Unsere Milchstraße ++ Schöne Töne ++ 100 Jahre Bauchschmerzenbrücke

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Zu den schönen Möglichkeiten in Brandenburg an der Havel gehört, das man so hübsch im Kreis herumlaufen kann. Nicht auf dem Packhof um einen Baum herum, sondern im großen Bogen durch die drei historischen Stadtkerne und die vorgelagerten Wohn- und Geschäftsgebiete.
Auf meiner Lieblingsrunde liegt die Näthewindebrücke, dieser zauberhafte Brückenschlag über den schmalen Havelarm. Seit dem Herbst 2021 läuft die Sanierung, die eigentlich innerhalb von zwei Monaten hätte erledigt gewesen sein sollen (dieser Satz ist grammatisch Käse, klingt aber schön schräg). Doch der 23. November verstrich und das einzige, das für den Spaziergänger sichtbar geschah, war das Überkleben des Schildes vor der Baustelle mit einem neuen Datum. Auch das hat sich überholt, denn der Zustand der Brücke ist viel miserabler als bislang befürchtet.
Überklebtes Schild mit dem inzwischen überholten März-Termin (Foto: Hesse)
Überklebtes Schild mit dem inzwischen überholten März-Termin (Foto: Hesse)
Also muss ich meine Runde über den vielbefahrenen Mühlendamm ausweiten. Aber nicht mehr lange ist das für den Spaziergänger ein unangenehmer Umweg. Bald ist der Mühlendamm nämlich sowas von verkehrsberuhigt, dass ich mich auf der Straße unbehelligt austoben kann. In wenigen Tagen beginnen die Bauarbeiten am Molkenmarkt bis zur Fischerstraße. Der Durchgangsverkehr muss die Stadt umrunden, was für Autofahrer verdammt ärgerlich ist.
Eine schöne Runde führt über die neue Jacobsgraben-Brücke. Von der Friesenstraße aus ist der Zugang ganz passabel. Zwischen Brücke und Bauhofstraße sieht man, wie groß noch das gestalterische Wegeführungspotenzial ist. An der Bauhofstraße angekommen, erkennt man auf der gegenüberliegenden Seite und bei Alexa vorbei die Fortsetzung in Richtung Stadtkanal. Doch an der Bauhofstraße kann man sich zuweilen die Beine in den Bauch stehen.
Deshalb fragte die Stadtverordnete Anette Lang jetzt nach, ob die Stadt just dort nicht einen sicheren Überweg schaffen könnte. Nö, sagt Bürgermeister Michael Müller. Das war die Kurzform. Und hier die Langfassung: „Für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges sind Voraussetzungen zu erfüllen, die in den ,Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen’ definiert sind. Hier sind aber auch die Ausschlusskriterien formuliert, nach denen ein Überweg nicht angelegt werden darf“, sagte Müller. Die Ursache sei die Straßenbahn.
Immer diese Straßenbahn: Immer fühlen sich Autofahrer von ihr ausgebremst und sehen Radler ihre Reifen in der Versenkung verschwinden. Bislang jedenfalls. Während sich die Autofahrer weiter ärgern dürfen, versuchen die Verkehrsbetriebe, in der Großen Gartenstraße Frieden mit den Radlern zu schließen. Dort bauen sie eine Technik ein, die Fahrradstürze in Schienen vermeiden soll.
Aber auch den Autofahrern geht eine Sonne auf: Montag beginnen die ersten Arbeiten für die Ortsumgehung von Schmerzke. In naher Zukunft braust man dreispurig um das Dorf herum und ist einsfixdrei an der Autobahn.
Ich drehe derweil die nächste Runde. Über den Marienberg ist sie auch sehr schön, selbst bei Nieselgrieselpieselwetter. Achten Sie mal darauf, wie schön sich ganz feiner Regen im Gesicht anfühlt. Viel Vergnügen.
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Brandenburgs Kämmerer Detlef Reckow ist nicht nur ein harter Sparfuchs, sondern auch sonst sehr konsequent. Am Mittwochabend sollte er im Stadtentwicklungsausschuss den neuen Doppelhaushalt erklären, wollte aber in Pandemiezeiten nicht ewig in dem gut mit Menschen gefüllten Raum sitzen. Also harrte er klaglos drei Stunden vor der Tür aus, bis er zu seinem Vortrag aufgerufen wurde. Ausschusschef Georg Riethmüller (CDU) stellte es den Mitgliedern zudem frei, nach Hause zu gehen – entschuldigt natürlich. Die Blöße hat sich dann doch aber keiner gegeben.
Pfarrer Stefan Hartmann (Foto: Bürstenbinder)
Pfarrer Stefan Hartmann (Foto: Bürstenbinder)
Die sechs Kirchengemeinden am Beetzsee und Pfarrer Stefan Hartmann werden auch in Zukunft einen gemeinsamen Weg gehen. Nach dem Ablauf einer zweijährigen Entsendung durch das Konsistorium der Landeskirche, haben sich alle Gemeindekirchenräte für die dauerhafte Anstellung Hartmanns als Pfarrer ausgesprochen. Dabei geht es zunächst um einen Zeitraum von zehn Jahren. Coronabedingt wurde der Einführungsgottesdienst auf den 12. Juni 2022 verlegt. Eigentlich war der Pfarrer in seiner Jugend drauf und dran, Arzt zu werden. In Greifswald nahm er ein Medizinstudium auf, sattelte dann aber doch in Berlin auf Theologie um.
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Das ist diese Woche wichtig

Das, liebe Leute, könnte eine Milchstraße werden (Foto: Hesse)
Das, liebe Leute, könnte eine Milchstraße werden (Foto: Hesse)
Lange war sie verschwunden, verborgen hinter einem Betriebszaun und einem Imbiss. Nun, den Betrieb (Fleischerei Ewald) gibt es nicht mehr, den Imbiss auch nicht, und so kehrt die Gasse zwischen der früheren Fleischerei und dem heutigen Weinladen wieder in die Öffentlichkeit zurück. Die Stadt macht diesen Weg gerade hübsch, lässt Platten verlegen und Bäumchen pflanzen. Schreit das nicht danach, dieses wundervolle Werk mit einem Straßennamen zu krönen? Die MAZ hat die Leserinnen und Leser gefragt. Die waren durchweg begeistert und haben unglaublich viele Vorschläge eingereicht. Daraus wählte die Redaktion die fünf Favoriten aus und schickte die beiden Gewinner in die Stichwahl. Letztlich siegte die Milchstraße.
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Die WBG investiert 20 Millionen Euro
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Das ist im Umland los

Sina Emmerich aus Lehnin (Foto: Reiner Ring)
Sina Emmerich aus Lehnin (Foto: Reiner Ring)
Sie hat es wieder getan und wieder mit Thommy Krawallo. Sina Emmerich, Sängerin, Gitarristin und Komponistin aus Lehnin, war in Golzow in Krawallos Tonstudio und hat mit ihm und zwei weiteren Musikern zwei Songs eingespielt. Aus der A-Seite der neuen Single ist überdies ein Video entstanden, das jetzt auf Youtube läuft. Torsten Gränzer, Musiker aus Brandenburg an der Havel, stellt in der MAZ das neue Emmerich-Projekt vor. Was zu hören gibt es hier auch.
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Raupen fressen junge Linden in Kloster Lehnin krank
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Aktion: Erinnerungen und Bilder gesucht

Hohenstücken feiert bald Jubiläum (Foto: privat)
Hohenstücken feiert bald Jubiläum (Foto: privat)
Einst geliebt, heute eher stiefmütterlich behandelt: Das Wohngebiet Hohenstücken feiert 50-jähriges Bestehen. 1972 entstanden die ersten Plattenbauten, die den Brandenburgern hellen und trockenen Wohnraum mit Innenklo boten. Zeitweilig lebten 25.000 Menschen in dem Gebiet im Norden der Stadt Brandenburg. Um das Jubiläum würdig begehen zu können, sucht die MAZ Fotos und Erinnerungen der Brandenburger. Selten waren Fotos mit spielenden Kindern auf Bausandhügeln so begehrt wie heute.
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Bilderrätsel

Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
Wo in Brandenburg an der Havel ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 17. Januar, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 21. Januar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir das “Havelschlösschen” in der Luckenberger Straße. Aus den Einsendungen haben wir Carmen Senftleben aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Volle Pulle Strom (Foto: dpa)
Volle Pulle Strom (Foto: dpa)
Alle reden vom Klimawandel. Und davon, dass jeder Mensch gefordert ist, etwas uu tun. Tschuldigung, Sie natürlich nicht, Frau Weidel. Stephan Boden will aber nicht nur labern, sondern tatsächlich umsteigen. Beim Boot hat er es schon vollzogen. Nun geht es dem Familienauto an den Kragen, was angesichts einer dürftigen Lade-Infrastruktur eine echte Herausforderung ist. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Die Bauchschmerzenbrücke bei der Eröffnung am 8. Januar 1922 (Foto: Stadtmuseum Brandenburg)
Die Bauchschmerzenbrücke bei der Eröffnung am 8. Januar 1922 (Foto: Stadtmuseum Brandenburg)
Brandenburgs schönster Buckel ist jetzt rund. Am 8. Januar 1922 gab die Stadt die Gottfried-Krüger-Brücke frei. Dazu gab es eine schicke Promenade an der Havel entlang. Den Spitznamen “Bauchschmerzenbrücke” bekam das Bauwerk mit dem weißen Geländer schon kurz nach der Eröffnung. Und ein paar Legenden dazu. Zu den Gratulanten gehörten in dieser Woche Mädchen und Jungen aus der Kita Wellenreiter. Sie hatten tolle Geschenke dabei.
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