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Theater am Theater + + Wie weiter in der Steinstraße? + + Foto-Event: Schön und stark

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
Hoch die Hände, Wochenende! Im Corona-Einerlei haben wir nun wieder eine Woche geschafft und Sie lesen wie immer freitags den Newsletter der MAZ. Gleichwohl ist es nicht so, als wäre nichts passiert. Verlässlich sorgt das Brandenburger Theater dafür, dass der Laden nicht zur Ruhe kommt, in dem fast täglich Absurditäten aus dem Haus in der Grabenstraße ans Licht der Öffentlichkeit gelangen.
Es war eine gute Nachricht, als im März der künstlerische Leiter Frank Widmaier ankündigte, er plane noch in dieser Saison das bekannt Musical „Jesus Christ Superstar“. Mit Blick auf das nicht nur durch Corona gebeutelte Haus versprach Widmaier damit einen Höhepunkt und versöhnlichen Abschluss der Spielzeit. Den wird es aber nicht geben. Weniger wegen der Bundes-Notbremse als vielmehr, weil Theater-Geschäftsführerin Christine Flieger glaubt, dass Widmaiers Planungen in den Bereich der mangelnden Sorgfaltspflicht, der Fahrlässigkeit bis hin zur möglichen Köperverletzung reichen könnten.
Das ist ihr gutes Recht. Aber das sagt und schreibt Christine Flieger nicht nur einfach ihrem Kollegen. Nein, das macht sie mit großem Verteiler an den Aufsichtsratschef und das Land (inklusive der Beraterfirma Metrum), damit auch klar ist, was man von Widmaiers Arbeit zu halten hat. Natürlich weiß Flieger, dass sich Widmaier als Intendant bewerben will. Das kann er jetzt wohl vergessen.
Der Öffentlichkeit teilt man dann mit, man sage das Stück nur aus Gründen der Pandemie ab. Das ist in etwa so absurd wie der ähnliche gelagerte Fall vor zwei Jahren, als ein Konzert des Frankfurter Staatsorchesters in Brandenburg mit dem Hinweis auf die Krankheit Frankfurter Musiker abgesagt wurde. Eine schlichte Unwahrheit: Da war niemand krank. Das BT hatte nur keine Karten verkauft. 
Widmaier seinerseits reagierte nun, wie man es von ihm erwartete. Wortreich, entschuldigend, erklärend – und ebenfalls wieder mit großem Verteiler. Er empfindet das Verhalten von Flieger übergriffig und nicht akzeptabel. Die Folge: So ziemlich alle Empfänger dieser Scheiben sind inzwischen zutiefst genervt und wünschen sich, dass das alles irgendwann ein Ende hat.
Auch für Journalisten ist das Thema nicht erquicklich. Als Überbringer schlechter Nachrichten könnte man schon mal den Kopf verlieren, wenn Frau Flieger, wie jüngst, dem Aufsichtsrat schriftlich gibt, dass die lokale MAZ ohnehin nur „tendenziös, undifferenziert, einseitig und zum Teil in unwahrer Weise über das BT berichtet.“ Um dem Aufsichtsrat gleich noch einen mitzugeben: Bei ihr entstehe zudem der Verdacht, dass der Autor „noch immer Informationen aus dem Aufsichtsrat erhält“ und das stelle ja wohl einen „missbräuchlichen Informationsweg dar“. 
Nun kann man ja gern Presse und Aufsichtsrat ungestraft beschimpfen. Und Fehler machen auch alle mal. Allein: Manchmal hilft ein Blick von außen. Den haben die Profis von der Beraterfirma Metrum. Und sie sind zum Schluss gekommen: Das „sehr schlechte Betriebsklima“ sei das zentrale Hindernis für eine erfolgreiche Entwicklung des BT. Es sei gekennzeichnet von persönlichen Konflikten, Lagerbildung, Misstrauen, und den Vorwürfen von Mobbing und Intrigen. Irgendwie bildet allein das Geschehen aus dieser Woche am BT die Einschätzung der Berater ganz trefflich ab.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre und ein bisschen erhöhten Puls. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailpostfach. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, sie sollten mal im Newsletter Erwähnung finden, dann schreiben Sie mir einfach unter Benno.Rougk@MAZ-online.de.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Yalda Mir
Yalda Mir
Das Bildungssystem und der Unterricht müssen sich für Yalda Mir ​deutlich verändern. Unter der Überschrift „Diese Fächer braucht die Schule“ postet die Wirtschaftsjuristin auf Instagram Ideen für sinnvolle Fächer in der Schule. „Ernährung, der Umgang mit Finanzen, Psychologie, Kommunikation und positive Gedanken sind wichtig für das Leben. Häufig wusste man nach der Schule nicht, wie man seinen Weg bestmöglich gestalten soll. Die Schule stellte mit dem veralteten Bildungskonzept eine bedingt starke Stütze dar. Die Welt nach der Schule ist sehr agil, digital und verändert sich schnell. Darauf ist man aber kaum vorbereitet und teilweise überfordert“, sagt die 28-Jährige. Die Brandenburgerin hofft, dass Lehrer den Fokus auf Leidenschaften und Neigungen der Schüler lenken, diese erkennen und fördern. 
Kornelia Mang
Kornelia Mang
Für ihr Baby Mia ist Kornelia Mang ​kreativ. Sie näht ihrem Kind Pumphosen, Sweater und einen Rucksack für die Kita. „Dabei kann ich etwas Neues erschaffen und zeitgleich entspannen. Ich freue mich, wenn etwas fertig ist und meine Tochter süß darin aussieht“, sagt die Brandenburgerin. Mia schaut ihr bei jeder Arbeit zu. Weil sich Kornelia Mangs Fähigkeiten herum sprechen, arbeitet sie gerade an einem Girly-Sweater für ihre Nichte. „Nähen mit Baby dauert ab und an mal etwas länger, aber auf Nachfrage lasse ich mir auch etwas für Freunde und Verwandte einfallen“, sagt die 36-Jährige.
Heinrich Thiermann
Heinrich Thiermann
Lässig steht er da. Mit Schiebermütze, die Jacke in der linken Hand über die Schulter geworden. Hosenträger geben dem Landwirt Halt. Zum Coverboy hat es der Mötzower Spargelkönig Heinrich Thiermann ​zwar trotz fröhlich-forscher Mimik noch nicht gebracht. Aber im aktuellen Penny-Wochenprospekt ist er auf Seite 14 wie zufällig vor einem großen folienbewehrten Spargelfeld zu sehen. Natürlich nicht nur mal so, sondern weil der Discounter zeigen will, welcher Landwirt das regionale Saisongemüse anbaut, das in den Märkten verkauft wird. 
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Steinstraße: Gastronomen und Händler fürchten um ihre Zukunft
Leichte Entspannung auf den Covid-19-Stationen im Klinikum
Bei ZF stehen zwei weitere Warnstreiks bevor
In dieser Praxis fühlt sich ein Dobermann pudelwohl
Söhne sind wegen ihrer Sucht Verbrecher: Wie eine Mutter darunter leidet
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 10. Mai, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 14. Mai in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: der Atlas in der Wollenweberstraße. Aus den Einsendungen haben wir Melanie Scharnitz aus Brandenburg an der Havel als Gewinnerin ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden in seinem Büro. (Foto: privat)
Stephan Boden in seinem Büro. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Warum es toll ist, wenn Menschen gemeinsam etwas Schönes schaffen. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Schön und stark

Dieses Foto ist im Rahmen des Fotoevents 2020 entstanden. (Foto: Franziska Günther)
Dieses Foto ist im Rahmen des Fotoevents 2020 entstanden. (Foto: Franziska Günther)
Gemeinsam schön und stark: Krebspatientinnen aus ganz Deutschland treffen am 21. Juni in Altbensdorf aufeinander. Das Ziel: Mutmacherfotos. Was hinter dem Projekt steckt, hat unsere Reporterin Natalie Preißler ganz wunderbar aufgeschrieben. Und das Beste: Wer mitmachen will, kann sich noch bis Ende Mai bei den Organisatoren melden.
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