Profil anzeigen

Testen beim Hausarzt + + Teures Taxifahren + + Besonderer Stadtspaziergang

MAZ HavelpostMAZ Havelpost
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich habe den Eindruck, die Wochentage und die Wochenenden verschwimmen irgendwie gleichförmig ineinander. Alles etwas “höhepunktarm”. Aber heute ist Freitag. Und Sie haben ihren Newsletter der Märkischen Allgemeinen geöffnet. Sagen wir es so: Damit hat zumindest meine Woche einen Höhepunkt mehr.
Und, schon testen gewesen in dieser Woche? Jetzt, da ich Ihnen schreibe, haben wir (Stand Donnerstag) eine 7-Tage-Inzidenz von 95,59 Fällen pro 100.000 Einwohner in der Stadt Brandenburg. Ihnen ist schon klar, dass Sie mit dem exzessiven Testen den nächsten harten Lockdown provozieren? Nehmen wir an, zwei Kommunen haben 100.000 Einwohner und zum Zeitpunkt X die haargenau gleiche Inzidenz. Die Kommune A testet in einer Woche 10.000 Menschen und bei 102 davon zeigt der Test ein positives Ergebnis. Die Folge: Inzidenz über 100. Alles dicht! Kommune B testet nur 5000 Menschen und kommt (weil die Inzidenz ja gleich ist) auf 51 positiv Getestete. Macht eine Inzidenz - auf dem Papier - von 51 statt 102. Die Folge: Lasst uns in B über Lockerungen nachdenken! Sie merken schon: Irgendwie muss die Zahl der Tests Einzug halten in die Rechnung. Das wissen unsere Politiker. Tun aber nichts dafür. Wie man insgesamt zu dem Schluss kommen kann, dass sich irgendwie derzeit gar nichts tut. Was ist aus der von der CDU-Bundestagsabgeordneten Dietlind Tiemann propagierten Idee geworden, aus Brandenburg an der Havel das Tübingen des Ostens zu machen? Motto: Testen und öffnen. Nix. Still ruht der See.
Was Mut macht: Jetzt dürfen die Profis ran. Also auch offiziell. Bisher mussten die Hausärzte die Impfzentren mit ihrer Manpower unterstützen. Jetzt dürfen Sie auch in ihrer eigenen Praxis oder bei ihren Hausbesuchen den Impfstoff an ihre Patienten verimpfen. Mir ist ja schon klar, warum das bisher nicht ging. Die Politik sorgte sich, der eine oder andere Hausarzt könnte zuerst seine Frau oder seine Mutti impfen. Auszuschließen wäre das nicht. Aber ist das ein Grund, eine ganze Berufsgruppe unter Generalverdacht zu stellen? Mal zum Vergleich: Zwölf Bundestagsabgeordnete stehen derzeit unter Korruptionsverdacht. Sie wissen schon, Masken und solch Gedöns… Bei 709 MdB ist das eine Inzidenz von 1693. Das klingt gefährlicher als die Corona-Zahlen in der Stadt Brandenburg. Also: Denken Sie positiv und bleiben Sie negativ!
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre und ein bisschen erhöhten Puls. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailfach.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
***
Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Franziska Schwitalla-de Jonge (Foto: André Großmann)
Franziska Schwitalla-de Jonge (Foto: André Großmann)
Jeden Morgen spaziert Franziska Schwitalla-de Jonge durch die Wälder. „Ich gehe immer ab sechs Uhr als laufen, weil dann alle noch schlafen und zu dieser Zeit ist die Natur einfach am schönsten. Man trifft fast keinen Menschen, aber dafür die Rehe. Ich brauche die Bewegung in der Natur, mindestens dreimal pro Woche, besser fünfmal, um sich mit der Natur verbunden zu fühlen und gedanklich abzuschalten“, sagt die Küchenchefin des Lehniner Instituts für Kunst und Kultur. Die Natur ist für sie „ein besonderes Schauspiel“, mit Frost, Sonnenaufgängen, Füchsen und Eichhörnchen. Am Klostersee beobachtet sie häufiger Silberreiher, die in den Bäumen sitzen. „Ich würde auch gern mal Eulen sehen, denn sie sind majestätisch und strahlen dennoch Ruhe aus“ , sagt sie.
Beate Richter (Foto: privat)
Beate Richter (Foto: privat)
Die Kleinsten der Kleinen waren in Massagelaune. Kurz vor Ostern hat Beate Richter ihren ersten Online-Kurs in Babymassage abgeschlossen. „Die Mamas und ihre Kleinen waren super dabei“, erzählt die in Brandenburg an der Havel lebende Schwäbin, die ihre Babymassagekurse in normalen Zeiten live in der Walzwerksiedlung abhält. Das Kennenlernen aller Online-Kursteilnehmerinnen „in echt“ soll zu gegebener Zeit nachgeholt werden. Derweil laufen die Vorbereitungen für einen April-Onlinekurs mit neuen enthusiastischen Säuglingen.
***
Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Eintritt ins Marienbad wird teurer – mehr Schwimmkurse im Angebot
Taxifahren: Bald teurer als in München oder Hamburg
Hausarzt jubelt: Mehr Impfstoff geliefert als erwartet
Neue Spundwand: Die Stadtmarina wird erweitert
***
Das ist diese Woche im Umland wichtig

Corona: Erzieher der Bensdorfer Kita wollen sich nicht impfen lassen
Action auf dem Trampolin: Lehniner Duo startet Jumping Fitness
Überraschend gestorben: Mittelmarks Behindertenbeauftragter Udo Zeller ist tot
Betreiberwechsel für Golzower Freibad ist perfekt
***
Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 12. April, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 16. April in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: Einsteinstraße/Altstädtischer Friedhof an der Magdeburger Landstraße. Aus den Einsendungen haben wir Katrin Mehlhorn aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
***
Stephan Bodens Woche

Stephan Boden beim Schreiben seiner MAZ-Kolumne. (Foto: privat)
Stephan Boden beim Schreiben seiner MAZ-Kolumne. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Wenn die Menschen nicht mitmachen, bringt auch ein harter Lockdown nichts. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
***
Der Blick in die Heimatgeschichte

Per Überblendtechnik zeigt das Stadtmuseum die Zerstörung von 1945 und den heutigen Zustand.
Per Überblendtechnik zeigt das Stadtmuseum die Zerstörung von 1945 und den heutigen Zustand.
Der Aufbau des neuen Gebäudes dauert nur einen Augenblick. Aus dem schwer beschädigten Kurfürstenhaus an der Steinstraße wächst das Wohn- und Geschäftshaus mit dem Reisebüro heraus – Überblendtechnik macht es möglich. 13 dieser Bilder kann man derzeit in der Alt- und in der Neustadt Brandenburgs entdecken. Das Stadtmuseum bietet den Brandenburgern damit einen besonderen historischen Spaziergang an.
Die Tour ist Teil der Sonderausstellung „1945 – Krieg und Frieden“, die mal wieder nicht zu sehen ist, weil das Museum im Frey-Haus coronabedingt geschlossen ist. Was die Macher mit der interaktiven Schau bezwecken, hat Museumsleiterin Anja Grothe der MAZ verraten.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.