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Verkehrsplanung deluxe + + Brückensprengung am 19. Mai + + Havelfest fällt aus

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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
alles klar? Wir haben wieder eine Arbeitswoche fast geschafft! Und Sie sind wieder dabei und haben den Newsletter der MAZ geöffnet. Das finde ich gut. Noch besser fände ich es, Sie würden ihn Freunden und Verwandten empfehlen, es Ihnen gleich zu tun.
Ich werde derzeit den Eindruck nicht los: Das Rathaus und Teile der Stadtverordneten träumen davon, den “autolosen Brandenburger” zu züchten. Anders kann ich mir die Exzesse nicht erklären, die derzeit auf Kosten der Autofahrer auf immer neuen Plänen das Licht der Welt erblicken.
Fangen wir an am Packhof: Dort sollen in der Packhofstraße und in der Eichamtsstraße ein paar Dutzend Wohnungen entstehen, bevor der große Wurf kommt - also die Bebauung des Packhofes selbst mit hochwertigem Wohnraum. Nun sind sich ja gottlob die meisten einig, dass die Bebauung kommen soll - auch wenn das gefühlt noch ein Jahrzehnt dauern könnte. Aber schon jetzt ist klar: Genug Parkraum wird es nicht geben. Und um das zu untermauern, macht das Rathaus quasi über Nacht gut die Hälfte der bestehenden Parkplätze platt. Klar, der Brandschutz muss dafür als Begründung bei den Bestandsbauten herhalten und das klingt auch ganz plausibel. Aber bitte! Bei Neubauten auch? In der besten Innenstadtlage soll ein zweiter Rettungsweg am Neubau auf Kosten von Stellplätzen gespart werden? Das kann doch die Bauverwaltung nicht ernst meinen.
Und genauso wenig kann sie ernst meinen, dass man die Altstadt vom Autoverkehr weitgehend befreit, um die Autos dann an anderer Stelle als buntes Band der Sympathie im Dauerstau stehen zu lassen. Beispielsweise in der Bergstraße vor Kita, Krankenhaus und Altenheim. Wer bitte schwitzt sich denn so etwas aus?
Mein All-Time-Favorite der Verkehrsplanung sind allerdings die Poller, mit denen schlaue Köpfe glauben, den Brandenburger Dom vom Verkehr zu befreien. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich! Und seien Sie sich sicher: Das ist nicht die letzte Poller-Idee, über die Sie sich als Brandenburger Autofahrer noch aufregen werden.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Newsletter-Lektüre und ein bisschen erhöhten Puls. Die nächste Ausgabe der Havelpost haben Sie am kommenden Freitag in Ihrem Mailfach. Wenn es Dinge gibt, von denen Sie glauben, sie sollten mal im Newsletter Erwähnung finden, dann schreiben Sie mir einfach unter: Benno.Rougk@MAZ-online.de.
Herzliche Grüße,
Ihr
Benno Rougk
Redaktionsleiter
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Auf der Havel...

Dampfer Luise auf der Havel
Dampfer Luise auf der Havel
Die Schifffahrtssaison beginnt. Überall sind die Häfen voll, die Boote sind zurück aus dem Winterquartier in ihrem natürlichen Habitat. So auch der Dampfer Luise vom Historischen Hafen in Brandenburg an der Havel, der nun wieder über die Havel schippert.
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Leute Leute...

Es gibt sie, die kleinen Geschichten, die es normalerweise nicht in die Berichterstattung der MAZ schaffen. Hier schreiben wir sie dennoch auf, weil sie von den Menschen handeln, die in Brandenburg an der Havel leben.
Alfredo Förster (Foto: privat)
Alfredo Förster (Foto: privat)
Manchmal ist man beliebter, manchmal weniger beliebt. Der frühere Kommunalpolitiker Alfredo Förster (SPD) weiß das nur zu gut. In jüngerer Vergangenheit hat er jedenfalls etwas mehr Zuspruch erfahren - und das hatte seinen Grund. Förster ist Manager bei Pfizer, dem Impfstoff-Partner von Biontech. Was liegt da ferner, als ihn zu fragen, ob er da nicht in Sachen Impfstoff etwas machen kann? „Ja, ich habe da so manche Anfragen bekommen, aber keine von Sozialdemokraten“, berichtet der Brandenburger. Weiterhelfen konnte er allerdings nicht. Denn erstens ist Pfizer nicht für den Impfstoff-Vertrieb in Deutschland zuständig, zweitens hat Förster als für Blutgerinnungs-Medikamente verantwortlicher Pfizer-Mitarbeiter keinen Zugang zum Impfstoff. Und drittens lehnt er jede Bevorzugung außerhalb der Reihe ab. Auch Förster selbst ist noch nicht geimpft, stellt sich an und wartet keineswegs nur auf den Impfstoff aus dem eigenen Haus. „Alle zugelassenen Impfstoffe sind sehr gut“, versichert er und empfiehlt jedem diesen Schutz. Dann, wenn er oder sie an der Reihe sind.
Michael Hase (Foto: Großmann)
Michael Hase (Foto: Großmann)
Seinen ersten Corona-Schnelltest hat Michael Hase in der neuen Teststation der Wusterwitzer Kulturscheune erlebt. „Ich hatte ein leichtes Kitzeln in der Nase und Rachen, schon war es vorbei. Es wird gut aufgeklärt. Auch wenn ich vorher nicht beunruhigt war, ist die Gewissheit gesund zu sein sicherer, als sich nur auf das bloße Gefühl zu verlassen“, sagt der Amtsdirektor. Ab sofort kann sich jeder Wusterwitzer mittwochs von 9 bis 12 Uhr von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes testen lassen. Hase kommt wieder. „Natürlich, denn ich möchte weiter wissen, ob ich gesund bin.“
Steffen Scheller (Foto: Steiner)
Steffen Scheller (Foto: Steiner)
Den Mund fusselig reden muss sich wahrscheinlich noch einige Zeit Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU). Bei der Suche nach Tourismus-Investoren für die Rieselfelder Wendgräben wiederholt er gebetsmühlenartig, dass er „weder einen Heidepark noch ein Brandenburg-Disneyland und schon gar keinen Tagestourismus“ dorthin haben wolle. Mal sehen, was rauskommt.
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Das ist diese Woche in der Stadt wichtig

Am 19. Mai fällt die marode Brücke
Amtlich: Das Havelfest fällt 2021 aus
Arbeitgeber in der Pflicht: Gibt es genug Corona-Tests für Mitarbeiter?
Jürgens-Gruppe hat ihre Mercedes-Autohäuser verkauft
Sperrung der Altstadt im Ausschuss durchgefallen
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Das ist diese Woche im Umland wichtig

Lehniner Impfstelle geht trotz Engpass an den Start
Paukenschlag im Rathaus: Kloster Lehnins Kämmerin hat gekündigt
Einer muss die Bratwurst nach Pritzerbe bringen
Müll auf Deponie Altbensdorf belastet das Grundwasser
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Bilderrätsel

Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Wo - und was - ist das? (Foto: Hesse)
Eine regelmäßige Rubrik in der Havelpost ist das MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 19. April, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 23. April in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
Die Lösung des Rätsels aus der vergangenen Woche lautet: das Slawendorf. Aus den Einsendungen haben wir Felix Manske aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Stephan Boden in seinem Büro. (Foto: privat)
Stephan Boden in seinem Büro. (Foto: privat)
Wie ist das Leben in Brandenburg an der Havel mit Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen des Lebens? Wir konnten den in Brandenburg an der Havel lebenden Autor Stephan Boden für eine wöchentliche Kolumne gewinnen, in der er seine Erlebnisse und Beobachtungen aus der Stadt - und darüber hinaus - humorvoll und pointiert schildert. Aktuell treibt ihn um: Wie der Wahlkampf die Pandemiebekämpfung verdrängt. Hier können Sie die aktuelle Folge von “Bodens Woche” nachlesen.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Aus historischer Sicht gehörte der Storchenturm als Wach- und Wehrturm zur Vorburg der einstigen Bischofsresidenz Ziesar. (Foto: Sammlung Hesse)
Aus historischer Sicht gehörte der Storchenturm als Wach- und Wehrturm zur Vorburg der einstigen Bischofsresidenz Ziesar. (Foto: Sammlung Hesse)
Der Storchenturm: Rund 500 Jahre ist das 22 Meter hohe Wahrzeichen vor der Burg Ziesar schon alt. Alle kennen es nur als Storchenturm. Seine Berühmtheit hat aber mehrere Gründe. Domizil der Vögel ist der 22 Meter hohe Turm der mittelalterlichen Burganlage seit Generationen, der deshalb vom Volksmund den Namen Storchenturm bekam. Einige Quellen sprechen von 1863 als dem Jahr der ersten Erwähnung der Störche. 1971 kamen die Ziesarer auf die Idee, die Turmspitze mit einer Nisthilfe auszustatten, um den geliebten Störchen das Brüten leichter zu machen. Was das Bauwerk im äußersten Südwesten des Landes Brandenburg so besonders macht, hat unser Kollege Frank Bürstenbinder hier aufgeschrieben.
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