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Viel Dreck ++ Tempo 30 ++ Schöne alte Orgeln

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und sich auf Ihren MAZ-Newsletter freuen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Sind Sie gut rübergekommen? Bestimmt. Auf jeden Fall haben die meisten von uns einen sehr viel ruhigeren Jahreswechsel erlebt. Als ich am Neujahrsvormittag durch die Brandenburger Innenstadt ging, war ich angenehm überrascht, wie wenig verdreckt die Straßen waren. Punkt 0 Uhr stand ich auf der Jahrtausendbrücke, habe gesehen und gehört, was da in Luft gejagt worden ist. Keine zwölf Stunden später war davon kaum noch etwas zu sehen. Ob die Verursacher ihren Dreck weggemacht haben oder liebe Mitbürger oder die Heinzelmännchen, ist mir schnuppe: Euch gilt mein herzliches Dankeschön.
Kaum Dreck am Neujahrstag auf der Brücke (Foto: Hesse)
Kaum Dreck am Neujahrstag auf der Brücke (Foto: Hesse)
Ich habe mich wirklich gefreut und mich von meinen blauen Augen in eine saubere Zukunft tragen lassen. Doch dann schlug die Wirklichkeit gnadenlos zu, denn auf dem Marienberg waren die Schmiermonster und Zerstörbolzen los. Die Freilichtbühne sieht mal wieder aus wie Sau und viele Stellen zeugen von dem Bemühen der Dummbeutel, etwas kaputtzumachen, weil sie es kaputtmachen meinen zu müssen. So hatten es “Ton Steine Scherben” jedenfalls nicht gemeint.
Vielleicht ist alles Appellieren nur hoffnungsloses Gerede und es ändert sich doch nichts. Eher bekommen wir alle den Corona-Mist in den Griff, auch wenn es immer wieder neue Varianten gibt und viele Verantwortliche immer noch im Quark herumstochern.
Es tut mir so leid, dass viele Vereine wieder auf dem Schlauch stehen, nicht trainieren und nicht auftreten können. Zuletzt sagten der Karnevalsclub Havelnarren und der Brandenburger Karnevalsclub ihre Veranstaltungen ab. Wer auch nur ansatzweise eine Vorstellung hat, wieviel Kraft, Liebe und Zeit die kleinen und großen Leute in die Vorbereitung gesteckt haben, fühlt bestimmt ihren Schmerz.
Schon 2021 hieß es, im nächsten Jahr ist alles besser. Dieses Lied könnten wir auch jetzt an- und die Tanzgarden auf 2023 einstimmen. Vielleicht wäre es ehrlich zu sagen: Die neue Bundesregierung hat mehr Arsch in der Hose, führt die Impfpflicht ein und wir können Corona demnächst endlich gelassener betrachten.
Dann hätten wir auch wieder den Blick frei für andere Themen, die aus unserem Bewusstsein verschwunden, aber immer noch da sind. Dazu gehört der Überlebenskampf unendlich vieler Menschen anderswo auf der Welt. Menschen, die der Hunger, der Krieg, die Intoleranz aus ihrer Heimat vertreiben, und die hoffen, bei uns wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen. Eric Mbiakeu ist aus Kamerun geflohen, in Brandenburg an der Havel angekommen und möchte seinen Beitrag leisten, die Sorgen und Nöte der Geflüchteten sichtbar zu machen. Möge es ihm gelingen.
Was sollten wir in diesem neuen Jahr tun? Ich denke, mit “Ich räume meinen Dreck selber weg”, mit Zuversicht auf ein Ende der Pandemie und mit offenen Augen und Ohren auch für anderer Leute Sorgen hätten wir schon eine Menge zu tun. Mit dem Rauchen und dem Nichtsporttreiben können Sie außerdem aufhören, wenn Sie es wirklich wollen.
Die Stadt hat sich übrigens für dieses Jahr auch etwas Tolles vorgenommen. Sie gibt uns einen Weg zurück, der den Brandenburgern über Jahrzehnte von einem Betrieb versperrt war. Auf dem Molkenmarkt kehrt eine Gasse in die Öffentlichkeit zurück, mit fünf Bäumen. Bei Facebook haben wir die Leserinnen und Leser gefragt, ob man dieser Gasse nicht einen eigenen Namen geben sollte. Seit Donnerstag überschlagen sich die Leute mit den Vorschlägen. Nur drei Beispiele: Molkengasse, Fleischergasse und Loriotgasse.
Sie hätten auch eine Idee? Schicken Sie uns ihre Vorschläge an brandenburg-stadt@maz-online.de.
Machen Sie’s mit, machen Sie’s nach, machen Sie’s besser. Mal sehen, wen ich am Samstag auf der Bauchschmerzenbrücke treffe. Ohne Sekt, aber mit Abstand.
Herzliche Grüße
Ihr Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Andreas Griebel (Foto: Böhme)
Andreas Griebel (Foto: Böhme)
Seherische Fähigkeiten hat DRK-Kreisvorstand Andreas Griebel entwickelt. Im Frühjahr 2020 orakelte er, dass die Corona-Pandemie auch beim schnellen Entwickeln von Impfstoffen mindestens zwei bis zweieinhalb Jahre lang Deutschland in Atem halten wird. Alles ist so eingetreten, doch dürfte sich Griebel höchstwahrscheinlich wünschen, nicht Recht gehabt zu haben.
Ralf Krombholz (Foto: Steiner)
Ralf Krombholz (Foto: Steiner)
Das ist uns doch glatt durchgegangen: Beim Aufzählen der vielen Helfer und Spender für die jüngste MAZ-Sterntaler-Aktion haben wir zwei wichtige Personen vergessen: Werbefachfrau Ina Schönfeldt hat für die Vereinigung „Zuhause in Branne“ Logo und Schaufenstergestaltung entworfen und darauf 200 Euro Rabatt gegeben. Wichtig war auch der Einsatz von Ralf Krombholz, der ehrenamtlich den Sterntaler-Familien Gänsebraten zu den Feiertagen brachte, gekocht hatte die Menüs sein Sohn Jasper Krombholz vom Restaurant „Am Humboldthain“.
Amr Soliman  (Foto: Lauterbach)
Amr Soliman (Foto: Lauterbach)
Das soll es geben, für manche Menschen ist das private wichtiger als das berufliche Glück. Amr Soliman ist so jemand. Der gebürtige Ägypter wurde erst im vergangenen Sommer Chefarzt der Brandenburger Frauenklinik. Noch deutlich vor dem Jahreswechsel war er wieder weg. Die Familie in Oldenburg war dem Mediziner wichtiger als der Job. Seither ist seine erfahrene Vertreterin Cornelia Müller kommissarische Chefärztin. Die Medizinische Hochschule Brandenburg übernimmt. Sie schreibt die Chefarztstelle nun in Verbindung mit einer Professur aus.
Walison Muh (Foto: Großmann)
Walison Muh (Foto: Großmann)
Der Brasilianer Walison Muh ist ein Clown aus Leidenschaft und sorgt für Lacher im Brandenburger Weihnachtscircus. „Weil so viele Menschen von Corona und den Folgen genervt sind, ist es für mich ein Geschenk, die Leute zum Lächeln zu bringen“, sagt er. Walison Muh kommt aus Belo Horizonte und holt Gäste auch schon mal für ein Tennismatch auf die Bühne. „In diesen Zeiten ist die Freude am Leben umso wichtiger. Ich will etwas zurückgeben“, sagt er der MAZ. Seine nächste Reise führt den selbsternannten Clown auf die Bühnen in Tschechien oder Frankreich.
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Das ist diese Woche wichtig

Tempo 30 in der Sidowstraße (Foto: Schulze)
Tempo 30 in der Sidowstraße (Foto: Schulze)
Verkehr zieht immer, und zwar jeden vom Sofa hoch, wenn es mal nicht so sauber läuft. In der Otto-Sidow-Straße (Stück vom Zentrumsring) läuft es zwar, aber nicht schnell genug - auch ein guter Grund, fluchend aus der Kuschelecke zu hopsen. Das Tempo-30-Schild sorgt regelmäßig für großes Hallo. Nun hat sich Bernhard Brückner aus BRB deshalb beim Innenministerium in Potsdam beschwert. Er wurde nämlich beim Zuschnellfahren erwischt. Und nun der Knaller: Das Ministerium gibt ihm recht. Aber blechen darf er trotzdem.
Neujahrsbaby Jaden Emilio vereint mit seiner Mutter
Weihnachtsbäume werden ab 17. Januar abgeholt
Schnelltest-Drive-In am Beetzsee-Center kehrt zurück
Beliebte Babynamen: Emilia und Oskar 2021 an der Spitze
Branche in Angst: Bunte Tattoofarben sind jetzt verboten
Apotheker sauer: Start des E-Rezepts schon wieder verschoben
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Das ist im Umland los

Winfried Kuntz im Orgelmuseum (Foto: Kramer)
Winfried Kuntz im Orgelmuseum (Foto: Kramer)
Wer Bad Belzig kennt, weiß, wie schön die Stadt ist und was sie zu bieten hat. Den Brandenburgern, die in die Stein-Therme gefahren, sei ans Herz gelegt, vor oder nach der Sauna mal in die hübsche Innenstadt zu fahren. Eine Perle findet man in der St. Marienkirche in der Altstadt. Sie beherbergt das einzige Orgelmuseum des Landes. Doch ist dessen Zukunft ungewiss.
Sitzungsgeldaffäre in Kloster Lehnin: Kreykenbohm und Satzky müssen zurückzahlen
Landfrauen schicken über 100 Schulranzen nach Gambia
Das sind die Retter der Freiwilligen Feuerwehr Bücknitz
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Wohin am Wochenende?

Nach der Jugendweihe im April 1970 (Foto: Oostinga)
Nach der Jugendweihe im April 1970 (Foto: Oostinga)
Eine alte Brandenburgerin hat Geburtstag, eine gute, liebe alte Dame, die uns er- und getragen hat, die unsere Liebesschwüre vernahm und die uns immer inspiriert. Am Samstag, 8. Januar, ist es 100 Jahre her, dass die Gottfried-Krüger-Brücke (Bauchschmerzenbrücke) freigegeben worden ist. Die ersten Geschenke sind bereits in der Redaktion angekommen. Dazu gehören eine zauberhafte Erinnerung von Sigrid Bothe und ein neues Märchen aus alter Zeit von Torsten Gränzer. Viele, viele Bilder gehen erst am Geburtstag online. Und wer mag, feiert mit uns und allen Leserinnen und Lesern noch das ganze Jahr hindurch.
Corona: Wieder Impfen ohne Termin am Beetzsee
Konzert in der Domaula am 9. Januar
Symphoniker spielen Konzert zum neuen Jahr
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Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 10. Januar, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir dann im nächsten Newsletter, der am 14. Januar in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir das Tor zur “Erbse” in der Brielower Straße. Aus den Einsendungen haben wir Enrico Sack aus Potsdam als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Ein blauer Gruß von der Stadtverwaltung (Foto: Boden)
Ein blauer Gruß von der Stadtverwaltung (Foto: Boden)
Blaue Briefe verhießen noch nie etwas Gutes. Auch die blauen Kärtchen, die die Stadtverwaltung hinter manche Scheibenwischer steckt, sind kein Grund, Jubel-Arien anzustimmen. Unseren Kolumnisten Stephan Boden machen diese Kärtchen nachdenklich. Und dass mit zweierlei Maß gemessen werde, wie er beklagt. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Georg Büchmann und die Saldria (Foto: Hesse)
Georg Büchmann und die Saldria (Foto: Hesse)
“Dem Mann kann geholfen werden” ist von Schiller aus “Die Räuber” - und ist ein “Geflügeltes Wort”. 1864 hat Lehrer Georg Büchmann diesen Schiller-Schnipsel und 1900 weitere geflügelten Worte in seinen Zitatenschatz aufgenommen. Am Anfang von Büchmanns Karriere steht seine Lehrtätigkeit in der Brandenburger Altstadt. Jetzt jährte sich sein Geburtstag zum 200. Mal.
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