund sprechen viele, so auch die MAZ, von Putins Krieg. Eine pauschale Abneigung gegenüber allem Russischen und den Menschen aus diesem riesigen Land wäre fatal. Jede noch so kleine Brücke zu den Menschen muss bestehen bleiben.
Für viele Brandenburger ist seit Kriegsbeginn die wöchentliche Mahnwache wichtig. Auch wenn die Friedenswarte aufgrund ihres Namens mit der blau-gelben Beleuchtung ein sehr passender Ort ist, wünschen sich Leute, an einem besser erreichbaren Ort zu gedenken. Vielleicht treffen wir uns ja schon an diesem Sonntag auf dem Altstädtischen Markt.
Wo man ein Zeichen für den Frieden setzen möchte, ist egal. Wichtig ist, dass man es tut. Und - hier wiederhole ich mich gern - spenden Sie bitte, am besten Geld, denn das kann am einfachsten zum Wohl der Geflüchteten eingesetzt werden.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Friedrich Wernicke, Klaus Säger, Klaus Fiedler (von links - Foto: Bürstenbinder)
Friedrich Wernicke, Klaus Säger, Klaus Fiedler (von links - Foto: Bürstenbinder)
Drei gestandene Bäckermeister können noch feste feiern. Die Ehrung seiner beiden Berufskollegen Friedrich Wernicke aus Deetz und Klaus Säger aus Jeserig mit dem diamantenen Meisterbrief konnte sich der Lehniner Altmeister Klaus Fiedler nicht entgehen lassen. Gemeinsam stieß das Trio im Jeseriger Standesamt auf die Meisterjubiläen und das 130-jährige Bestehen der Bäckerei Säger an. Aus Fiedlers Sicht ein junger Betrieb. Denn das Bäckerhandwerk im Lehniner Kloster-Café geht sage und schreibe bis auf das Jahr 1797 zurück.
Michael Müller (Foto: Rüdiger Böhme)
Michael Müller (Foto: Rüdiger Böhme)
Wie mühselig Bürokratie sein kann, muss auch Bürgermeister Michael Müller (parteilos) im Rathaus erfahren: Da wollte er auf die Schnelle zehn Haltegriffe anschaffen lassen, damit sich Radfahrer beim Warten auf Grün am Ampel- oder Laternenpfosten sicher festhalten können. So einfach ist das aber nicht, wurde er belehrt: Das ist eine Beschaffung, damit eine Investition, diese muss im Haushaltsplan enthalten sein. Das war dem Bürgermeister dann doch zu viel. Kurzerhand verfügte er, dass das Geld für die Griffe aus dem Straßenunterhaltungsfonds genommen wird. Geht doch! Auch unbürokratisch.
Nadin Sternberg (Foto: Großmann)
Nadin Sternberg (Foto: Großmann)
Das Videospiel “Mario Kart” begeistert Generationen von Brandenburgern und sorgt jetzt auch in der Fouqué-Bibliothek in Hohenstücken für Action. Selbst Leiterin Nadin Sternberg und ihr Team testen die neue Technik sofort, fahren virtuelle Rennen und jagen Bestzeiten. Die neue Videospielkonsole steht jetzt in der Stadtteilbibliothek, weil Mitglieder des Fördervereins eine Nintendo Switch gesponsort haben. Nadin Sternberg hat gegenüber den anderen aber schon einen Vorteil. „Ich spiele mehrmals im Monat mit meinen achtjährigen Sohn ,Mario Kart’. Das Spiel gehört seit der Kindheit zu meinem Leben.“
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Das ist diese Woche wichtig

Thomas Barz, Susanne Fischer (Mitte) und Alexandra Adel.
Thomas Barz, Susanne Fischer (Mitte) und Alexandra Adel.
Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Die Vorschlagsliste für die drei offenen Beigeordnetenstellen im Rathaus ist komplett. Ende März wird gewählt. Zu zwei bekannten Gesichtern Susanne Fischer und Thomas Barz gesellt sich eine Überraschung: die stellvertretende Bürgermeisterin von Genthin, Alexandra Adel. Klappt es mit dem Job im Brandenburger Rathaus, wäre ihr Arbeitsweg in etwa gleichlang. Sie lebt in Plaue.
Brandenburger Landeselternsprecher fordert ein sofortiges Ende der Maskenpflicht an Schulen
Hilfe für die Liebe: Nancy Petsch sucht einen Nachfolger für das Brautzimmer
Meldeportal zur Impfpflicht in Brandenburg an der Havel
Im alten Flakowski-Haus ziehen im Juni die ersten Mieter ein
Brandenburg/Havel: Polizei registriert weniger Alkoholunfälle als im Vorjahr
Rechnungsprüfer: Zu viel Bargeld in der Stadtförsterei
Brandenburg an der Havel: Stefanie Kähler träumt vom Lkw-Führerschein
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Das ist im Umland los

Auch in Zukunft soll man in Pritzerbe Milch und Butter bekommen (Foto: Fröhlich)
Auch in Zukunft soll man in Pritzerbe Milch und Butter bekommen (Foto: Fröhlich)
Nach dem Lutscherladen kommt nun das Aus für den kleinen Laden an der Pritzerbe Fähre - doch nur für die Hülle. Das Geschäft soll es auch in Zukunft in Pritzerbe geben. Der alte Konsum wird reaktiviert. Dann kann Britta Köhler mit ihrem Lebensmittelladen einziehen. Die Stadt Havelsee mietet die Räume vom Besitzer.
In Pritzerbe geht die DDR zu Ende: Kleingärtner verlieren 70 Jahre alten Pachtvertrag
Potsdam-Mittelmark: Kreistag verabschiedet Landrat Wolfgang Blasig (SPD) in den vorzeitigen Ruhestand
Reckahn: Brandenburgisches Klaviertrio eröffnet die Havelländischen Musikfestspiele 2022
Lehnin: Feuerwehr hofft auf mehr Platz nach Auszug der Rettungswache
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Wohin am Wochenende?

Anne und Martin Müller und ihre Mitstreiter bringen Kultur ins Stadtbad. (Foto: Rougk)
Anne und Martin Müller und ihre Mitstreiter bringen Kultur ins Stadtbad. (Foto: Rougk)
Erich Kästner kommt ins alte Stadtbad. Echt? Natürlich nicht, sondern als Livestream - am Sonntag, 20. März. Mit den Gedanken des großen Schriftstellers gegen den Krieg startet der Stadtbad-Verein in die neue Saison. Noch läuft es virtuell. Doch bald schon will man den Menschen auch wieder näher kommen.
Brandenburg an der Havel: Christian Grosch startet seine Konzertreihe Offene Fenster"
Besonderes Konzerterlebnis in Päwesin
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Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 21. März, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 25. März in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die stillgelegte Bahnstrecke an der Wilhelmsdorfer Straße. Aus den Einsendungen haben wir Anne Läge aus Bad Belzig als Gewinnerin gezogen. Herzlichen Glückwunsch.
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Stephan Bodens Woche

Günther, einer, der beruhigt. (Foto: Boden)
Günther, einer, der beruhigt. (Foto: Boden)
Günther kann alles mögliche, eben alles, was Hunde so können. Doch sein Herrchen Stephan Boden ist überzeugt, dass Günthers Fähigkeiten darüber hinaus reichen. Denn wenn er, also das Herrchen, aus ihm, dem Hund, ein Buch macht, könnte es vielleicht was werden mit dem Friedensnobelpreis. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Der Marienberg um 1915. (Foto: Hesse)
Der Marienberg um 1915. (Foto: Hesse)
Haben Sie sich schon mal das Gasthaus auf dem Marienberg genauer angesehen? Was Ihnen vielleicht “wie aus einem Guss” erscheint, besteht aus zwei Teilen. Im Kern ist das Gebäude das Häuschen des optisch-mechanischen Telegrafen aus dem Jahre 1832. Der gastronomische Rest kam erst 80 Jahre später dran. Die Gaststätte hat noch sehr viel mehr zu erzählen.
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