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Urlaubszeit und Spaß dabei ++ Streicheleinheiten für Waldmöpse ++ Ausstellung in Johanniskirche

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
schön, dass Sie meine Mail geöffnet haben und wieder dabei sind bei Ihrem und unserem Freitags-MAZ-Newsletter, der Havelpost
Der Urlaub naht! Seit Wochen schon geben mir Freunde und Verwandte gute Tipps, ob und wie das denn nun was werden könnte mit meinem Urlaub mit Sippe auf der Ferieninsel Mallorca. Die Finca steht bereit, der Mietwagen auch (die Preise für beides haben sich mal fix verdoppelt. Weil ja das miese Jahr 2020 kompensiert werden muss: Müssen sie doch verstehen, bla, bla, bla…) und die deutschen Freunde, die seit 20 Jahren dort leben, warten auf uns und originales Haribo.  
Und was macht das Coronavirus? Es mutiert und spielt wilde Sau. Ebenso wie die Kids und Jugendlichen, die dort Party machen. So mit Kuscheln und Techno im Industriegebiet und bewusstseinserweiternden Substanzen. Will ich ihnen das verübeln? Nein - und sie werden ja auch nicht krank. Was mir ein bisschen auf die Nerven geht: die Panikmache! Die Krankenhäuser sind leer. Und das liegt daran, dass hier wie in Spanien schon viele geimpft sind. Und das wird alles noch viel entspannter, wenn noch viel mehr Menschen – jung und alt - geimpft sind. 
Insofern kann ich Länder gut verstehen, die sagen: Hier kommt nur noch rein, wer geimpft ist. Klar, man kann ja auch besorgt und ungeimpft in Deutschland bleiben. Auch schön, wirklich. Aber manchmal muss der Ossi in mir raus und da halt’ ich es doch eher mit Jan Delay in dessen Titel „Spass“, zu hören hier:
„Ist schon alles ziemlich trist, wenn man besorgter Bürger ist.
Denn ob Champagner oder Traumstrand: Fast alle schönen Dinge kommen aus dem Ausland.
Eine Katastrophe wär’s auch kulinarisch, denn exotische Aromen sind nicht arisch.“ 
Jan Delay - Spass ft. Denyo (Official Video)
Jan Delay - Spass ft. Denyo (Official Video)
Sind erst einmal genug geimpft und ist die „Herde immun“, fragt auch kein Mensch mehr nach dem gefährlichen Virus. Manche Dinge verschwinden fast von allein. Ich denke da nur an die monatelange Kritik wegen der angeblich nicht funktionierenden Impfkampagne. 
Gehen Sie doch heute mal zu Ihrem Hausarzt, ins Impfzentrum oder ins Städtische Klinikum. Das flutscht da. Aber wenn es nichts zu meckern gibt, dann vergisst mancher schnell, der neulich noch auf dem Neustädtischen Markt „aufstand“ und gegen die Corona-Diktatur demonstrierte oder Parolen auf den Asphalt schrieb, in denen Knast für die Kanzlerin gefordert wurde und wird. Lustig: Die Johns Hopkins University (führend in der Corona-Forschung) verlieh Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag die Ehrendoktorwürde „für ihre prinzipientreue und mutige globale Führung“. Ihr nun 18. Ehrendoktor. Und zwar wegen ihrer „beispiellosen Entschlossenheit und Integrität“ während der Krisen „von der Großen Rezession bis zur Covid-19-Pandemie“. Die haben offensichtlich nicht bei besorgten Brandenburgern und Querdenkern nachgefragt. Haben sie vielleicht vergessen.
Sie haben doch bestimmt auch schon fast vergessen, dass die Steinstraße seit fast vier Monaten wegen des Ausbaus existierender Haltestellen einseitig für den Verkehr gesperrt ist und dass wegen der etwas absurden Diskussion um die Möglichkeit, brennende Häuser zu löschen, das Gros der Parkplätze aus der Steinstraße verbannt wurde. Aber machen wir uns nichts vor: Wir haben uns daran gewöhnt und es funktioniert. Abends jetzt ohne viel Verkehr dort auf dem Gehweg vorm Restaurant zu sitzen, macht richtig Spaß. Sogar Radfahren kann man jetzt dort. Ist das womöglich ein Feldversuch, der durch die kalte Küche beweist: Es würde auch ohne Verkehr in der Steinstraße gehen? Nur mit Straßenbahn und Rad? Ich vermute es fast. Was meinen Sie? 
Ich wünsche Ihnen ein zauberhaftes Wochenende. Und schreiben Sie mir, wenn wir unsere MAZ-Havelpost besser machen können. Gibt es Themen, die wir in den Newsletter aufnehmen sollen? Über ihr Feedback per Mail unter Benno.Rougk@MAZ-online.de würde ich mich freuen.  
Ihr Benno Rougk 
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel und drumherum leben.
Katrin Tietz (Foto: JAST)
Katrin Tietz (Foto: JAST)
Katrin Tietz ist als Behindertenbeauftragte der Stadt und auch sonst gut vernetzt in Brandenburg an der Havel. Sie hilft, wenn Not am Mann ist. Der Mann in Not ist ein älterer Herr, der leider dement ist und normalerweise im Alloheim in der Brandenburger Altstadt lebt. Doch mit seinem Rollator macht er sich manchmal selbstständig, geht los und niemand weiß, wo er ist. So ist es am Mittwoch wieder gewesen. Den Hilferuf der Angehörigen hat Katrin Tietz gleich über ihre Kanäle verbreitet und hofft nun, dass der als sehr liebenswert bekannte Mann schnell wieder gefunden wird und in Sicherheit kommt. 
Norbert Rethmann (Foto: Köster)
Norbert Rethmann (Foto: Köster)
Es wird das Geheimnis eines der größten deutschen Familienunternehmer bleiben, warum es ihm der Unternehmensstandort Brandenburg an der Havel so angetan hat, dass er immer wieder – mehr oder weniger inkognito – hierher kommt. Norbert Rethmann war bereits mehrere Male im Recyclingpark und hat auch in der zweijährigen Entwicklungszeit den dortigen Remine-Standort dreimal besucht. Dabei hat der Recycling-Unternehmer mehr als 600 Standorte weltweit und sein riesiges Gut Wamckow in Mecklenburg-Vorpommern, wo es sich der 81-Jährige – der immer noch selbst Auto fährt – gut gehen lassen kann. 
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Das ist diese Woche wichtig

Loriots Waldmöpse bekommen endlich mehr Zuwendung
Gesprengte Brücke: Betonblöcke sollen Lebensmüde abhalten
Recycling-Firma schürft Gold und Platin aus Schredder-Gut
Sperrung der August-Bebel-Straße: Wieder Superstau in der Stadt
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Das ist im Umland los

Wer kennt die fleißigen Küchenfrauen von Bollmannsruh?
Im Radeweger Hof-Café duftet der Kuchen durch die Woche
Corona: Erstmals Infektionen mit Delta-Variante in Potsdam-Mittelmark
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Wohin am Wochenende?

Ausschnitt aus dem Werk „Invasion“ von Franka Schwarz. (Foto: Promo)
Ausschnitt aus dem Werk „Invasion“ von Franka Schwarz. (Foto: Promo)
Keine hübschen Brandenburger Landschaften und nette historisierende Stadtansichten – diese „Heimat-Liebe”, so der Titel der neuen Kunstausstellung in der Johanniskirche, ist anders. Sechs Künstler, so divers wie ihre Arbeiten, zeigen Klanginstallation, Objekte, Animation, Malerei und Grafik. Zu sehen ist die Ausstellung ab Samstag. Die Vernissage in Anwesenheit aller Künstler beginnt um 15 Uhr. Fast alle Möglichkeiten der zeitgenössischen Kunst werden in den Werken ausgeschöpft, um die vielfältigen Gedanken und Assoziationen der Ausstellenden zum Thema darzustellen.
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 19. Juli, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 23. Juli in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: das Klinikum in der Hochstraße. Aus den Einsendungen haben wir Martin Meischker aus Brandenburg als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Stephan Boden an seinem Schreibtisch. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: gendergerechte Sprache. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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