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MAZ HavelpostMAZ Havelpost

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schön, dass Sie unsere Mail geöffnet haben und wir Sie ein wenig durch den Tag begleiten dürfen. Die Havelpost steckt wieder einmal voller Namen, Nachrichten und Tipps aus Brandenburg an der Havel und Umgebung.
Und voller Anregungen für ein aufregendes Wochenende auf dem Havelfest. Um eines gleich mal klar zu stellen: Die Debatte, ob dieses Fest grundsätzlich (also immer) oder gerade jetzt (die Coronakurve steigt wieder) nötig ist, die führe ich nicht - weder hier noch beim vierten Bier in trauter Runde. Erstens, weil es mir nicht zusteht, über etwas ungeheuer Beliebtes anders zu urteilen, und zweitens, weil ich wenigstens zwei mal selbst auf das Havelfest gehe. Oder doch öfter? Das Programm ist jedenfalls nicht ohne. Hier können Sie es nachlesen.
Einer meiner absoluten Havelfest-Lieblinge ist groß, rund, dreht sich im Kreis und erhebt mich über alle diese kleinen, niedrigen Widrigkeiten des Alltags. Und steht auf dem Packhof. Mit Handy und Fotoapparat im Anschlag genieße ich die Aussicht vom Riesenrad, und die ist in diesem Jahr wieder eine andere. Zu sehen gibt es eine Näthewinde ohne Brücke. Obwohl: Unkenrufen zufolge könnte die Rückkehr des hölzernen Bauwerkes noch länger dauern.
Es steht schon da. (Foto: Hesse)
Es steht schon da. (Foto: Hesse)
Ein neues Bild bietet auch der Blick auf die Packhofstraße. Das erste Projekt kommt gut voran. Florian Grothmann ist mit seinen drei Mehrgeschossern am Start, die an der Eichamtstraße entstehen und das Stadtbild verändern.
In einem ungeheuren Tempo schießt ein Mehrfamilienhaus nach dem anderen aus dem Brandenburger Boden. Die Industriegewerkschaft Bau hat einmal alle Projekte 2021 zusammengefegt und kommt auf die Zahl 280. So viele Eigentums- und Mietwohnungen sind im vergangenen Jahr in der Stadt neu geschaffen worden.
Mache ich mich ganz oben ganz lang, kann ich die alte Kartonagenfabrik an der Bauhofstraße vielleicht sehen, na ja, erahnen ganz bestimmt. Auch dort sollen zwei Gebäude mit insgesamt 100 Wohnungen entstehen, hat der Investor in dieser Woche verkündet. Die Bauhofstraße hat bereits ihr Bild massiv verändert. Aber es geht weiter.
Mir fast zu Füßen liegt ein neues Café. Katrin Rautenberg bereichert die Kaffee-und-Kuchen-Landschaft mit ihrem Café Havelpause. Man tritt über die Kommunikation ein und setzt sich gemütlich ans Ufer unseres Lieblingsflusses. Mal sehen, wem ich von oben aufs Gedeck linse.
Natürlich geht es noch besser, gelingen Fotos aus höheren Höhen schöner. Marcus Schöbel hatte eine Drohne im Einsatz und Luftbilder geschossen, die nur großartig sind. Hier sind sie.
Und mein zweiter Auf-jeden-Fall-Havelfest-Termin? Unten am Boden und voller Kultur. Die Stadtwerke-Bühne steht, der Platz ist gewässert und damit für das wahrscheinlich wieder grandiose Finale des Havelfestes bereitet: die Brandenburger Symphoniker schenken seit Jahren den Brandenburgerinnen und Brandenburgern eineinhalb zauberhafte Sommerstunden.
Andreas Uhrbach wässert den Festplatz am Heineufer. (Foto: Hesse)
Andreas Uhrbach wässert den Festplatz am Heineufer. (Foto: Hesse)
Vermissen Sie etwas? Zwei Hähne zum Beispiel? Die tauchten jetzt plötzlich bei Tierarzt Björn-Sirke Schwarz auf. Oder suchen Sie nach einer guten Idee zur Gestaltung einer Hochzeit? Das städtische Fundbüro versteigert alles Mögliche am Samstagvormittag beim Havelfest. Ein Fahrrad springt dabei eigentlich immer raus - ist leiser als ein Hahn und hält länger als manche Ehe.
Also, schauen Sie einfach mal vorbei, bestimmt finden Sie im Programm auch etwas. Deshalb verlinke ich es an dieser Stelle noch einmal, damit Sie nicht hochscrollen müssen. Viel Spaß, viel Vergnügen, steigen Sie ein, fahren Sie mit. Spätestens am Sonntag sehen wir uns bei den Symphonikern.
Bis denne
Ihr/Euer Heiko Hesse
Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen zu unserer Havelpost? Dann schreiben Sie mir unter heiko.hesse@maz-online.de.
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Leute Leute...

Olivier Latry (Foto: Schulze)
Olivier Latry (Foto: Schulze)
Stadtkantor Fred Litwinski ist eine ehrliche Haut. Deshalb war es ihm auch wichtig, selbst nach dem umjubelten Tokatha-Konzert mit dem Notre-Dame-Organisten Olivier Latry in der Katharinenkirche mitzuteilen, dass bei der Programmauswahl etwas geschummelt worden war. „So ist Richard Wagners ,Der fliegende Holländer’-Stück nicht erklungen. Die Begründung für diese Abänderung liegt darin, dass sich Olivier Latry wenige Tage vor dem Termin in unserer Stadt das linke Fußgelenk verletzt hat und deshalb unter anderem dieses Werk nicht spielen konnte.“ Das erklärt alles, schön war’s trotzdem.
Lillyan Zacharias und Benedikt Michaelis. Screenshot: Lauterbach
Lillyan Zacharias und Benedikt Michaelis. Screenshot: Lauterbach
Die Tagesthemen in der ARD haben die Lebensretter in Brandenburg an der Havel in ihrer Reihe „Mittendrin“ besucht und sich einen Eindruck verschafft von der ehrenamtlichen Arbeit und den Problemen des DLRG-Stadtverbandes. Abiturientin Lillyan Zacharias ist seit ihrer Kindheit dabei. Zweimal in der Woche leitet sie das Schwimmtraining. Am Wochenende kommen Veranstaltungen hinzu. Benedikt Michaelis schläft wenig: Einsatzende Freitagnacht bis 1 Uhr, Einsatzbeginn am Sonnabend um 7 Uhr an der Regattastrecke. Das stört ihn weniger als die ständigen Wartungs- und Pflegearbeiten am einzigen DLRG-Boot. Sein frommer Wunsch: mehr Unterstützung von der Politik. Und mehr Nachwuchs, weil die Arbeit sonst nicht zu schaffen ist. Zum Glück ist Berufschullehrer Denny Köppen vor einem Jahr hinzugestoßen und verstärkt das Retterteam erheblich.
Isett Hoffmann (Foto:  Kazmierczak)
Isett Hoffmann (Foto: Kazmierczak)
Die Wusterwitzer Bürgermeisterin Isett Hoffmann lernt immer wieder, dass Gemeindevertretersitzungen kein Wunschkonzert sind. „Ich bitte nur um eines, seid wie im Sport: Fair, respektvoll und nett miteinander“, sagt sie, doch ihre Hoffnung erfüllt sich nicht. Sie bittet mehrmals um Ruhe, doch der Ton wird in den Diskussionen eher rauer als leiser. Was die Beobachter fasziniert, ist die Vielfalt der Emotionen. Der ehemalige Schulleiter Frank Gericke liest sogar die Körpersprache der Gemeindevertreter. Er kritisiert, dass die Kommunalpolitiker „mit dem Kopf runter da sitzen“. Und stellt klar: „Bitte habt doch den Arsch in der Hose und denkt mal an eure Bürger, die ihr vertretet, die euch gewählt haben, da passiert einfach zu wenig. Der Amtsdirektor hält sich aus jeder Situation raus, bewegt so gut wie gar nichts. Ich finde, das ist einfach nicht mehr haltbar für unsere Gemeinde.“
Sören Hirsch (Foto: Jacobi)
Sören Hirsch (Foto: Jacobi)
Gehören Sie auch zu den Leuten, die trotz Umbenennung in Technische Hochschule immer noch „Fachhochschule“ sagen? Alte Gewissheiten lassen sich eben schwer überschreiben, wie Professor Sören Hirsch aus Erfahrung weiß. „Ich hatte tatsächlich schon Gespräche, da haben mich Leute noch nach so und so vielen Jahren gefragt, was ich denn genau beruflich mache“, verrät der promovierte THB-Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer. „Und als ich es Ihnen erklärte, folgte echte Verwunderung: Ich dachte, da wäre noch Kaserne!“ 30 Jahre sind für manche eben nur ein Wimpernschlag.
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Das ist diese Woche wichtig

Die Kinderoper Brundibár (Foto: Schulze)
Die Kinderoper Brundibár (Foto: Schulze)
Die Kinderoper Brundibár geht direkt ins Herz. In der ausverkauften Studiobühne des Brandenburger Theaters feierte die Inszenierung jetzt Premiere. Sie erzählt nicht nur die Geschichte zweier Kinder, die dringend Geld für die Familie brauchen. Weil sie in Theresienstadt aufgeführt werden musste und von den Nazis zur Verharmlosung des Holocausts instrumentalisiert worden ist, kommt dieser Oper eine besondere Bedeutung bei.
 
Brecht-Gymnasium ehrt herausragende Schüler
Kinderintensivstation: Mütter können Babys jetzt mit mehr Komfort stillen
Amtsrichterin Ingrid Pelzer geht in den Ruhestand
Fernwärmenetz wird ausgebaut
Brutaler Angriff: Täter sollen in BMW geflüchtet sein
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Das ist im Umland los

Schenkenberg jubelt (Foto: Knipping)
Schenkenberg jubelt (Foto: Knipping)
Ob Reth Kalsow, seit bald 20 Jahren Bürgermeister von Groß Kreutz (Havel), heute noch mit Wehmut an seinen alten Job denkt? Er war Gastwirt und Inhaber des Hauses Schenkenberg. Wäre er es noch und würde am Zapfhahn stehen, würde er jetzt bestimmt viel Umsatz machen: Denn der Aufstieg von Empor Schenkenberg wirkt sich verdammt gut auf das Geschäft aus. Die Schenkenberger sind im Glück, und wer im Glück ist, teilt es gern mit Leuten - und das auch in der Kneipe. Und Borussia Brandenburg, das jetzt einen guten zweiten Platz belegte, kommt im nächsten Jahr nach.
Einführungsgottesdienst von Pfarrer Stefan Hartmann
Bibiana Ferchland bringt Kindern das Voltigieren bei
Daniel Krüger fährt mit einem VW Bulli den Baltic Sea Circle
Party zum 70. Geburtstag vom Pflegeheim Dahlen
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Wohin am Wochenende?

Anette Pichler (Foto: promo)
Anette Pichler (Foto: promo)
Die Sommernachtsgala beginnt am 18. Juni um 19.30 Uhr in der St. Katharinenkirche. Unter anderem erklingen Ausschnitte aus Werken von Peter Tschaikowsky, Nikolai Rimski-Korsakow, Georges Bizet, Antonin Dvorák, Leo Delibes, Jacques Offenbach und Charles Gounod. Unter den vier Gesangssolisten ist Sopranistin Annabelle Pichler.
 Kleinkunstfestival in Götz
Sabinchenfest in Treuenbrietzen wird wieder größer gefeiert
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Bilderrätsel

Wo ist das? (Foto: Hesse)
Wo ist das? (Foto: Hesse)
In jeder neuen Havelpost steckt ein neues MAZ-Bilderrätsel. Hier werden Aufnahmen von Gebäuden und Orten der Stadt gezeigt. Und Sie, liebe Leser, raten (oder wissen?), worum es sich handelt.
Wo in Brandenburg an der Havel ist dieses Foto aufgenommen worden? Wer es weiß, schreibt die Antwort bis Montag, 20. Juni, 12 Uhr, per Mail an brandenburg-stadt@maz-online.de. Alle korrekten Antworten kommen in einen Lostopf, aus dem wird der Gewinner gezogen. Diesen vermelden wir im nächsten Newsletter, der am 24. Juni in Ihr Postfach flattert. Der Preis ist eine historische Ansichtskarte aus Brandenburg an der Havel. Viel Erfolg!
In der vergangenen Woche suchten wir die Upstallstraße. Aus den Einsendungen haben wir Paul Göhrig aus Brandenburg an der Havel als Gewinner ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!
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Stephan Bodens Woche

Wohlsein, aber die Karre bleibt stehen. (Foto: dpa)
Wohlsein, aber die Karre bleibt stehen. (Foto: dpa)
MAZ-Kolumnist Stephan Boden fürchtet angesichts vieler betrunkener und berauschter Autofahrer um Leib und Leben seiner Mitmenschen und wundert sich über bestimmte Prioritäten. Aber lesen Sie selbst.
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Der Blick in die Heimatgeschichte

Mit dem Ikarus durch Nord. (Foto: Sammlung Hesse)
Mit dem Ikarus durch Nord. (Foto: Sammlung Hesse)
Veronika Friedrich denkt gern an Nord zurück. Mit ihrer Familie war sie 1961 aus einem Dorf bei Genthin in die nigelnagelneue Wohnung in der GutsMuthsstraße gezogen. Mit der Kaufhalle in der Seelenbinderstraße kam der erste Selbstbedienungsmarkt in ihr Leben. Ihre Erinnerungen sind Stadtgeschichte.
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